Eröffnungskeynote der BASTA! Spring 2017

Veränderung in der IT – notwendiges Übel oder Chance?
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Veränderung gehört in der IT zur Normalität, aber nicht immer passiert sie so schnell wie im Moment – gerade auch im Microsoft-Umfeld. Was macht man, wenn die Möglichkeiten zur Veränderung wachsen, wie erkennt man die Notwendigkeit, die Veränderung mitzugehen, und wie verändert man sich als Entwickler und Unternehmen überhaupt?

Muss man wirklich jeden Hype mitmachen und jede neue Technologie mitnehmen?

Genau diese und viele weitere Fragen lockten heute morgen zahlreiche Teilnehmer in die Eröffnungs-Keynote der BASTA! Spring 2017, die in diesem Jahr erstmalig im Marriott Hotel Frankfurt stattfindet.

Veränderung als Chance

Wie prüft man, welche Vorteile sich auftun, und wie erkennt man offensichtliche Nachteile? Manchmal ist ein bisschen Beharrungsvermögen und Sturheit doch auch nicht schlecht. Oder ist der Ruf nach Veränderung das reine Ärgernis?

Mirko Schrempp, Redakteur des Windows Developer, stimmte das BASTA!-Spring-Publikum auf die aktuellen Tendenzen im IT- und im Besonderen im Microsoft-Umfeld ein. Hier ist man beinahe täglich mit Veränderungen konfrontiert: So ist .NET gerade 15 Jahre alt geworden, Microsoft hat sich hin zu einem Open-Source-Konzern gewandelt und Windows 10 wird stetig mit Updates versorgt.

Veränderung lässt sich als Herausforderung und gleichzeitig als Chance für Entwickler und Anwender sehen. Denn neue Features können mittlerweile schneller implementiert werden, was vor allem für den Nutzer erfreulich ist.

Die IT verändert aber nicht nur sich selbst und ihre Strukturen ständig, sondern wirkt sich auch auf andere Branchen aus. Ein spannendes Beispiel dafür ist etwa Uber, das die Taxi-Industrie durch den Einsatz von neuer Software umgekrempelt hat. Besonders im Microsoft-Umfeld findet Veränderung sehr schnell und umfassend statt, so Schrempp.

BASTA! 2021

Neuerungen in .NET 6.0 – das eine .NET, sie alle zu beherrschen

mit Dr. Holger Schwichtenberg (DOTNET-DOKTOR)

C# Workshop: — was kommt Neues mit C# 10 und .NET 6?

mit Rainer Stropek (timecockpit.com)

Funktionaler Code mit C# 9

Oliver Sturm (DevExpress)

 

Revolution statt Evolution

An den drei beispielhaften Themen Angular, Docker und Conversational UI diskutierten Manfred Steyer (www.SOFTWAREarchitekt.at/www.IT-Visions.de), Rainer Stropek (oftware architects/www.IT-Visions.de) und Roman Schacherl (softaware gmbh) gemeinsam mit Schrempp die technologischen und persönlichen Gründe, die sie über die Jahre immer wieder dazu bewogen haben, ihre Arbeitsweise, die Arbeit ihrer Kunden und sich selbst zu verändern.

Manfred Steyer erklärte dem BASTA!-Publikum, was ihn dazu gebracht hat, Angular einzusetzen. Die Entscheidung fiel bereits in der Post-PC-Ära, in der es darum ging, Software auf alle möglichen Endgeräte und Plattformen zu bringen. Da er schon immer JavaScript nutzt, war die Entscheidung einfach. Unterstützung bei der Arbeit mit JS bieten Frameworks. Doch wie kann man diese eigentlich sinnvoll auswählen und einsetzen?

Im .NET-Umfeld gab lange Zeit Microsoft das Framework der Wahl vor. Doch jetzt ist viel mehr möglich: Steyer setzt strategisch auf Angular. Gründe dafür sind der dahinterstehende große Player Google, die große Community (v1: 1,2 Mio. Entwickler, v2: schon 600.000 Entwickler trotz kürzerer Lebensdauer) und die weite Verbreitung. Herausforderungen, denen man sich bei der Wahl eines neuen Tools stellen muss, sind Paradigmenwechsel, bestehende Konzepte, Ökosystem, Architektur und das Projektsetup.

Mirko Schrempp (re.) mit (von links) Roman Schacherl, Rainer Stropek und Manfred Steyer

Mirko Schrempp (re.) mit (von links) Roman Schacherl, Rainer Stropek und Manfred Steyer

Rainer Stropek legte den Fokus auf Cloud, Container & Co. Eingangs stellte er die These auf, dass Veränderung Evolution bedeutet, aber oft auch Revolution. Doch dafür sind Überlegungen notwendig: Wie nutzen eigentlich unsere Kunden Software? Und wie können wir sie liefern? Die Antwort für Stropek lautet: SaaS!

Aber was ist denn mit dem Datenschutz, den Kosten und dem Prozess der Softwareerstellung? Ab in die Cloud! Auch PaaS und Microservices gehören für Stropek zur Weiterentwicklung dazu. Man sollte viel öfter den Schritt wagen und etwas ausprobieren, quasi die Fundamente der Softwareentwicklung verändern, anstatt Angst vor Veränderung zu haben.

Roman Schacherl startete mit der Aussage „Software wird menschlicher“. Denn es ändert sich derzeit viel: Die direkte Interaktion mit dem Nutzer über Conversational User Interfaces wird immer wichtiger. Ein Beispiel ist die Spracherkennung: Software wird mittlerweile genauso gebaut, wie Menschen untereinander agieren würden.

Eine andere Herangehensweise sind neue User Interfaces, wie sie die HoloLens bietet. Hier wird der Nutzer direkt über das UI angesprochen. Damit ergeben sich neue Herausforderungen für Entwickler: 3D, Animation, Physik, Sound und Eingabemethode müssen beachtet werden.

Fürs Leben lernen

In der anschließenden Diskussion wurde klar, dass man als Entwickler immer über den Tellerrand schauen muss. Denn Innovationen kommen oft aus Branchen, von denen man es nicht erwartet. Ein Beispiel dafür ist die Therapie, die schon lange mit Methoden und Tools arbeitet, die die Softwareindustrie gerade erst entdeckt.

Allen Besuchern der BASTA! Spring 2017 gaben die vier Sprecher folgende Tipps mit auf den Weg: geistig flexibel bleiben, immer neugierig sein und Neues ausprobieren! Man muss sich raus aus der Komfortzone bewegen und auch Experten aus anderen Bereichen dazu holen, um von ihnen zu lernen. Scheitern gehört dazu!

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