Windows 10 Insider Preview Build 19536 wurde veröffentlicht

Neue Spielregeln: Windows 10 Insider Preview Build 19536 ist im Fast Ring erschienen
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Mit dem Windows Insider Preview Build 19536 (20H2) beginnen beim Testing neue Spielregeln. Der Build 19536 ist das erste Release, das Fast-Ring-Insidern direkt von der aktiven Entwicklungs-Abteilung ausgeliefert wird.

Microsoft hat den Windows 10 Insider Preview Build 19536 (20H2) für den Fast Ring veröffentlicht. Dies ist das erste Release nach den neuen Regeln, denn es gibt tiefgreifende Änderungen beim Release-Model: Ab sofort gibt es für Insider nur noch den Fast Ring und den Slow Ring.

Wie wir im November berichteten, hat Microsoft die dritte Option „Skip Ahead“ abgeschafft und veröffentlicht neue Preview Builds von Windows 10 für den Fast Ring ab sofort mit den allerneuesten Updates. Der Kanal heißt „RS_PRERELEASE“ und kommt direkt von der aktiven Entwicklungs-Abteilung. Dort speisen die Entwickler-Teams ihre aktuellsten Änderungen des Codes ein. Die Builds für den Fast Ring reflektieren nun stets den Entwicklungsstand als „Work in Progress“, Microsoft macht hiermit den Fast Ring zum „aktiven Entwicklungszweig“.

Neuerungen bei Windows 10 (20H2) im Preview-Build 19536

Optionale Treiber: Das Windows-Update bringt automatisch die Treiber auf den neuesten Stand. Entwickler können aber auch optionale Treiber-Updates auswählen. Optionale Updates gibt es auch für Features und die monatlichen Qualitäts-Verbesserungen.

Windows 10 Updates

Update-Optionen unter Windows 10, Screenshot © Microsoft Windows Blogs

Aktualisierung des Eingabe-Editors für koreanisch: Bereits seit Windows 10 Version 19H1 arbeiten Entwickler an einer Verbesserung der Koreanisch-Eingabe durch einen aktualisierten IME (Image Method Editor). Im damaligen Release wurde noch kein Update ausgeliefert, da noch Optimierungsbedarf bestanden habe. Die Entwicklung wurde zwischenzeitlich fortgesetzt, das Feature wird im Build 19536 (für Windows 10 20H2) nun neu ausgeliefert. Microsoft spricht von einem „Re-Release“. Die neue Version des IME beinhaltet auch einen verbesserten Algorithmus für passende Textvorschläge während der Eingabe über die Tastatur.

Koreanischer IME (Input Method Editor) wird in Windows 10 Preview Build 19536 aktualisiert, Screenshot © Microsoft Windows Blogs

Koreanischer IME (Input Method Editor) wird in Windows 10 Preview Build 19536 aktualisiert, Screenshot © Microsoft Windows Blogs

Vereinfachter Familienzugang: Mit dem aktuellen Build soll das Setup eines Gerätes mit Windows 10-Betriebssystem für die Nutzung durch mehrere Familienmitglieder erleichtert werden. Beim Setup-Vorgang werden Anwender gefragt, wer das Gerät nutzen wird. Für einen Familienzugang gibt es die Option, „People in my Family“ („Mitglieder meiner Familie“) auszuwählen. Es gibt Unteroptionen, um Einstellungen zur Sicherheit und Privatsphäre anzupassen, zum Beispiel für die Konten der Kinder.

Setup für Familienmitglieder bei Windows 10, Screenshot von den Windows Blogs © Microsoft

Setup für Familienmitglieder bei Windows 10, Screenshot von den Windows Blogs © Microsoft

Weitere Updates für Insider

Weitere Veränderungen betreffen Fotos und Bildbearbeitung (Your Phone App), die Eingabe per Stift auf dem Bildschirm des Smartphones soll nun möglich sein. Außerdem gibt es nun die Option, vom Computer aus Telefonanrufe zu tätigen: Das Calls Feature erlaubt die Annahme eingehender Anrufe vom PC aus sowie das Anrufen aus der App heraus über die Kontaktliste. Eingehende Anrufe können mit vordefinierten Textnachrichten oder Voicemails unterdrückt werden. Am Computer kann ein Verlauf der Telefonate eingesehen werden. Anrufe sollen nahtlos zwischen mobilem Gerät und PC hin- und hergeschaltet werden können. Eine Vielzahl kleinerer Bugs und Issues wurden repariert, alle Details finden Entwickler aufgelistet in den Release Notes.

Weiterer Fahrplan in der Windows-10-Entwicklung

Windows 10 in der Version 20H1 nähert sich dem finalen Release, das für Frühjahr 2020 angekündigt ist. Noch ist offen, wie es weitergeht: Entweder beginnt nun die Testphase für Windows 10 in der Version 20H2, Microsoft könnte im Fast Ring aber auch direkt zum Testen der Version 21H1 springen. Insidern wie Mary Jo Foley zufolge möchte das Entwickler-Team von Microsoft aber aus den gewohnten Release-Mustern ausbrechen und Test-Builds künftig nicht mehr an spezifische Feature-Updates binden. Neu dabei ist das Takten in Entwicklungs-Halbjahren. Jedes Entwicklungssemester erhält neuerdings wie sonst bei Azure einen Codenamen, derzeit nach dem Periodensystem (Vibranium, Mangan, …). Features werden nun semesterweise entwickelt und auf verschiedene Windows-10-Feature-Updates verteilt. Das erste Halbjahr soll weiterhin für Major Releases stehen, das zweite Halbjahr für Minor Releases. Einen Überblick über diese Entwicklungen bietet Mary Jo Foley von „All about Microsoft“.

Hier geht es zum Blogpost mit der ursprünglichen Meldung von Microsoft zu den geänderten Release-Zyklen. Dort stehen auch alle Details zu den neuen Features und Änderungen.

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