Neuer Assistenz-Chatbot soll in mehreren Messengern funktionieren

Bing Concierge Bot: Microsoft baut Konkurrenz zu Google Assistent
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Wie ein aktuelles Stellenangebot verrät, arbeitet Microsoft derzeit an einem intelligenten Bot namens Bing Concierge, mit dem der Softwarekonzern in direkte Konkurrenz zu Google Assistent tritt. Der neue Bing-Chat-Bot soll mit mehreren Messengern funktionieren und Aufträge entgegen nehmen, indem er mit dem Nutzer in natürlicher Sprache interagiert.

Künstliche Intelligenz lautet das neue Trend-Thema in der Technologiewelt, und Microsoft ist ganz vorne mit dabei. Auf der diesjährigen Build-Konferenz 2016 hat der Softwarekonzern angekündigt, eine Reihe von Chat-Bots bauen zu wollen, die mit Nutzern interagieren, wie ein echter Mensch. Diese Ankündigung trägt nun erste Früchte: aus einer aktuellen Stellenausschreibung geht jetzt hervor, dass Microsoft an einem neuen persönlichen Assistenten arbeitet, der in mehreren Messenger Apps funktionieren soll.

Bing Concierge lautet der Name der KI, mit der Microsoft in direkte Konkurrenz zu Google tritt: Auf der diesjährigen Google I/O stellte das Unternehmen Google Assistant vor, einen virtuellen Assistenten, der verschiedene Sprachkommandos verstehen und Smart Devices steuern kann. Dabei greift der Assistent auf Software zurück, mit der verschiedene Aufgaben im Haushalt bewältigt werden können. Beispielsweise sollen Nutzer das Thermostat via Sprachbefehl einstellen oder das Licht (d. h. Philips-Hue-Lampen) ein- bzw. ausschalten können.

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Bing Concierge: Neuer KI-Bot erledigt Aufgaben automatisch

Microsoft-Expertin Mary Jo Foley (ZDNet) ist auf das Stellenangebot aufmerksam geworden, in dem das Entwicklerteam hinter Bing Concierge die Details zum neuen Microsoft-Bot konkretisiert, der recht ähnliche Fähigkeiten aufweisen soll. Das Team bezeichnet den Bot darin als hochintelligenten Produktivitäts-Agenten, der mit Nutzern über verschiedene Plattformen wie Skype, Messenger, SMS, WhatsApp, Telegram etc. kommunizieren können soll. „Der Assistent tut das, was auch ein menschlicher Assistent tun würde, er übernimmt Aufträge und erledigt Aufgaben für den Nutzer automatisch“, so das Team.

Anwender sprechen mit dem Bot in natürlicher Sprache und der Assistent antwortet in natürlicher Sprache, um alle erforderlichen Informationen zu sammeln. Sobald er bereit ist, erledigt er die Aufgaben, indem er sich mit verschiedenen Dienstleistern verbindet. Beispielsweise könnte der Nutzer den Auftrag geben: „Reserviere mir einen Tisch in einem Italienischen Restaurant“, woraufhin der Bot nachfragt: „Für wie viele Personen?“ Nach einigen Nachfragen wird der Assistent den Auftrag bestätigen und einen Tisch in dem Restaurant buchen, dass der Nutzer ausgesucht hat.

Microsoft hat bereits einige weitere Bing-Bots im Angebot, die über Skype in der Preview verfügbar sind, darunter zum Beispiel Bing News, Bing Image, Bing Music, Caption Summarize und Murphy. Der Anfang ist also gemacht, allerdings dürften in Sachen KI und gerade im Feld persönliche Assistenten noch spannende Zeiten auf uns zukommen. Der Wettstreit um den besten Assistenz-Bot ist nun jedenfalls offiziell gestartet.

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