Das Windows Dev Center hat neue Funktionen spendiert bekommen - hier ein Überblick

Windows Dev Center Update: Neue APIs, Multi-User-Account und mehr
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Das Microsoft Dev Center hat kürzlich ein Update spendiert bekommen. Zu den Neuerungen zählen neue Windows Store APIs sowie der erweiterte Zugang zu Office- und Azure-Programmen, außerdem wurden die Store-Listen überarbeitet und das Windows App Certifikation Kit aktualisiert.

Das Windows Dev Center stellt ein einheitliches Dashboard bereit, in dem Entwickler ihre Apps für Windows-Geräte zentral verwalten und einreichen können. Daneben bringt es eine Reihe von Funktionen  mit, mit deren Hilfe sich die genannten Prozesse vereinfachen lassen sollen. Jetzt hat Microsoft  einige neue Features eingeführt und diverse Überarbeitungen vorgenommen. Einen Überblick über alle Änderungen hat Bernardo Zamora via Blogpost zusammengefasst.

Mehrfachzugriff und Rollenverteilung

Im aktuellen Release hat Microsoft eines der am meisten nachgefragten Features umgesetzt: ab sofort können mehrere User einen Dev-Center-Account gemeinsam nutzen und sich gegenseitig Rollen zuteilen. Auf diese Weise soll sich das Account-Management zukünftig deutlich vereinfachen lassen. Mögliche Rollen sind im Folgenden dargestellt:

devcenter

Quelle: Microsoft

Die Rollen legen unter anderem fest, welcher User Pakete managen und veröffentlichen kann, weiter schränken sie den Zugang zu Finanzinformationen ein und ermöglichen es festzulegen, wer auf Kommentare antworten kann.

Das neue Feature  kann von allen Usern genutzt werden, die über einen Azure-Active- Directory (Azure AD)-Account verfügen und entsprechende Admin-Berechtigungen haben. Für alle, die mit Azure AD noch nicht sonderlich vertraut sind, stellt Microsoft eine detaillierte How-To-Guideline bereit,

Windows Store Purchase- und Collection-API

Im Zuge des Updates wurden zudem zwei neue  REST APIs für die Windows-Store-Services  eingeführt, die neue Szenarien für den Windows Store ermöglichen:

  • Windows Store collection API: kann verwendet werden, um abzufragen, ob die im Store eingestellte App beziehungsweise In-App-Produkte  (IAPs) erworben wurden.
  • Windows Store Purchase API: legt die Eigentumsrechte für eine kostenlose App  beziehungsweise für kostenlose In-App-Produkte fest.

Die neuen APIs sollen Nutzern vor allem direkten Zugang zu Windows Store-Ownership-Informationen für bezahlte Apps und IAPs verschaffen. So sollen User mehr Kontrolle über die Purchase-Security erlangen. Die APIs greifen auf Azure AD zurück und erlauben neue App-Szenarien, zum Beispiel Support für Cross-Plattform-Services.

Rabatt-Aktionen vortimen

Ferienzeiten bieten sich in der Regel an, um Windows-Store-Nutzer durch Rabatte zum Kauf von IAPs zu ermuntern. Ab sofort kann dieser Prozess vereinfacht und Sale-Aktionen für IAPs vorgetimed werden. Dazu sagt Zamora:

Just like app sales, when you publish a sale for an IAP, the price will drop at the start date and time you specify, and will automatically revert to the original price at the end date and time. You can configure sales with a duration of up to 30 days

Die Daten für einen Sale lassen sich im Dev Center auf der „Pricing and Availability“-Seite einstellen, wie es die nachfolgend Abbildung beispielhaft zeigt:

devcenter 2

Quelle: Microsoft

Windows Dev Center + Azure + Office

Entwickler mit einem Winows-Dev-Center-Account haben ab sofort auch Zugriff auf den Azure Marketplace und Office-Store-Entwicklerprogramme. Damit erhalten sie Zugang zu Azure-Services und Office-Add-in-Entwicklerportalen. Windows-Anwendungen werden weiterhin separat verwaltet, wie auch Payouts für Azure- und Office-Entwickler. Im Rahmen eines der kommenden Releases soll der Payout-Prozess vereinheitlicht werden.

Neues Windows App Certification Kit

Darüber hinaus wurde vor kurzem ein neues Windows App Certification Kit (WACK) veröffentlicht, das zusätzliche Universal-Windows-Platform-Tests beinhaltet. Das Update adressiert zudem ein Problem, das das korrekte Validieren von App-Ressourcen wie etwa Bildgrößen betrifft. WACK macht entsprechende Probleme ausfindig und warnt Entwickler, wenn sie in der durchsuchten App auftreten.  Beginnend ab Februar 2016 soll die Veröffentlichung von Apps mit den genannten Issues nicht mehr möglich sein. Das aktuelle Kit kann hier heruntergeladen werden –  mehr zu Wack und den neuen Tests gibt es hier.

Alle weiteren Informationen zu den vorgestellten Neuerungen finden sich im Windows-Blog. Hier bittet das Team außerdem ausdrücklich um Feedback, das entweder über den Feedback-Button im Dev Center oder über die User-Voice-Seite abgegeben werden kann.

Aufmacherbild: businessmen are walking towards the keyhole von Shutterstock / Urheberrecht:  6kor3dos

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