Secure-Shell (SSH)-Support für Windows rückt näher

SSH-für-Windows-Code jetzt Open Source
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Seit Juni 2015 arbeitet Microsoft in Zusammenarbeit mit dem Open-Source-Projekt OpenSSH daran, Windows mit einem nativen SSH-Support auszustatten. Jetzt kann der Softwarekonzern einen Meilenstein verzeichnen, der dieses Vorhaben deutlich vorantreibt.

Im Juni 2015 verkündete Microsoft, Windows mit einem nativen Secure-Shell (SSH)-Support ausstatten zu wollen. Um dieses Ziel umzusetzen, setzt das PowerShell-Team bei Microsoft nicht etwa auf eine eigene Implementierung des Standards, sondern auf die enge Zusammenarbeit mit dem Open-Source-Projekt OpenSSH. Auf diese Weise will man sicherstellen, dass PowerShell zukünftig sichere Verbindungen nativ unterstützt und mögliche Optimierungen am Protokoll auch an die Open-Source-Community zurückfließen. Auf welchem Stand sich das Projekt aktuell befindet, verrät Steve Lee, Principal Software Engineer Manager, jetzt via Blogpost.

Neuer Meilenstein in Sachen „SSH für Windows“

Von allen verfügbaren Optionen, OpenSSH auf die Windows-Plattform zu bringen, stach Lee zufolge vor allem die Arbeit von NoMachine heraus, auf die das PowerShell-Entwicklerteam daher den Fokus setzte. Der NoMachine-Port basiert allerdings auf OpenSSH 5.9, weshalb das Team seit Juni hauptsächlich damit beschäftigt war, den Port in Zusammenarbeit mit NoMachine mit OpenSSH 7.1 zu synchronisieren.

Dieses Vorhaben ist jetzt gelungen: Ab sofort steht der entsprechende Code offiziell auf GitHub bereit. Entwickler können ihn nicht nur einsehen, sondern natürlich auch eigene Beiträge leisten, um ihn zu erweitern und zu verbessern. Microsoft selbst will die Zusammenarbeit mit NoMachine zukünftig fortsetzen. Lee begründet diese Entscheidung damit, dass sich der Code noch in der frühen Entwicklung befindet. Daher rät er Entwicklern, den Code auf dem jetzigen Stand als Developer-Preview zu behandeln, für den produktiven Einsatz sei er noch nicht geeignet.

Via Blogpost hat Lee auch die Roadmap für das Projekt veröffentlicht, die die nachfolgenden Punkte beinhaltet (Punkt eins ist bereits abgehakt):

  1. Update NoMachine port to OpenSSH 7.1 [Done]
  2. Leverage Windows crypto api’s instead of OpenSSL/LibreSSL and run as Windows Service
  3. Address POSIX compatibility concerns
  4. Stabilize the code and address reported issues
  5. Production quality release

Momentan geht es demnach insbesondere darum, einen Windows-Port von OpenSSH mit Full-Feature-Parität und Interoperabilität bereitzustellen. Die ersten fünf Punkte der Liste will Microsoft Lee zufolge noch innerhalb der ersten Jahreshälfte von 2016 abschließen. Alle weiteren Infos gibt´s im PowerShell-Blog.

Aufmacherbild: Closed Padlock on digital background von Shutterstock / Urheberrecht: deepadesigns

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