BASTA! Spring 2016: Neue Anforderungen in Sachen Architektur, Testing und Sprache

Mobilität von Anwendungen, Scrum & Co. – aktuelle Trends und Herausforderungen
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Heute gab es eine bunte Mischung an Themen auf der BASTA! Spring: Wie sich Anwendungen auf mobile Geräte aller Art ausdehnen lassen, zeigte zum Beispiel der Modern Business Applications (MBA) Day. Außerdem bekamen Entwickler konkrete Ideen zur Prozessoptimierung in Sachen Qualitäts- und Testmanagement an die Hand und erhielten jede Menge Best Practices im Umgang mit C#.

Fokus auf Mobilität von Anwendungen

Welche Anforderungen Nutzer an Geschäftsanwendungen stellen, hat sich seit einiger Zeit stark gewandelt. Einfach einen WPF-Client zu entwickeln und die Benutzer damit an ihre Desktops zu fesseln, reicht in den meisten Fällen nicht mehr aus. Schließlich wird heutzutage über die unterschiedlichsten Geräte auf Firmendaten zugegriffen. Großes Thema auf dem Modern Business Applications (MBA) Day war heute deswegen, wie HTML5 und JavaScript – auch, bzw. gerade für .NET-Entwickler – die Reichweite von Applikationen auf mobile Geräte aller Art ausdehnen kann.

Vor allem eine Erkenntnis konnten Entwickler mitnehmen: Die Entwicklungen rund um mobile Anwendungen und Devices sowie Cloud Computing bedeuten für viele Softwareprojekte ein Umdenken, vor allem in der Architektur. „Wer das heute ignoriert, könnte sich morgen in Kalamitäten befinden“ meint dazu Christian Weyer, Thinktecture AG. Um das zu vermeiden, hat man keine andere Wahl, als sich den neuen Anforderungen zu stellen: Wie bekomme ich zum Beispiel eine leichtgewichtige Integration eigener Systeme mit interoperabler Kommunikation gestemmt? Und wie kann ich Daten von meinen Services mittels Real-Time-Webkommunikation in meine Clients hinein pushen? Genau diesen Fragen widmete sich Weyer in seiner Session „Leichtgewichtige Architekturen mit ASP.NET Web API und SignalR“.

Scrum: „Was für den einen spannend ist, ist für den anderen bedrohlich“

Auf dem Test & Quality Day gab es darüber hinaus einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Aspekte modernen Qualitäts- und Testmanagements – mit vielen konkreten Ideen, wie sich eigene Prozesse optimieren lassen. Tipps gab es etwa für die enge Zusammenarbeit in Scrum-Teams, die in der Regel zu Veränderungen im Rollenverständnis der Beteiligten führt. „Was für den einen spannend ist, ist für den anderen bedrohlich“, weiß Frank Düsterbeck, HEC GmbH, aus eigener Erfahrung. Denn alle Mitglieder eines Scrum-Teams müssen aus ihrer Komfortzone raus, und das schafft Raum für alte und neue Konflikte. In seinem Vortrag „Gemeinsam Qualität produzieren“ beleuchtete er die notwendigen Veränderungen und stellte Herausforderungen und Chancen gegenüber.

Funktionale Programmierung in C#

Ein weiterer Special Day befasste sich mit Themen rund um C#: Die Programmiersprache entwickelt sich mal wieder weiter und bleibt für .NET-Entwickler auch weiterhin wichtig und relevant. Auch hier müssen sich Entwickler jedoch auf Neuerungen einstellen: Funktionale Ideen halten Einzug in die Programmierung – in C# und auch in anderen Sprachen. Laut Oliver Sturm, DevExpress, ist oftmals aber noch immer unklar, was das jenseits der Anwendung von LINQ eigentlich bedeutet. In seinem heutigen Talk hat er einige der wichtigsten Ansätze und Highlight der funktionalen Programmierung in C# demonstriert und stellte unter anderem „Tackling Monads“ vor, eine Typklasse, die Entwicklern in diesem Kontext wohl noch öfter unter kommen wird.

Zehn Dinge, die man über JavaScript wissen muss, gab es außerdem von Christian Wenz, Arrabiata Solutions GmbH, an die Hand. In seiner Session klärte er zum Beispiel darüber auf, wie das mit der Ladereihenfolge im Browser eigentlich funktioniert, welche Werte „truthy“ sind und wie man JavaScript-Code schreibt, der sich optimal komprimieren lässt.

Alles in allem wurde deutlich: Die Welt wird für Entwickler immer größer – neue Chancen tun sich auf, gleichzeitig aber auch neue Anforderungen und Herausforderungen. Für Entwickler gilt es also, stetig auf dem Laufenden zu bleiben und sich weiterzuentwickeln. Und was bietet sich dafür besser an, als das Programm der BASTA! Spring.

Schnell und überall: Datenzugriff mit Entity Framework Core 2.0

Dr. Holger Schwichtenberg (www.IT-Visions.de/5Minds IT-Solutions)

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Christian Nagel (CN innovation)

 

Aufmacherbild: Turtle with a rocket propulsion to go faster von Shutterstock / Urheberrecht: cunaplus

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