Tests parallel durchführen – mit Visual Studio Test Platform

Microsoft stellt VSTest Open Source
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Microsoft bleibt seiner Open-Source-Politik treu: Das Unternehmen hat jetzt seine Unit-Test-Execution-Infrastruktur Visual Studio Test Platform (VSTest) quelloffen zur Verfügung gestellt.

Die Visual Studio Test Platform wird von Microsoft dazu eingesetzt, Tests in verschiedenen Sprachen ablaufen zu lassen, Diagnosedaten zu sammeln und die Ergebnisse zu übermitteln.

VSTest, die Kurzform von Visual Studio Test Platform, ist in Visual Studio integriert und Teil der .NET Core Tools. Die Plattform kann zum Aufspüren von Tests genutzt werden und kann diese gleichzeitig über verschiedene Kerne hinweg laufen lassen. Dabei handelt es sich um eine erweiterbare Plattform, die mit Tests in jeder Sprache (bspw. C#, C++, JavaScript und Python) sowie diversen Testing-Frameworks wie NUnit, xUnit, Google Tests oder Jasmine zurechtkommt. Zudem bietet VSTest Erweiterungsmöglichkeiten für Code Coverage, Test-Impact-Analyse, Datenerfassung und Testergebnisreporting.

VSTest – das steckt dahinter

VSTest besteht aus vier Hauptkomponenten:

  1. Test Runner: ein Befehlszeilenprozess, der einen Test-Container mit Einstellungen hinsichtlich der auszuführenden Tests erhält (die Runtime, Hardware-Architektur, eingesetztes Test-Framework etc.). Der Runner erzeugt andere Prozesse, die von der Plattform genutzt werden.
  2. Test Execution Host: ein Prozess, der den Test-Container lädt und Tests ausführt
  3. Data Collector Host: ein weiterer Prozess, der die Test-Execution-Data-Listeners enthält
  4. IDE/Editor: das Tool, das vom Entwickler zum Auslösen von Testläufen eingesetzt wird

Microsoft hat derzeit den Runner und Execution-Host-Prozess Open Source verfügbar gemacht, in den nächsten Monaten sollen weitere Teile der Plattform folgen. Für eine Offenlegung geplant sind die Data-Collection-Infrastruktur, das Protokoll für die Kommunikation mit der IDE, Support für UWP-Applikationen und die Möglichkeit, die CLI-Integration mit verschiedenen Testing-Frameworks zu konfigurieren.

Brian Harry, Vice President for Cloud Developer Services, zeigt in einem Diagramm die momentan quelloffen zur Verfügung stehenden Teile von VSTest (gelb hinterlegt):

© Microsoft

© Microsoft

Wer schon Unit Testing in Visual Studio nutzt, greift sehr wahrscheinlich bereits auf diese Infrastruktur zurück. Gleiches gilt für Nutzer der Unit-Testing-Möglichkeiten der .NET-Core-Previews. Derzeit ist das Projekt VSTest noch nicht für Contributions offen, das soll sich aber in Kürze ändern.

Übrigens wurden mit diesem Release keine neuen Adapter Open Source gestellt, da Microsoft die wenigsten selbst entwickelt hat. Allerdings arbeiten die Redmonder selbst am viel genutzten Framework MSTestV2, das in Kürze ebenfalls quelloffen erscheinen soll.

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