Interview mit Matthias Fischer

Windows Phone 8.1 – Was Entwickler bei Universal Apps beachten sollten
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Windows Phone 8.1 bietet bekanntlich die Möglichkeit, Programmcode zwischen einer Windows Phone und einer Windows 8.1 Anwendung zu teilen sowie auch gemeinsam zu Nutzen. In seinen Sessions auf der MobileTech Conference erklärt Matthias Fischer, Windows-Phone-Entwickler der ersten Stunde und erster Nokia-Developer-Certified-Trainer für mobile Technologien in DACH, den Teilnehmern was man bei der Entwicklung von Universal Apps auf der Windows-8.1-Plattform wissen und beachten sollte.

Universal Apps & Co.

Wir haben uns mit Matthias über seine Erfahrungen mit dem Universal-Apps-Konzept und die App.xaml unterhalten.

Matthias, was war deine erste Reaktion als du vom Universal-App-Konzept erfahren hast?

Matthias Fischer: Bei der ersten Vorstellung der neuen Universal-Apps habe ich mich gefreut, dass die Plattformen – wie bereits unter Windows Phone 8 begonnen – jetzt mit Windows Phone 8.1 noch weiter zusammenwachsen. Das ermöglicht noch mehr Wiederverwendung von Programmcode und jetzt auch von UI-Elementen über beide Plattformen: Windows Phone 8.1 und Windows 8.1.

Aus deiner bisherigen Erfahrung: Kann man sagen, dass das Entwickeln von Universal Apps tatsächlich weniger Aufwand für den Entwickler bedeutet?

Matthias Fischer: Die Einführung der Universal Apps vereinfacht die Vorgehensweise bei der Entwicklung einer App, die auf beiden Plattformen laufen soll. Neben der Möglichkeit Programmcode zu teilen, gibt es jetzt auch zusätzlich noch weitere Unterstützung in Visual Studio 2013. So kann der Entwickler sich den gemeinsamen Quellcode jeweils aus der Sicht der einen oder der anderen Plattform ansehen.

Das Universal-Windows-App-Projekt beinhaltet eine App.xaml. Was steckt dahinter?

Matthias Fischer: Die App.xaml Datei enthält das Anwendungsobjekt. Dieses ist der „Rahmen“ einer Anwendung, im dem alle globalen Ereignisse und Aktivitäten der App ablaufen. Dieses Anwendungsobjekt war vor der Einführung der Universal App je nach Plattform unterschiedlich. Jetzt ist es möglich, dieses in einem gemeinsamen Projekt zwischen den Apps zu teilen.

Offenbar ist eine Universal Apps kein „universal binary“. Microsoft geht einen anderen Weg, welchen?

Matthias Fischer: Eine Universal App ist ein spezieller Projekttype. Dieser basiert auf zwei Bibliotheken, die jeweils für die entsprechende Zielplattform die gleichen Grundfunktionen bereitstellen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, die App jeweils für die gewünschte Plattform separat zu erstellen und auszuliefern. Jedoch kann der Quellcode gemeinsamerer Anteile zwischen den Plattformen geteilt werden.

Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Punkte, die Entwickler beim Entwickeln von Universal Apps berücksichtigen sollten?

Matthias Fischer: Eine Universal App hat meistens den gleichen Funktionsumfang auf einem Tablet wie auch auf einem Phone. Hier ist es wichtig, sich bereits vorher zu überlegen, wie die einzelnen Funktionalitäten auf den verschiedenen Geräten mit unterschiedlich großen Bildschirmen dargestellt und welche Bedienmethaper verwendet werden soll.

Windows Phone 8.1Neben seinen beiden Sessions („Going Blue: Windows Phone 8.1 im Detail“ und „Windows-Phone-8.1 und Windows-8.1-Apps: Shared Code mit C# und XAML„) auf der MobileTech Conference finden Sie Matthias Fischers Expertise ab September auch im Rahmen eines shortcuts bei entwickler.press. In „Windows Phone 8.1. Alles Wissenswerte für Entwickler“ wird erklärt, welche Auswirkungen die Annäherung von Windows Phone 8 und Windows 8 für Entwickler und auf vorhandene sowie neue Apps hat. Der shortcut beleuchtet ferner die wichtigsten Neuheiten in WP 8.1, geht auf Cross-Device-Entwicklung im Rahmen des Universal-Apps-Konzepts ein und erläutert detailliert die Funktionsweise von Background Agents, Dateiübertragungen, Location Tracking und Geofencing unter Windows Phone 8.1.

Mit seinem MTC-Co-Speaker Gordon Breuer arbeitet Matthias Fischer darüber hinaus an einem Windows-Phone-8.1-Buch, das später in diesem Jahr erscheinen wird.

 

Zur Person:
Matthias FischerMatthias Fischer ist Windows-Phone-Entwickler der ersten Stunde und erster Nokia-Developer-Certified-Trainer für mobile Technologien in DACH. Als Softwareentwickler und Fachbuchautor hat er diverse Fachbücher zu ASP.NET, WCF und allgemeinen .NET-Entwicklungsthemen geschrieben und ist in Projekten als Softwareentwickler, Berater und Trainer für diverse .NET-Technologien unterwegs. Er verfügt über langjährige Beratungs- und auch Entwicklungserfahrung und ist ein Mann der Tat: Pragmatische Lösungen für konkrete (technische) Probleme zu finden, ist seine Passion. Er engagiert sich durch regelmäßige Vorträge und als Mitorganisator in der .NET UG Berlin Brandenburg. Weitere Informationen zu Matthias Fischer finden Sie unter http://www.dotnetautor.de.

 

MobileTech Conference 2014

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Mobile-Interessierte aufgepasst! Jede Menge spannende Sessions rund um Android, iOS und das Mobile-Web gibt es auf der MobileTech Conference, die vom 1. bis 4. September in Berlin stattfindet und mit mehr als 60 renommierten Mobile-Experten aufwartet. Als Teilnehmer kann man zusätzlich auch die Sessions der gleichzeitig stattfindenden Internet of Things Conference kostenlos besuchen. Wer sich bis für 3 Konferenztage zusätzlich das Intellibook-Tablet mit Android-OS, 7,85 Zoll-HD-Touch-Display und Dual-Core Rockchip-Prozessor als Geschenk oben drauf. Im Rahmen des Kollegenrabatts (3+ Kollegen) spart man ferner 10 Prozent extra. Alle Infos auf der MobileTech Conference Homepage.

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