Microsoft sucht Early Adopters für mobile Technologien bei Dual-Screen-Geräten

Einladung an Entwickler: Progressive Web Apps sollen Dual-Screen-Geräte voranbringen
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Daniel Libby vom Microsoft-Team hat aktuelle Pläne zu Progressive Web Apps (PWA) bekanntgegeben. Für Geräte der neuesten Generation mit dualem Screen sollen PWAs neue Maßstäbe setzen. Aktuell läuft ein Call for Early Developers, an einem Standardmodell dieser Technologie mitzuwirken.

Daniel Libby vom Microsoft-Kernteam präsentierte bei der Microsoft-internen BlinkOn-11-Konferenz Ende November die aktuellen Pläne zur künftigen Funktionalität von Dual-Screen-Geräten. Progressive Web Apps (PWA) stehen als Technologie dafür im Fokus. Windows 10 und der neue Edge-Browser sollen standardmäßig PWAs unterstützen.

Wanted: Standardmodell für die Technologie von Dual-Screen-Geräten

Microsoft hat einen Call for Developers ausgerufen und lädt damit Entwickler als „Early Adopters“ ein, gemeinsam ein Standard-Modell für die Technologie von Dual-Screen-Geräten mitzuentwickeln. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Funktionalität von Webseiten und Apps auf Geräten der neuesten faltbaren Generation, der sogenannten „Foldables“. Die APIs zu diesem gemeinsamen Modell sollen auf das jeweilige Betriebssystem (Windows und Android) zugeschnitten sein.

Progressive Web Apps sind Webseiten und / oder Apps, die sich wie native Apps verhalten, auch wenn sie im Browser geöffnet werden. Die PWA-Technologie soll Webanwendungen speziell für mobile Geräte hervorbringen. Vorreiter der PWA-Entwicklung war zunächst Google, künftig sollen Progressive Web Apps auch fester Bestandteil des Microsoft-Kosmos sein. Microsoft betrachtet das Web als Plattform erster Wahl, um künftig Dual-Screen-Geräte anzusprechen. Die Technologie für Dual-Screen-Geräte zum Beispiel der kommenden Surface-Generation mit Windows 10X (Surface Neo, Surface Duo, Surface Pro X) soll PWA-tauglich entwickelt werden. Microsoft verwandelt gerade seine Web-Anwendung Outlook.com und Outlook on the Web in eine PWA.

PWA und Spanning sollen die Technologie der „Faltbaren“ vorantreiben

Das aktuelle Vorhaben wird firmenintern als „Dual Screen Enlightenment for the Web“ bezeichnet und knüpft an Pläne an, die Microsoft bereits vor rund zwei Jahren verkündet hatte. Nun rückt die Weiterentwicklung der Technologie progressiver Web-Apps (PWA) erneut ins Zentrum. Mit der Metapher „Enlightenment“ umreißt das Unternehmen zwei Anliegen: Benutzer sollen künftig ein überzeugendes App- und Web-Erlebnis auf faltbaren Geräten mit zwei Bildschirmen haben. Bei Bedarf sollen Apps der neuen Generation gesplittet werden können. Dadurch soll die neue Technologie einen Epochenwechsel einläuten: Geräte mit zwei Bildschirmen werden aktuell von Microsoft und anderen Herstellern als kommende neue Geräteklasse angekündigt.

Der Microsoft-Sprecher Libby verkündete erste Details: Die neue fließende Modalität von Apps, die zwischen zwei Screens aufgespannt werden können, soll „Spanning“ heißen. So, wie Microsoft nun die Entwicklung von PWAs speziell für Dual-Screen-Geräte vorantreibt und damit neue Maßstäbe setzen möchte, soll auch Windows 10 X ein speziell für diese Geräteklasse optimierte Variante des Windows-Betriebssystems sein und für andere Hersteller offen stehen. Die PWA-Technologie in Verbindung mit Windows 10 X könnte auch für faltbare Geräte anderer Hersteller richtungsweisend sein: Hersteller wie Asus, Dell, HP und Lenovo planen, 2020 ebenfalls Geräte mit Dual-Screen auf den Markt zu bringen.

Early Access für Dual-Screen-Developers

Daniel Libbys Präsentation mit anschließender Fragerunde wurde während der BlinkOn-11-Konferenz live aufgezeichnet, der Videomitschnitt steht im Netz. Die APIs für faltbare Geräte können auf GitHub eingesehen werden. Wer als Entwickler mitarbeiten möchte, kann sich ab sofort bewerben: Nähere Hinweise zum Dual-Screen-Developer-Projekt und zu den Teilnahmemodalitäten finden interessierte Entwickler im Blogpost von Kevin Gallo, dem Corporate Vice President der Windows Developer-Plattform. Eine praktische Einführung in das Thema PWA und einen Beitrag zum PWA-Offlinemodus finden Sie auch hier auf entwickler.de.

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