Buchtipp: Sketchnotes - Handbuch und Arbeitsbuch

Sketchnotes für Profi-Entwickler – so gehts
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Besucher der BASTA! kennen bestimmt die Sketchnotes von Urs Enzler, bbv Software Services AG und Moderator des Agile Days, die er auf der Konferenz und bei anderen Gelegenheiten regelmäßig auf Twitter veröffentlicht. Wenn Sie sich gefragt haben, was außer Talent und Fleiß noch dazugehört, dann liefern die hier vorgestellten Bücher von Mike Rohde die Antwort und bieten einen Einstieg in die Grundlagen der Technik.

Skizzieren, nicht zeichnen oder malen

Der Autor ist ein Designer und beschäftigt sich im Alltag mit UIs, UX, Visual Design und Icon-Design für Mobile- und Webanwendungen. Mit dem Sketchnote-Handbuch hat er einen illustrierten Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen vorgelegt, in dem er aufbauend auf seinen Erfahrungen und denen vieler Mitstreiter auch dem ungeübten Zeichner den Einstieg in die Technik vermitteln kann. Und dabei geht es nicht darum, die Leser zu Künstlern zu machen, sondern zu guten Zuhörern, die durch einfache Skizzen in der Lage sein sollen, Vorträge, Ideen und Ereignisse für sich und andere schnell und praktisch festzuhalten. Das Buch ist durchgehend illustriert und bietet für sich genommen schon das beste Beispiel für seinen Gegenstand – hier stimmen Form und Inhalt überein. Ein Umstand, der auch mit der Nominierung zum German Design Award 2016 belohnt wird.

Einfache Grundformen und Strukturen

In sieben Kapiteln stellt Rohde alle grundlegenden Aspekte vor, die die Basis für Sketchnote bilden. Dazu gehört zunächst eine Einführung zum „Was und Warum“ von Sketchnotes, die nicht nur das Prinzip erklären, sondern auch gleich die ersten Zweifel nehmen, ob man selbst je so etwas erstellen kann. Nachdem das geleistet ist, kommt der Autor im dritten Kapitel nicht zum Zeichnen, sondern zum Zuhören. Denn das ist das Wesentliche. Schließlich geht es in Vorträgen, Meetings und Präsentationen darum, die wichtigsten Informationen zu erfassen und festzuhalten. Sketchnotes sind nur ein sehr praktisches Mittel dazu. Wem das einleuchtet, der wird sich den folgenden Kapiteln mit Motivation, Geduld und Freude widmen. Vom Werkzeug – den passenden Stiften und dem richtigen Papier – über die Struktur – dem einfachen Aufbau und den unterschiedlichen Typen von Sketchnotes – bis hin zu elementaren Formen und zur Typografie werden handwerkliche Fertigkeiten und Tipps präsentiert und auch Übungen dazu angeboten. Für den künstlerisch nicht sonderlich talentierten und eher nicht visuell orientierten Leser ist das fünfte Kapitel bestimmt das verblüffendste. Lernt man hier doch, wie sich die Welt dank der fünf Grundformen Quadrat, Kreis, Dreieck, Linie und Punkt vollständig abbilden lässt. Dazu lernt man noch ein „Vokabular“ von Symbolen zu erstellen und auch Gesichter oder Menschen in einfacher Form aufs Papier zu bringen.

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Übung macht den Meister

Hat man den Einstieg erst einmal geschafft, will man in der Regel auch besser werden. Da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, ist es auch hilfreich, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und so einzuüben, dass sie im richtigen Moment einfach abrufbar sind. Dazu hat Mike Rohde ein praktisches Arbeitsbuch gezeichnet, dass dem ambitionierten Sketchnoter helfen soll, sich zu verbessern: das Sketchnote-Arbeitsbuch mit fortgeschrittenen Techniken zum Erstellen visueller Notizen. Im ersten Kapitel finden sich hier noch einmal eine Zusammenfassung der Grundlagen aus Band 1, und in den nachfolgenden Kapiteln werden ergänzende Tipps für den praktischen Einsatz zur Ideenfindung, Projektplanung, Dokumentation oder zum Festhalten von Reiseerlebnissen, Rezepten oder kulturellen Ereignissen geboten – Best Practices und Pattern für jede Situation.

Alles in allem sind die beiden Bücher eine kurzweilige Lektüre, die hilft, auch aus langweiligen Meetings noch etwas Ansehnliches zu machen. Denn sie sind eine Einladung zum genauen Zuhören, Spielen, Experimentieren, Konzentrieren und Freisetzen ungeahnter Talente mit praktischer Zielsetzung – also einfach auf der nächsten Konferenz ausprobieren!

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Aufmacherbild: Hand drawn business ideas von Shutterstock / Urheberrecht: Sergey Nivens

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