Neue Windows-10-Preview bringt Messaging-App mit Skype-Unterstützung

Windows 10 Build 10565 bringt neue Features auf den Desktop
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Es ist so weit: Microsoft hat einen neuen Test-Build von Windows 10 in den Fast Ring geschossen. Nein, nicht von Windows 10 Mobile, dafür aber für den PC. Die neue Desktopversion bringt einige neue Features und Verbesserungen mit, darunter die neue Messaging-App und die Tab-Vorschau im Microsoft-Edge-Browser.

Microsoft nimmt seine neue Software-as-a-Service-Strategie Ernst: Knapp drei Wochen nach Veröffentlichung von Build 10547 bringt der Softwarekonzern jetzt eine neue Preview-Version von Windows 10 für den Desktop an den Start. Welche Neuerungen mit Build 10565 einhergehen, hat Windows-Insider-Chef Gabe Aul im Windows-Blog zusammengefasst.

Neue Messaging-App

Mit an Bord des Test-Builds ist die neue Messaging-App mit Skype-Unterstützung für den Versand von Textnachrichten. Für Anrufe steht zukünftig die Phone-App bereit, während für die Video-Telefonie die separate Skype-App benötigt wird. Aul zufolge soll die Skype-Unterstützung – sobald Windows 10 Mobile verfügbar ist – auch auf Smartphones funktionieren und über 3G- und 4-G-Netzwerke sowie über Wi-Fi auf Tablets und PCs genutzt werden können.

Eingehende Nachrichten werden Aul zufolge jetzt im Action Center angezeigt und können dort über eine Schnell-Antwort-Funktion bearbeitet werden, ohne dass zunächst die Skype- oder Messaging-App geöffnet werden muss. Da es sich um eine frühe Preview der in Windows 10 integrierten Skype-Unterstützung handelt, müssen Tester noch mit einigen Fehlern rechnen, auch ist der volle Funktionsumfang noch nicht gegeben. Über monatliche Updates soll die Skype-Unterstützung aber nach und nach weiter ausgebaut werden.

Tab-Vorschau in Microsoft Edge

Auch die Tab-Vorschau-Funktion im Microsoft-Edge-Browser ist Teils des aktuellen Releases. Damit soll es möglich sein, mit der Maus über Tabs zu hovern und so eine Vorschau auf die jeweiligen Inhalte der Webseiten zu erhalten.

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Quelle: Microsoft

Zusätzlich gibt es das neue Syncing-Feature, das es Nutzern ermöglichen soll, Favoriten und Einträge in der Leseliste mit anderen Geräten zu synchronisieren. Auch diese Funktion steckt noch in den Kinderschuhen und liegt derzeit nicht in finaler Version vor – noch besteht also die Chance, Feedback hierzu einfließen zu lassen.

Cortana-Verbesserungen

Darüber hinaus hat Cortana einige Verbesserungen erfahren. Ab sofort soll der digitale Sprachassistent vom Nutzer „handschriftlich“ angefertigte Notizen intelligent verstehen und bearbeiten können. Kommt etwa bei Surface-Pro-4-Nutzern der Eingabestift Microsoft Pen zum Einsatz, soll Cortana in der Lage sein, die Notizen praktisch zu lesen und daraus Informationen zu Orten, Zeiten und Zahlen zu ziehen. Auf dieser Basis sollen sich zum Beispiel Termine und Ähnliches anlegen lassen.

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Cortana kann jetzt praktisch lesen, Quelle: Microsoft

Daneben hat Cortana verschiedene neue Funktionen spendiert bekommen. Beispielsweise sammelt der Sprachassistent jetzt anhand von E-Mail-Buchungsbestätigungen Informationen zu Kino- und Konzertbesuchen. Zwei Stunden vor dem Event liefert Cortana dann hilfreiche Infos dazu, wo und wann der Nutzer eintreffen muss. Einhergehend damit ist es nun auch möglich, in den USA Buchungen für den Fahrdienst Uber direkt aus Cortana heraus vorzunehmen.

Titelleisten in Farbe und neue Symbole

Basierend auf Nutzerfeedback hat sich das Microsoft-Entwicklerteam außerdem die Benutzeroberfläche von Windows 10 vorgenommen. Die Titelleisten von Fenstern wurden an das restliche Design angepasst und werden jetzt in der vollen Farbintensität dargestellt. Zwar erscheinen die Titelleisten damit nun etwas dunkler, das kann aber von Anwendern je nach Bedarf über Einstellungen> Personalisierung > Farbe angepasst werden.

Zudem gibt es eine Reihe neuer Icons. Allen voran hat der Registry Editor von Windows ein neues Symbol erhalten das so aussieht:

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Ändern des Produktschlüssels

Als Reaktion auf das Feedback von Insidern hat Microsoft darüber hinaus eine funktionale Änderung vorgenommen. Ab sofort soll es leichter sein, Windows 10 auf Geräten zu aktivieren, die im Zuge des kostenlosen Upgrade-Angebots für PCs, die mit Windows 7, 8 oder 8.1 erworben wurden, aktualisiert wurden. Wird das aktuelle Build nach Installation auf einem PC nicht automatisch aktiviert, kann nun der Produktschlüssel eingegeben werden, der beim zuvor ausgeführten Betriebssystem genutzt wurde. In Einstellungen findet sich unter Update und Sicherheit > Aktivierung dann die Option, den Produktschlüssel zu ändern, um Windows 10 manuell zu aktivieren.

Das Ganze funktioniere auch bei einer Neuinstallation von Windows 10 während des Setups-Vorgangs. Mehr Informationen hierzu hält Microsoft im Surface Hub bereit.

Neben den genannten Änderungen hat Microsoft natürlich auch diverse Bugfixes vorgenommen. Informationen dazu gibt es im Windows-Blog. Hier finden Interessierte auch genauere Details zu allen Neuerungen sowie bekannte Probleme, die auch in dieser Vorschauversion nicht vollends ausbleiben.

Aufmacherbild: hands adds to the gear mechanism von Shutterstock / Urheberrecht: Who is Danny

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