Windows XP bekommt ein Service Pack 4 (inoffiziell)
Kommentare

Das mittlerweile zwölfjährige und dementsprechend definitiv veraltete Betriebssystem Windows XP wird schon seit Anfang April nicht mehr offiziell von Microsoft unterstützt.

Doch es soll immer noch Computernutzer geben, die sich von ihrem Desktophintergrund mit der grünen Wiese ganz einfach nicht verabschieden wollen – oder können.

Genau diese Zielgruppe hatte der griechische Entwickler mit dem Pseudonym harkaz im Blick, als er sich im September 2013 daran machte, ein inoffizielles Service Pack 4 für Windows XP zu entwickeln. Damit bringt er alle offiziellen Updates von Microsoft in einem einzigen Paket zusammen.

Seine Motivation hinter diesem Schachzug erklärt harkaz folgendermaßen:

Many users – including me – who won’t be able to upgrade their old machines to a newer OS would like to easily install all Windows updates in one convenient package. For this reason, I started working on a Service Pack 4 package.

Das kumulative Update für Windows XP x86 kann auf allen XP-Systemen mit Service Pack 1 installiert werden. Es enthält Aktualisierungen für alle Windows-XP-Komponenten, inklusive MCE und Tablet PC.

Das inoffizielle Service Pack 4 steht aktuell in seiner dritten Betaversion zum Download bereit. Demnächst soll der Release Candidate erscheinen, die Arbeit daran hat der Entwickler eigenen Angaben zufolge bereits begonnen.

Windows XP ist noch lange nicht tot

Wer glaubt, dass Windows XP mit seinem Support-Ende im April quasi den Todesstoß erhalten hat, könnte nicht weiter daneben liegen. Untersuchungen des Marktanalysten Netmarketshare haben ergeben, dass Windows XP noch vor zwei Monaten auf 25,31 Prozent aller Rechner installiert war und dieser Anteil im Vergleich zum Vormonat sogar leicht angestiegen war. Damit liegt Windows XP immer noch deutlich vor Windows 8, das im Rahmen derselben Untersuchung nur auf einen Marktanteil von 12,54 Prozent kommen konnte.

Warum sich so viele XP-Nutzer des damit verbundenen Sicherheitsrisikos nicht bewusst sind und Cyberkriminellen nahezu freie Bahn lassen, ist unklar. Einige glauben, dass die XP-Endzeitstimmung nichts als Panikmache und eine Strategie von Seiten Microsofts sei, um ihre neueren Betriebssysteme an den Mann zu bringen. Andere möchte das Risiko minimieren, indem sie ihre Rechner nicht mehr mit Netzwerken verbinden oder Windows XP nur noch innerhalb einer Virtual Machine zum Einsatz kommen lassen.

Aufmacherbild: Surprised young man is opening a large cardboard box von Shutterstock / Urheberrecht: LoloStock

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -