Microsoft stellt stabilen PowerShell 7.0 Release Candidate vor

Go live!: PowerShell 7.0 Release Candidate steht bereit
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PowerShell 7.0 steht als Release Candidate (RC) bereit. Es handelt sich um eine „Go live“-Version mit offizieller Empfehlung für den produktiven Einsatz.

Nach sechs Previews ist es soweit: PowerShell 7.0 steht als Release Candidate (RC) bereit. Dies ist ein „Go live“-Release, das bereits offiziell unterstützt wird. Das finale Release mit General Availability (GA) ist für Januar angekündigt, wobei Microsoft den Termin noch einmal verschieben könnte. In dem Fall gäbe es noch einen zweiten Release Candidate (RC2).

Bis zum finalen Release von PowerShell 7 (GA) können Entwickler bereits den aktuellen Release Candidate zur Produktion ihrer Projekte einsetzen. PowerShell 7 ist abwärtskompatibel und kann auch parallel zu Windows PowerShell genutzt werden.

PowerShell (alias „PowerShell Core“) ist der Nachfolger von Windows PowerShell. Mit PowerShell 7 (RC) kann man per Remote-Zugriff mit Cmdlets unter anderem Windows-Server verwalten. PowerShell 7 (RC) ist für .NET-Entwickler attraktiv, da man mit diesem Framework per Kommandozeile in einer einzigen Skriptsprache (eben PowerShell) plattformübergreifend .NET-Anwendungen schreiben kann. Für .NET-Entwickler von Interesse: PowerShell 7 ist kompatibel mit .NET Core 3.1 (LTS).

Änderungen bei PowerShell 7.0 (RC)

Der neue Release Candidate von PowerShell 7.0 beinhaltet zahlreiche Verbesserungen:

Plattformübergreifende Zusammenarbeit mit dem .NET-Team: Die Entwicklung von PowerShell 7.0 lief Hand in Hand mit der Entwicklung der .NET-Core-3.0- und 3.1-Vorschauen. Diese enge Abstimmung soll auch für die neuen Features von .NET 5 im kommenden Jahr 2020 fortgesetzt werden. PowerShell 7 soll dadurch besonders kompatibel mit .NET-Core sein. Auf Wunsch des .NET-Teams wurde PowerShell auch in die Docker-Container des .NET-SDK integriert. Dadurch können Entwickler .NET-Anwendungen plattformübergreifend schreiben, testen und ausliefern. Laut Microsoft verlaufe der Umstieg auf höhere .NET-Core-Versionen deshalb seit .NET Core 3.1 bei PowerShell reibungslos.

Docker-Container-Image im .NET-SDK: PowerShell Core ist seit .NET Core 3.0 in den Docker-Images im Software Development Kit (SDK) von .NET Core bereits enthalten. Künftige Image-Updates sollen ebenfalls synchron zu den .NET-Lebenszyklen laufen.

.NET-Global-Tools: Entwickler, die das .NET-SDK bereits installiert haben, können mit den neuen .NET-Global-Tools einige NuGet-Pakete wie eine volle Anwendung installieren. Mit dem Cmdlet dotnet tool install --global powershell ist dies auf jedem Betriebssystem möglich. Mit dem Cmdlet dotnet tool update --global powershell kann man PowerShell auf neue Versionen aktualisieren.

Das PowerShell Global Tool kann direkt bei NuGet heruntergeladen werden. Bis zum finalen Release der Version PowerShell 7 (GA) muss das Tool mit folgendem Cmdlet installiert werden: dotnet tool install --global PowerShell --version 7.0.0-rc.1

Entwickler, die von einer älteren Version aus upgraden, können folgendes Cmdlet verwenden:
dotnet tool update --global PowerShell --version 7.0.0-rc.1

PowerShell ist ein plattformübergreifendes Framework von Microsoft, das als Open Source-Projekt auf GitHub gehostet wird. Entwickler können auf GitHub Feedback zu PowerShell 7 geben Program Manager Joey Aiello von Microsoft ermutigt ausdrücklich dazu, da das Framework im Januar 2020 auf das finale Release zusteuert.

Weitere Informationen

Alle Details zum Release Candidate von PowerShell 7 stehen in den Release Notes im Blogpost des Developer-Blogs. Dort finden interessierte Entwickler auch eine Linkliste zu den vergangenen Previews. Hinweise zur Installation stehen auf der PowerShell-Seite von Microsoft. Über die Preview-Versionen haben wir hier auf entwickler.de berichtet.

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