Was ist neu und anders bei Windows Phone 7?

Windows Phone neu aufgelegt
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Seit der MIX-Konferenz in Las Vegas ist bekannt, wie man für Windows Phone 7 entwickeln soll. Wie sieht also das neue „Phone“ aus? Was ist neu, was ist anders? Was gibt es zu beachten? Wie schaut es unter der Haube aus? Das und mehr zeigt dieser Artikel.

Windows Phone 7, das ist der Name des neuen Windows Mobile. Oder ist das doch nicht der Fall? Unterm Strich hat Windows Phone 7 mit Windows Mobile soviel gemein wie Mac OS X mit Windows 7: Es ist neu, es ist anders und es schneidet ganz klar alte Zöpfe ab. Das gilt nicht nur für die UI, sondern auch für das Programmiermodell. Um es jedoch für Sie ganz einfach zu machen: Vergessen Sie einfach (fast) alles, was Sie bisher über Windows Mobile wussten und stellen Sie sich einfach vor, dass Sie über das alte Thema noch nie etwas gehört haben. Mit diesem Ansatz ist es einfacher, sich auf das Neue einzulassen. Auch viele Fragen lassen sich so im Zaum halten, die man als Entwickler direkt stellen würde. Windows Phone 7 ist wie eine „1.0“-Version zu betrachten. Sie hat mit WMS Mobile nichts mehr gemeinsam.

Viele weitere Fragen bleiben aktuell ebenfalls unbeantwortet. Warum funktioniert xy nicht? Wird z unterstützt werden? Es ging doch vorher, warum jetzt nicht mehr? All diese Fragen wird der Artikel auch nicht beantworten können und hat auch nicht den Anspruch, das zu tun.

Sprecher der MIX hatten u. a. folgendes Repertoire an Antworten parat: „Es ist noch nicht vorhanden – es kommt zu einem späteren Zeitpunkt.“ „Aus Zeitgründen lies sich dieses Feature noch nicht zur Verfügung stellen. Es wird aber kommen.“ „Wir haben noch nichts, was wir aktuell veröffentlichen können“. Alleine hieran ist ablesbar, dass Microsoft auf Hochtouren an Windows Phone 7 und möglicherweise auch bereits an zugehörigen Updates arbeitet.

Dieser Artikel kann nur einen kleinen Einblick in Windows Phone 7 als Plattform geben. Der Grund liegt einfach darin, dass nun soviel neue Informationen aktuell seit der MIX verfügbar sind, dass sich damit mehrere Bücher füllen ließen. Deshalb werden, wo möglich, Links zur weiteren und teilweise tiefergehenden Informationensquellen angegeben.

Das neue Gewand von Windows Phone 7

Windows Phone 7 wurde im Zuge des Mobile World Congress am 15. Februar 2010 in Barcelona von Steve Ballmer enthüllt. Der erste Blick auf Windows Phone 7 scheint subjektiv jedoch ernüchternd zu wirken: Eine Startoberfläche, die einem aufpolierten Windows Mobile 6.5 anmutet. Doch lässt man es ein wenig auf sich wirken, fängt alles langsam an, einen tieferen Sinn zu ergeben.

Vielen, die einen nicht in Europa erhältlichen Zune HD besitzen, kommt der Anblick von Windows Phone 7 bekannt vor. Das ist auch kein Wunder, da das Designteam um Joe Belfiore, der den Zune damals entwickelt hat, hierfür an Bord geholt wurde.

Der Start (damals Homescreen genannt) besitzt einige große Symbole, so genannte Tiles. Alle sind in einer Farbe gehalten.

Abb.1: So präsentiert sich Windows Phone 7 auf den ersten Blick
Abb.1: So präsentiert sich Windows Phone 7 auf den ersten Blick

Was jedoch zuerst wirkt wie überdimensionierte Programmlinks, offeriert nach wenigen Sekunden einen ganz anderen Hintergrund: Diese Symbole sind nicht nur animiert, sondern stellen auch zusätzliche Informationen bereit.

Dabei handelt es sich wirklich nicht nur um Anwendungen, die auf Neudeutsch Apps genannt werden – es können auch Personen sein, die man aus seinen persönlichen Kontakten, sozusagen als Favorit auf dem Startbildschirm platziert. Sobald bei einer Person vielleicht ein Statusupdate auf Facebook gepostet wird, wird das auch durch das Tile reflektiert (Dazu jedoch später mehr.). Dabei ist die Struktur des Startbildschirms nicht starr. Nicht nur die Position der Tiles, dargestellt in einer Kachelstruktur, lässt sich konfigurieren; Tiles lassen sich entfernen und hinzufügen. Beschränkungen sind keine vorhanden. Will man das „Phone“-Tile entfernen, so ist das möglich. Der Benutzer steht somit im Vordergrund (Auch hierzu später noch mehr).

Der Startbildschirm ist nicht in seiner Größe begrenzt. Genau wie in Windows Mobile 6.5 handelt es sich um einen virtuellen Bildschirm, der sich durch das Schieben (Pan) oder das Schubsen (Flick) nach oben bzw. nach unten bewegen lässt. In der oberen rechten Ecke ist ein nach rechts zeigender Pfeil sichtbar. Wird dieser aktiviert, so kommt man in eine Art Programmmenü. Es handelt sich um eine Liste, in der die installierten Apps aufgeführt sind. Auch gelangt man hierüber zu den Einstellungen des Geräts. Diese Apps lassen sich beispielsweise ebenfalls auf den Startbildschirm „pinnen“. Folgende Standard-Tiles sind voreingestellt sichtbar: „People“, „Pictures“, „Games“, „Music + Video“, „Marketplace“ und „Office“. Werden diese aktiviert, so gelangt man in einen so genannten Hub.

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