UWP-Tools-Aktualisierung für Visual Studio 2015 Update 3

Windows 10 Anniversary SDK jetzt verfügbar
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Windows 10 Anniversay ist da und seit kurzem steht nun auch das zugehörige Windows-SDK bereit. Aber auch die Universal-Windows-Platform (UWP)-Development-Tools für Visual Studio 2015 Update 3 wurden aktualisiert – insgesamt müssen sich Entwickler also auf einige Neuerungen rund um das Windows-10-Microsoft-Tooling einstellen. Ganz ohne Hilfe stehen sie dabei aber nicht da, denn um den Entwicklungsprozess zu erleichtern, stellt Microsoft nun verschiedene Tutorials bereit.

Gestern hat Microsoft den offiziellen Rollout von Windows 10 Anniversary gestartet – dem ersten großen Update von Windows 10 rund ein Jahr nach Veröffentlichung. Im Zuge dessen wird natürlich auch das entsprechende Microsoft-Tooling aktualisiert und so ist das Windows 10 Anniversary SDK ab sofort in der Version 14393 verfügbar. Damit stehen das SDK und der RTM-Build der neuen Windows-Version nun auf einer Stufe.

Visual Studio 2015 Update 3: UWP-Tool-Aktualisierung

Das Visual-Studio-Team hat darüber hinaus die Universal-Windows-Platform (UWP)-Development-Tools für Visual Studio 2015 Update 3 aktualisiert. Im Vordergrund der Neuerungen stehen Verbesserungen für den Store-Submission-Workflow, daneben wird jetzt auch das Deployment von großen Paketen unterstützt (unter anderem hilfreich bei umfangreichen Games für die XBox). Pete Faraday vom Visual-Studio-Team erläutert zudem:

By default, all projects created using Visual Studio 2015 will now target the new SDK, and users will be able to migrate their existing projects to take advantage of new APIs and features

Einhergehend mit dem UWP-Tool-Update gibt es außerdem erweitere Remote-Deployment-Optionen; von dieser Neuerung können insbesondere Spieleentwickler profitieren, die regelmäßig größere Änderungen an Spielen vornehmen.

Weitere Highlights des Releases sind:

  • Debugger-Verbesserungen: ab sofort ist es möglich, den Debugger direkt aus Visual Studio heraus an IoT-, Xbox- und HoloLens-Geräte anzufügen, die bereits in Betrieb sind. Weitere Verbesserungen betreffen das XAML-UI-Debugging.
  • Design-Support für indirekte Ressourcen: Indirekte Ressourcen können jetzt im XAML-Code angesehen und genutzt werden.
  • .NET-Native-1.4-Support: Bessere Runtime-Performance für XAML-Anwendungen und Unity-Spiele, die .NET Native 1.4 verwenden.

Außerdem gibt Microsoft den Startschuss für das Einreichen von Apps im Windows Store, die mithilfe des Windows-10-Anniversay-Update-SDKs erstellt werden. Alle weiteren Details zu den genannten Neuerungen finden Interessierte im Visual-Studio-Blog.

Windows 10 Anniversary: Hilfe bei der App-Erstellung

Das Visual-Studio- und das Windows-Hardware-Certification-Team haben sich zusammengetan, um Entwickler bei der Erstellung von Anwendungen für die Universal-Windows-Plattform zu unterstützen. Im Zuge der Zusammenarbeit stellen die Entwicklerteams neue Tutorials und Schritt-für Schritt-Anweisungen bereit.

Zwar hat sich das Vorgehen beim Erstellen und Deployen von UWP-Apps seit der Microsoft-Build-Konferenz 2016 nicht grundlegend geändert, allerdings sind mit dem Release von Windows 10 Anniversary einige neue Funktionen und Prozesse hinzugekommen, die Entwickler beim Bau von Anwendungen beachten sollten. Darunter zum Beispiel Cortana-Ergänzungen, das Windows-Ink-Feature und Pen-Support. Speziell was das Entwickeln mit der neuen Windows-SDK-Version anbetrifft, gibt es demnach einige Neuerungen, die vom Visual-Studio-Team im Beitrag „Building Universal Windows apps targeting the Windows 10 Anniversary SDK“ näher beleuchtet werden.

Auch was den Submission-Prozess anbetrifft, müssen sich Entwickler auf Neuerungen einstellen. Das Windows Hardware Lab Kit (HLK) wurde aktualisiert und unterstützt jetzt auch Windows-10-Version-1607 und Windows Server 2016; die neue HLK-Version kann im Hardware Dev Center heruntergeladen werden.

Ebenfalls angepasst wurden die Kompatibilitätsrichtlinen, hierzu schreibt das Hardware-Team:

For the first 90 days after the release of Windows 10, version 1607, OEMs looking to achieve Compatibility for systems shipping Windows 10, version 1607 may factory-install drivers for components that achieved Compatibility with Windows 10, version 1511. After 90 days, OEMs looking to achieve Compatibility for systems shipping Windows 10, version 1607 can factory-install only drivers for components that achieved Compatibility with Windows 10, version 1607.

This is not applicable to OEMs certifying for Windows Server 2016, as all components within the system must be certified for Windows Server 2016 to be considered compatible.

Ausführlichere Informationen zum neuen Submission-Prozess gibt es im Windows-Hardware-Certification-Blog.

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