Project Bletchley v1 bringt Azure Quickstart Template und Neues zu Cryplets

Blockchain-as-a-Service: Project Bletchley erscheint in v1
Kommentare

Microsoft hat bereits im Juni seinen Einstieg ins Blockchain-Business begründet: Mit dem Project Bletchley getauften Blockchain-as-a-Service wollen die Redmonder an die Spitze im Rennen um die Enterprise-Nutzung von Blockchain gelangen. Nun ist Project Bletchley in Version 1 erschienen, das einige Updates zur bestehenden Infrastruktur mit sich bringt.

Project Bletchley liegt die SmartContract-Plattform Ethereum zugrunde. Gemeinsam mit der Kryptowährung Blockchain steht das Projekt als Blockchain-as-a-Service (BaaS) auf der Cloud-Plattform Azure bereit.

Ziel der BaaS sind Plattformoffenheit und eine Integration von Identitäts- und Schlüsselmanagement, Privacy und Security sowie von Operationsmanagement und Interoperabilität. Zudem soll Project Bletchley eine gute Performance, Skalierbarkeit, Stabilität und Support aufweisen und Consortium Blockchains, also geschlossene, erlaubnispflichtige Netzwerke, zur Verfügung stellen. Der Name des BaaS ist übrigens eine Anspielung auf Bletchley Park, der zentralen militärischen Dienststelle Großbritanniens, die sich im Zweiten Weltkrieg erfolgreich mit der Entzifferung des deutschen Nachrichtenverkehrs befasste (siehe Bild).

Mit Project Bletchley v1 gibt es nun ein Update für den Unterbau der zugehörigen Infrastruktur. Im Azure-Blog geben das Microsoft-Azure- und das Azure-Blockchain-Engineering-Team einen Überblick über alle Neuerungen.

Project Bletchley v1 – das sind die Neuerungen

Bletchley v1 ist das Release des ersten Consortium-Blockchain-Templates, mit dem Kunden und deren Partner ein privates Consortium-Ethereum-Netzwerk erstellen können, das von einer Handvoll Nodes bis zu hunderten von Nodes in einem Netzwerk reicht. Laut Microsoft wird ein bislang rund dreiwöchiger Einrichtungsprozess dadurch auf rund acht Fragen und 5-8 Minuten heruntergebrochen. Bletchley v1 automatisiert das Setup der Netzwerk-Infrastruktur und richtet gleichzeitig ein Portal für das schnelle Erstellen von Applikationen in Ethereum ein.

Dafür hat das Entwicklerteam zuerst die Leistungsfähigkeit des Microsoft Azure Resource Managers (ARM) optimiert und im Zuge dessen das Azure Quickstart Template veröffentlicht. Dieses soll es wesentlich leichter machen, ein Consortium zu deployen und zu konfigurieren – und das auch ohne große Kenntnisse in Azure oder Ethereum. Das Template ist eines von vielen Tools, die das Handling verschiedener Blockchain-Projekte automatisieren sollen.

User werden ab sofort Schritt für Schritt durch die Verwaltung eines Consortiums geführt. Das Template bietet und konfiguriert ein Subnetz von mining Nodes für jedes Consortium-Member, sowie ein Set an load-balanced Transaktions-Nodes, die Mitglieder zu Kommunikationszwecken teilen können. Über die Administrator-Webpage lassen sich zusätzliche Ethereum-Accounts konfigurieren. Microsoft stellt für diesen automatisierten Prozess eine ausführliche Anleitung bereit.

Azure Quickstart Template in Project Bletchley, © Microsoft

Azure Quickstart Template in Project Bletchley, © Microsoft

Aber auch in puncto Cryplets gibt es Neuigkeiten: Sie fungieren gewissermaßen als Scharnier zwischen Azure, Middleware und Kundentechnologien. Die Cryplets dienen dazu, Code und Daten außerhalb der Blockchain oder eines SmartContracts in den Prozess einzufügen, ohne die Authentizität der Transaktionen zu kompromittieren. Via SDK lassen sie sich leicht erstellen und wiederverwenden.

Microsoft bietet Interessierten eine ausführliche Roadmap zu Project Bletchley mit genauen Details zu Cryplets. Weitere Informationen zu Project Bletchley bieten die oben genannten Blogposts sowie unser Artikel „Project Bletchley: Microsofts Vorstoß im Blockchain-Rennen“.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -