Visual Studio 2019 v16.5 – Preview 2 mit CMake und Linux-Unterstützung

Visual Studio 2019 v16.5 Preview 2 bringt Language Services und bessere Linux-Unterstützung mit CMake
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Preview 2 von Visual Studio 2019 Version 16.5 bringt verbesserte Features zur Cross-Platform-Entwicklung wie native Linux-Unterstützung und Language Services mit CMake mit. Eine Fülle weiterer Features wurde ergänzt.

Die zweite Preview von Visual Studio 2019 (Version 16.5) ist erschienen: CMake erhält Language Services und native Linux-Unterstützung, wodurch Visual Studio 2019 noch cross-platform-fähiger wird. CMake-Projekte können jetzt einfacher ergänzt, entfernt und umbenannt werden. Kommunikation mit dem Connection Manager ist per Kommandozeile möglich. Die Entwicklung mit C++ unter Linux ist nun außerdem konform zum US-amerikanischen Verschlüsselungs-Standard FIPS 140-2. Auch IntelliSense wurde verbessert.

Neues für CMake: Language Services

Bei der neuesten Visual Studio Preview sollen Language-Service-Features helfen, den Überblick zu bewahren: Die neuen Befehle wie Go To Definition und Find All References machen komplexe CMaker-Projekte übersichtlicher. Variablen, Funktionen und Ziele können in den Skript-Dateien nun deutlich leichter durchsucht werden, was Produktivität und Performance beim Arbeiten mit Visual Studio 2019 (Version 16.5) deutlich erhöhen soll.

Neu ist auch ein Werkzeug zur Interaktion mit dem ConnectionManager. Dieses Dienstprogramm kann Remote-Verbindungen per Kommandozeile hinzufügen und entfernen. Hierzu gibt es bei Microsoft eine detaillierte Dokumentation. Wichtig bei Remote-Verbindungen ist auch die Verschlüsselung: Zur Einrichtung einer sicheren Remote-Verbindung von Visual Studio zu Remote-Linux-Systemen gibt es eine ausführliche Anleitung.

Screenshot des C++-Entwicklerteams von Microsoft, CMake Languages Services in Visual Studio 2019, Version 16.5, Preview 2

CMake Languages Services in Preview 2 von Visual Studio 2019 (Version 16.5), Screenshot © Microsoft C++-Entwicklerteam

Linux-Kompatibilität: Beschleunigtes Debugging

Eine neue Routine greift bei der Synchronisierung von einem Windows-Desktop zu einem Remote-Linux-System: Visual Studio legt nun automatisch einen „Fingerabdruck“ an und speichert die jeweils zuletzt kopierten Quellen in einer Datei. Neu ist die automatisierte Optimierung des Kopierverhaltens, abgeleitet von der Anzahl der zuletzt veränderten Dateien. Die Veränderungen wurden per LLVM geprüft, sie beschleunigen den Workflow erheblich: Das Debugging von Objekten mit optimiertem Kopierverhalten der Version 16.5 dauerte lediglich 2 Sekunden, während nicht-optimierte Vorgängerversionen für denselben Vorgang noch zwischen 3 Minuten und 24 Sekunden benötigten.

Optimiertes Kopierverhalten ist nun die Standardeinstellung. Ohne Optimierung wird auch weiterhin eine volle rekursive Kopie von CMake-Root per rsync ausgeführt. Das Kopierverhalten kann individuell weiter angepasst werden. Hierzu müssen im Profil entsprechende Änderungen am Code vorgenommen werden:

“remoteCopyOptimizations” : {

“remoteCopyUseOptimizations”: “RsyncAndSftp”

“rsyncSingleDirectoryCommandArgs”: “-t”

}

Es gibt drei mögliche Einstellungen: Für remoteCopyOptimizations kann außer dem Standardwert RsyncAndSftp alternativ auch RsyncOnly oder None als Wert gesetzt werden. Der Wert „None“ führt dazu, dass die CMake-Root automatisch eine volle rekursive Kopie ausführt. Weitere Eigenschaften der Kopierquellen und Kopiermethoden können benutzerspezifisch angepasst werden. Für Linux gibt es eine Sammlung zusätzlicher Einstellungs-Möglichkeiten für Visual Studio 2019 (Version 16.5).

Die genannten Änderungen betreffen allesamt nur die Verbindung zu remote angebundenen Linux-Systemen. Für Linux-Untersysteme, die unter Windows betrieben werden (WSL – Windows Subsystem for Linux), können die Linux-Quelldateien bereits systemintern über das Windows-Dateisystem angesteuert werden, sodass keine zusätzliche Kopierroutine extra eingerichtet werden muss.

Native WSL-Unterstützung für separates Bauen und Ausliefern von Anwendungen

Bereits seit Version 16.1 von Visual Studio 2019 sind die Arbeitsabläufe für das Bauen und Ausliefern unter Remote-Linux separat. Diese Funktionalität wurde in Version 16.5 weiter ausdifferenziert: Es ist nun möglich, zum Beispiel eine Anwendung nativ unter WSL zu bauen und sie per Remote-Zugriff auf einem zweiten Linux-System über SSH auszuliefern bzw. zu debuggen. Die Verfahrensweisen hierbei sind unterschiedlich, je nachdem, ob das Projekt auf CMake oder MSBuild basiert. Genaue Anleitungen finden sich im Original-Blogpost von Microsoft.

Preview 2 von Visual Studio 2019 (Version 16.5) kann direkt bei Visual Studio heruntergeladen werden. Alle Details zu den neuen Features dieser Version  stehen im Blogpost des C++-Entwickler-Teams von Microsoft.

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