Tipps und Tricks rund um .NET und Visual Studio

Visual Studio: Den Überblick bei langen Fehlerlisten behalten
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Dr. Holger Schwichtenberg (MVP) teilt in der Kolumne „.NETversum“ sein Expertenwissen rund um .NET-Tools und WPF mit. In dieser Ausgabe geht es darum, den Überblick bei langen Fehlerlisten zu behalten.

Größere Umstellungsarbeiten (beispielsweise Versionswechsel bei verwendeten Komponenten oder andere Refactoring-Arbeiten) sind in Softwareprojekten immer mal wieder möglich.

Nach der Umstellung erscheinen anfangs typischerweise viele hundert, in meinem großen Projekt sogar viele tausend Fehlermeldungen in der Error List von Visual Studio. Das ist kein Grund zum Erschrecken: Viele Meldungen sind nur Folgefehler.

Mit folgender Strategie kriegt man auch lange Fehlerlisten nach dem Teile-und-herrsche-Prinzip in den Griff:

  1. Der Fokus sollte sich zunächst auf die unterste Schicht des Projekts, die Datenzugriffsschichten, richten. Alle anderen Projekte werden „entladen“ mit der Funktion Unload Projekt im Kontextmenü eines Projekts im Projektmappenexplorer. Dadurch wird Visual Studio diese Projekte nicht mehr kompilieren. Die Zahl der gefundenen Fehler sinkt deutlich. Man behebt dann erst alle Fehler in der Schicht, auf die man fokussiert hat.
  2. Anschließend lädt man eine Schicht nach der anderen wieder hinzu.
  3. Eine Alternative zum Entladen der Projekte wäre die Einrichtung eigener Projektmappen (.sln-Dateien) mit einer Teilmenge der Projekte. Das ist aber in der Regel etwas aufwendig und unflexibler.

In Visual Studio 2015 hat Microsoft als Alternative für die obige Vorgehensweise eine Filtermöglichkeit für Fehler eingebaut (Current Project, Open Documents, Current Documents und Entire Solution) (Abb. 1). Die obige Vorgehensweise bietet aber weiterhin einen individuellen Filter, den Visual Studio 2015 nicht bietet.

Abb. 1: Fehlerfilter in VS 2015

Abb. 1: Fehlerfilter in VS 2015

 

Buchempfehlungdotnet_praxis

In den vergangenen Jahren haben Dr. Holger Schwichtenberg und Manfred Steyer im „Windows Developer“ regelmäßig Tipps und Tricks aus ihrem Alltag als Softwareentwickler, Berater und Trainer für .NET- und webbasierte Anwendungen veröffentlicht. Das vorliegende Buch ist eine aktualisierte und deutlich erweiterte Zusammenfassung dieser Tipps und Tricks. Es umfasst sowohl das .NET Framework und seine zahlreichen Teilbibliotheken als auch die beliebte JavaScript-Bibliothek AngularJS sowie die Entwicklungsumgebung Visual Studio und ergänzende Werkzeuge.

Mehr Infos: www.entwickler-press.de/Dotnet-Praxis

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