Das Fall Creators Update ist da!

Windows 10 Fall Creators Update: Das sind die Neuerungen
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Heute Abend beginnt der Rollout des Windows 10 Fall Creators Updates. Wir geben euch einen Überblick über die Neuerungen für Entwickler, die das Update mitbringt.

Das Windows 10 Fall Creators Update bringt ein neues SDK mit und implementiert den .NET Standard 2.0. Auch das UWP Community Toolkit 2.0 wurde bereits auf die ab heute Abend verfügbare Version von Windows 10 angepasst. Im Rahmen der Einführung Fluent Designs wurden außerdem UI-Elemente des Betriebssystems überarbeitet; auch UWP-Apps können künftig diesen Designstandards folgen. Wir geben einen Überblick über die vielfältigen Neuerungen.

Fall Creators Update: SDK

Auf dem jährlich veranstalteten Developer Day hat Microsoft die Verfügbarkeit der Windows 10 Fall Creators Update SDK verkündet. Bereits im Mai dieses Jahres hatte das Unternehmen auf seiner Konferenz, der Microsoft Build 2017, vorgeführt, dass die SDK für das Windows 10 Creators Update Entwicklern tausende neue Funktionalitäten und Verbesserungen bescheren werde. So sollen Entwickler die Möglichkeit bekommen, neue Anwendungen zu erstellen oder bestehende zu updaten und dadurch neue Anwendungen für den modernen Arbeitsplatz zu erschaffen. Die neue SDK ist ab Version 15.4 in Visual Studio enthalten.

Das Visual Studio Mobile Center, das Microsoft bei der Vorstellung auf der Connect(); 2016 als „mission control for your mobile apps“ bezeichnete, unterstützt nun außerdem auch die Entwicklung von Universal Windows Platform (UWP) Apps. Bisher hatte es nur einen Support für iOS- und Android-Apps gegeben (Swift, Objective-C, C# für Xamarin, Java und React Native). Dank des UWP-Supports können Entwickler nun ebenfalls das Set von Cloud- und Lifecycle-Diensten nutzen, um verschiedenste Aspekte ihrer UWP-Apps zu tracken und zu managen. Dazu gesellen sich Telemetriedaten und Mobile Analytics, Crash- und Test-Services sollen später in diesem Jahr folgen.

.NET Standard 2.0

Die neue Version 2.0 von .NET Standard hat unter anderem ein größeres API Surface erhalten: Das Set verfügbarer APIs sei von 13.000 in .NET Standard 1.6 auf 32.000 in der aktuellen Version mehr als verdoppelt worden. Nach dem Update soll Entwicklern außerdem ein .NET-Framework-Compatibility-Modus zur Verfügung stehen und der Platform Support erweitert worden sein; dies beginnt bei folgenden Versionen:

  • .NET Framework 4.6.1
  • .NET Core 2.0
  • Mono 5.4
  • iOS 10.14
  • Mac 3.8
  • Android 7.5

Support für die UWP sei in Arbeit und soll gegen Ende des Jahres folgen. Laut der Zusammenfassung der Neuerungen des Updates für .NET Standard auf GitHub, kann die Produktion von .NET Standard 2.0 Librarys und NuGet Packages problemlos gestartet werden. Eine Übersicht der Voraussetzungen für das Tooling bietet der entsprechende Blogpost auf GitHub.

.NET Core 2.0

Auch für .NET Core ist Version 2.0 verfügbar und kann für den Produktiveinsatz auf eigener Hardware oder in der Cloud verwendet werden. Die Plattform erhält Verbesserungen für die Runtime und die SDK; so implementiert sie beispielsweise .NET Standard 2.0 und unterstützt sechs neue Plattformen wie unter anderem Debian Stretch und SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2.

Weitere Neuerungen betreffen die SDK; hier ist dotnet restore beispielsweise nun ein Implicit Command, und .NET-Core- und .NET-Standard-Projekte können .NET-Framework-NuGet-Pakete und -Projekte referenzieren.

Project Rome & das Graph API Set

Mit Project Rome will Microsoft der Nutzererwartung Rechnung tragen, dass das Benutzen derselben Apps auf verschiedenen Geräten problemlos funktioniert. Mit dem Fall Creators Update wird mit Project Rome das Microsoft-Graph-API-Set um die Entitys Devices und Activitys zu erweitern.

Microsoft Graph ist eine intelligente Schnittstelle, die Verbindungen zwischen Personen, Konversationen, Projekten und Inhalten innerhalb der Microsoft Cloud schafft – so besteht eine nahtlose und einheitliche User Experience zwischen Windows-, iOS- und Android-Geräten. Hergestellt wird die Verbindung über Microsoft-Graph-REST-Endpunkte. Über sie können Entwickler nicht nur Microsoft-Geräte erreichen, sondern auch solche mit Android- und iOS-Betriebssystemen. Project Rome legt zwei APIs frei, mit denen Entwickler den Austausch zwischen zwei aktiven Geräten fördern können: RemoteSystems und RemoteSessions.

Mit RemoteSystems können Geräte in der Umgebung erkannt und direkt oder über die Cloud verknüpft werden, Apps auf diesen Geräten ferngesteuert gestartet werden und Nachrichten an Apps auf diesen Geräten gesendet werden. Diese Funktionalitäten können dann genutzt werden, um beispielsweise eine App auf einen größeren Bildschirm zu übertragen.

Mit RemoteSessions können Entwickler kollaborative Experiences für mehrere sich in der Nähe befindende Nutzer zu erschaffen.

UWP Community Toolkit v2.0 & Fluent Design

Version 2.0 des UWP-Community-Toolkits ist bereits da und wurde dem nun erscheinenden Fall Creators Update angepasst. In der neuen Version stehen vor allem die neuen APIs und das Fluent Design System im Fokus. Dafür wurden alle UWP Community Toolkit Controls an das Fluent Design angepasst bzw. werden über die kommenden Wochen noch weiter angepasst.

Die modernisierte Designsprache soll eine noch intuitivere Bedienung über Windows-10-Geräte und -Anwendungen hinweg erlauben. Entwickler können dank des durchgängigen Designs zukünftig noch effizientere Anwendungen programmieren, so Microsoft. Die Design-Sprache ist mit dem heutigen Update nun verfügbar.

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