Alle wichtigen Neuheiten und Ankündigungen vom zweiten Tag der Microsoft-Entwicklerkonferenz

Build 2017 – die Highlights von Tag 2
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Auch am zweiten Tag von Microsofts Entwicklerkonferenz Build 2017 gab es eine ganze Reihe spannender Neuerungen, Services, Tools und Updates. In unserem Highlights-Roundup sind u. a. mit dabei: Windows 10 Fall Creators Update, Microsoft Fluent Design System, Microsoft Graph sowie .NET Standard 2.0 und XAML Standard.

Auch der zweite Tag von Microsofts Entwicklerkonferenz bringt eine ganze Reihe spannender Neuerungen, Services, Tools und Updates. Terry Myerson, Joe Belfiore und Alex Kipman stellten den Entwickler ins Zentrum einer sich ständig durch Software verändernden Welt.

Neben zahlreichen neuen Features für Windows 10 wurden im Rahmen der Konferenz auch der .NET Standard 2.0 und der XAML Standard vorgestellt. Wir werfen im Folgenden einen Blick auf die Highlights von Tag 2 der Build 2017.

Alles neu macht Windows 10

Der zweite Tag der Build 2017 stand ganz im Zeichen von Windows 10. Das nächste große Update soll im Herbst erscheinen und trägt den passenden Namen Fall Creators Update.

Entwickler dürfen sich auf einige neue spannende Features freuen: Neben einer neuen Designsprache für Windows 10 gibt es diverse intelligente Funktionen auf Basis von Microsoft Graph, die plattformübergreifend eine einheitliche Nutzererfahrung für Windows, iOS und Android ermöglichen. Zudem wurden neue Windows Store Apps wie iTunes und Entwicklerwerkzeuge wie .NET Standard 2.0 für UWP oder XAML Standard vorgestellt. Und nicht zu vergessen: Die ersten Windows Mixed Reality Motion-Controller ermöglichen eine Bewegungssteuerung ganz ohne Marker.

We’re excited for our customers to take advantage of the new features in the Windows 10 Fall Creators Update that will empower innovative experiences; a modern, unified design for cross-device experiences; and an easier path for developers to create for the future of computing. – Terry Myerson

Microsoft Fluent Design System

Die modernisierte Designsprache soll eine noch intuitivere Bedienung über Windows-10-Geräte und -Anwendungen hinweg erlauben. Entwickler können dank des durchgängigen Designs zukünftig noch effizientere Anwendungen programmieren, so Microsoft. Verfügbar wird die Designsprache für Windows-Geräte mit dem Windows 10 Fall Creators Update später in diesem Jahr.

Microsoft Graph

Microsoft Graph ist eine intelligente Schnittstelle, die Verbindungen zwischen Personen, Konversationen, Projekten und Inhalten innerhalb der Microsoft Cloud schafft – so besteht eine nahtlose und einheitliche Kundenerfahrung zwischen Windows-, iOS- und Android-Geräten.

Build 2017: Microsoft Graph © Microsoft

Zu den Schlüsselfunktionen von Graph zählt die Timeline, über die Nutzer einfach auf Dateien, Anwendungen oder Webseiten aus der Vergangenheit zugreifen können. Auch Cortana funktioniert plattformübergreifend über Windows, iOS sowie Android und bleibt geräteunabhängig auf dem aktuellsten Stand. So können User mit ihrer Arbeit auf einem Gerät starten und diese auf einem anderen Device einfach weiterführen.

Weiterer Bestandteil ist Clipboard, das es ermöglicht, Inhalte per Copy & Paste zwischen verbundenen Geräten auszutauschen. OneDrive Files on Demand erlaubt den plattformübergreifenden Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Dateien, ohne diese herunterzuladen und Speicherplatz auf einem spezifischen Gerät belegen zu müssen.

Windows Story Remix

Die Universal-Windows-App Windows Story Remix läuft auf Basis von .NET und nutzt künstliche Intelligenz und Deep Learning, um Fotos sowie Videos zu organisieren und zu einer Geschichte zusammenzufügen. Medienelemente können dafür mit musikalischen, thematischen und cineastischen Elementen unterlegt werden. Nutzer können zudem durch das Hinzufügen von 3D-Objekten die hauseigene Mixed-Reality-Technologie nutzen oder die digitale Stifteingabe per Windows Ink für die Wiedergabe von Erinnerungen und Geschichten verwenden.

Windows für Entwickler

Microsoft möchte Windows und Visual Studio zum Zuhause für alle Entwickler machen – nicht nur für Anwendungen unter Windows, sondern auch für plattform- und geräteübergreifende Apps. Dazu wurden mehrere neue Tools für Windows-Entwickler angekündigt.

So werden .NET Standard 2.0 für UWP und XAML Standard im Rahmen des Herbst-Updates für Web-Anwendungen sowie C++, .NET und UWP Apps verfügbar. XAML Standard soll analog zum .NET Standard eine einheitliche Spezifikation liefern, damit Benutzeroberflächendefinitionen zwischen verschiedenen Plattformen ausgetauscht werden können.

Des Weiteren ist das Project Rome SDK ab sofort für iOS verfügbar – damit lässt sich Microsoft Graph in Anwendungen integrieren. Für UWP und Android ist das SDK bereits erschienen.

Eine weitere Neuerung ist der Xamarin Live Player, mit dem Entwickler ihre iOS-Anwendungen über einen Windows-PC bauen, testen und debuggen können. Für die Programmierung von nativen Apps für iOS wird künftig also nur Visual Studio und das iPhone benötigt.

Darüber hinaus hat Microsoft die Installation von Ubuntu erleichtert, indem es die Distribution im Windows Store verfügbar macht. Zudem arbeitet Microsoft mit SUSE Linux und Fedora Linux zusammen, um diese ebenfalls in den Windows Store zu bringen.

Visual Studio Mobile Center mit Support für UWP-Apps

Das Visual Studio Mobile Center, das Microsoft bei der Vorstellung auf der Connect(); 2016 als „mission control for your mobile apps“ bezeichnete, unterstützt ab sofort auch die Entwicklung von Universal Windows Platform (UWP) Apps. Bisher hatte es nur den Support für iOS- und Android-Apps gegeben (Swift, Objective-C, C# für Xamarin, Java und React Native). Dank des UWP-Supports können Entwickler nun ebenfalls das Set von Cloud- und Lifecycle-Diensten nutzen, um verschiedenste Aspekte ihrer UWP-Apps zu tracken und zu managen. Dazu gesellen sich Telemetriedaten und Mobile Analytics, Crash- und Test-Services sollen später in diesem Jahr folgen.
Neben dem UWP-Support erhält das Visual Studio Mobile Center folgende neue Features:

  • ein vereinfachtes Continuous-Integration- und Delivery-Setup für Apps: ab sofort können Entwickler auch Repositories von Visual Studio Team Services (VSTS), Bitbucket und GitHub verwenden
  • Support für XCUITest und Espresso, die plattformspezifischen Test-Frameworks für iOS and Android
  • mit dem neuen Distribute Service lassen sich Builds direkt in den App Stores oder in iTunes-Firmenportalen veröffentlichen
  • der neue Mobile Center Push Service ermöglicht Nutzer-Segmentierung und -Targeting basierend auf geografischen Analytics-Daten, Netzwerk-Providern oder Aktivität

Alle Infos im Detail gibt’s im dazugehörigen Blogpost.

Build 2017 – Keynote-Video von Tag 2

Ein Überblick über Microsofts Vision findet sich in der knapp zwei Stunden fassenden Keynote:

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