Windows Server 2012 R2
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Die Servervariante von Windows hat schon längst die Rechenzentren erobert. Und Ulrich B. Boddenberg liefert das passende Handbuch dazu, bereits in der vierten Auflage. Diese wurde aktualisiert und befasst

Die Servervariante von Windows hat schon längst die Rechenzentren erobert. Und Ulrich B. Boddenberg liefert das passende Handbuch dazu, bereits in der vierten Auflage. Diese wurde aktualisiert und befasst sich mit der aktuellen Variante Windows Server 2012 R2.

Windows Server 2012 R2 – Das umfassende Handbuch

Der Untertitel „Das umfassende Handbuch“ ist an dieser Stelle Programm, behandelt der Autor doch zahlreiche Themen auf fast 1 400 Seiten. Der geneigte Leser, vermutlich seines Zeichens Admin, wird das Buch – anders als der Rezensent – nicht an einem Stück von vorn bis hinten durchlesen, sondern je nach täglicher Anforderung bestimmte Themen nachschlagen. Wenn man einmal von jahrelang erfahrenen Vollblutadmins absieht, erscheint es jedoch empfehlenswert, die Kapitel drei und vier am Stück zu lesen. Hier geht es um allgemeine Themen wie Hardware und Protokoll, die auch losgelöst von Windows sinnvoll betrachtet werden könnten. Der Autor beschreibt aber recht ausführlich – meist mit Bezug zu Windows – welche Hardware für ein Serversystem geeignet ist, wie Speicher und Plattenspeicher zu organisieren sind und vieles mehr. Hier findet auch der erfahrene Admin möglicherweise die Antwort auf Performanzprobleme mit den eigenen Systemen.

Davor gibt es eine kurze Einführung in die neue Serverversion, Kapitel zwei wiederum beschäftigt sich mit der Lizenzierung. Dieses Thema kann bei Microsoft, nicht nur in Bezug auf den Windows-Server, schon einmal etwas unübersichtlich daher kommen, insbesondere bedingt durch wechselnde Modelle. Insofern ist die Lizenzierung ein wenn auch ungeliebtes, aber dennoch wichtiges Thema, das in diesem umfassenden Buch recht knapp behandelt wird. Und anscheinend hat der Autor auch einige Lizenzmodelle vertauscht. Der Rat des Autors, sich weiter beraten zu lassen, ist dementsprechend nicht ganz unwichtig.

Der Rest des Buchs kann dann je nach Bedarf und Interessenlage gelesen werden. In diesem Falle kann das Buch eher als Referenz und Nachschlagewerk genutzt werden, wobei der Autor in jedes Thema einführt, bevor es an die Beschreibung administrativer Aufgaben geht. Die (theoretischen) Hintergründe visualisiert er mithilfe zahlreicher Abbildungen. Administratoren, die bestimmte Dienste neu etablieren müssen, können sich mittels der jeweiligen Kapitelanfänge also einen Überblick verschaffen. Behandelt werden dabei Themen wie Active-Directory-Domänendienste, -Zertifikatdienste, -Rechteverwaltungsdienste, aber auch Netzwerk- und Dateidienste, Sicherheit, Drucken, Webserver, Terminaldienste, Hochverfügbarkeit, Virtualisierung und mehr.

In den einzelnen Kapiteln geht es nach der Einführung an die praktische Umsetzung. Soweit der Autor die Bedienung beschreibt, liefert er dem Leser zahlreiche Bildschirmabbildungen, bei denen er häufig mittels eines prägnanten Pfeils auf die interessantesten Stellen verweist. So kann der Leser Schritt für Schritt die erforderlichen Arbeiten nachvollziehen. Ganz zum Schluss findet sich ein relativ schmales Kapitel zur PowerShell. Mehr als einen ersten Eindruck über dieses mächtige und bei Admins recht beliebte Werkzeug gewinnt der Leser leider nicht. Der Autor verweist an dieser Stelle darauf, dass es bereits spezielle Literatur gebe. Im Hinblick darauf, das umfassende Handbuch als vorrangige Referenz nutzen zu können, dürfte der Autor an dieser Stelle jedoch etwas nachlegen.

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