Open Source Toolkit für Deep Learning verlässt Betastadium

Microsoft veröffentlicht Cognitive Toolkit 2.0
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Microsoft hat das Cognitive Toolkit in Version 2.0 veröffentlicht. Das Toolkit findet bei Microsoft in der KI-Forschung Anwendung, steht ab sofort aber auch der Allgemeinheit über eine Open-Source-Lizenz zur Verfügung.

Das Open Source Cognitive Toolkit ist in Version 2.0 erschienen und wurde für den Einsatz in Microsofts Forschung in den Bereichen Deep Learning und künstliche Intelligenz entwickelt. Bereits 2016 war die Betaversion erschienen, den Release Candidate hatte Microsoft vor zwei Monaten veröffentlicht. Jetzt hat das Unternehmen die Major-Version 2.0 allgemein verfügbar gemacht. Cognitive Toolkit 2.0 bringt für Deep-Learning-Projekte in Entwicklungs- oder Enterprisekontexten eine Vielzahl neuer Features mit. Sie sollen Deep-Learning-Prozesse optimieren und die nahtlose Integration des Toolkits in das weitere KI-Ökosystem sicherstellen.

Neue Features in Cognitive Toolkit 2.0

Mit dem Update auf 2.0 erhält Cognitive Toolkit als neues Feature beispielsweise Support für Keras, eine Python-basierte Open-Source-Bibliothek für neuronale Netze. Laut Chris Basoglu, einem der an der Entwicklung beteiligten Ingenieure bei Microsoft, könne für Keras geschriebener Code nun von der Schnelligkeit der Performance profitieren, die das Cognitve Toolkit zur Verfügung stellen könne. Dafür müsse der Code nicht einmal geändert werden. Toolkit Support für Keras ist zur Zeit als Public Preview erhältlich.

Weitere Features sind außerdem Java Language Bindings für Model Evaluation und neue Tools für die Komprimierung von Trained Models. Letztere sollen dann auch auf ressourcenbeschränkten Devices wie Smartphones in Echtzeit laufen und für Anwendungen wie Gegenstandserkennung genutzt werden können.

KI-Technology – für alle und überall

Cognitive Toolkit ist Teil von Microsofts Vorhaben, KI-Technologien für jeden und überall verfügbar zu machen. Zusätzlich zum neuen Release des Toolkit steht Entwicklern eine Suite an Cloud-Computing-Anwendungen über Microsoft Azure zur Verfügung, die sie nutzen können, um ihre Machine Learning APIs zu deployen.

Gute Gründe für Cognitive Toolkit 2.0

Zwar soll Microsofts Cognitive Toolkit das schnellste sich auf dem Markt befindende Deep Learning Framework sein. Dennoch rangiert es bisweilen nur auf Platz drei der beliebtesten Deep Learning Toolkits auf GitHub – hinter TensorFlow und Caffe. Microsoft hingegen ist überzeugt von der Performance und den Funktionen seines Toolkits und bemüht sich daher natürlich um seine Verbreitung unter Entwicklern und in der Research Community.

Entwickler können den Code für das Toolkit auf GitHub finden. Es empfiehlt sich allerdings, ganz zu Anfang erst einmal die Release Notes anzusehen, und nicht überstürzt loszulegen.

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