Docker-kompatible Windows-Container sind da

Windows Server & System Server 2016 Technical Preview 3: Microsoft verschifft Container
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Microsoft hat die dritte Technical Preview von Windows Server 2016 veröffentlicht – und zum ersten Mal beinhaltet die Software Windows Server Container. Diese markieren einen Meilenstein und bringen Microsoft einen Schritt weiter in die Welt des cloud-native Computings.

Nachdem im Mai die letzte Version von Windows Server ausgerollt wurde – und bereits damals Gerüchte im Umlauf waren, dass eine Kooperation mit Docker geplant sei – führt Microsoft die Nutzer mit der Technical Preview 3 für Windows Server 2016 und System Server 2016 in die Welt der Container ein. Im Windows-Blog hat das Microsoft Server and Cloud Platform Team alle Neuerungen zusammengefasst.

Windows Server Container

Der wohl wichtigste Aspekt in der Technical Preview 3 ist mit Abstand die Integration der Windows Server Container, mithilfe derer Nutzer Anwendungen vollkommen isoliert vom Rest des Betriebssystems ausführen können. Die Integration erfolgt unter anderem als Teil des Open-Source-Projekts Docker. Bereits im Oktober 2014 hatten die Redmonder eine Zusammenarbeit mit Docker angekündigt, um Tools zu entwickeln, mit denen Container unter Windows und Linux genutzt werden können. Nun hat dieses Projekt Früchte getragen und es kann entweder PowerShell oder der Container-Deployment-Client von Docker verwendet werden, um Container einzugliedern. Allerdings handelt es sich hierbei um standardmäßige Windows Server Container, die in Sandboxen direkt auf dem OS laufen. Microsoft arbeitet bereits an einer zweiten Technologie, die Container in Hyper-V Virtual Machines wrappen soll:

This higher level of isolation expands the possibilities for deploying containers in lower trust or mixed operational environments where developers may not have control of the platform.

Das Feature wird jedoch erst in einer zukünftigen Preview zur Verfügung stehen.

© Microsoft

© Microsoft

Zusätzlich wurden auch Updates für Visual Studio und Visual Studio Online veröffentlicht, die Support für Windows Server Container liefern. Des Weiteren ist das Einsetzen von Apps in Container-Hosts und das Erstellen von Hosts in Azure möglich.

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Neue Software-Defined Datacenter-Features

Auch die Nano-Server-Variante von Windows Server 2016 aktualisiert Microsoft mit der neuen Preview 3. Das leichtgewichtige Betriebssystem wurde entwickelt, um mit Red Hats Atomic Host und CoreOS zu konkurrieren. Das minimalistische OS kommt unter anderem mit einer neuen Emergency-Management-Konsole, die direkten Zugriff auf Netzwerkkonfigurationen aus der Nano-Server-Konsole heraus erlaubt. Auch ein PowerShell-Script zur Beschleunigung der VMs in der Azure-Cloud wurde releaset; und es ist möglich, ASP.Net5-Applikationen mittels der CoreCLR-Version der .Net-Runtime in der Cloud laufen zu lassen.

Weitere neue Features beinhalten einen Vorabeinblick in das neue Software-definierte Networking-Subsystem, das zentralisierte Netzwerk-Konfiguration und einen Software-Load-Balancer ermöglicht. Außerdem stellt Microsoft einen experimentellen Support für Shielded VMs zur Verfügung, der Virtual Machines vom zugrundeliegenden Host isoliert.

Das Betriebssystem soll nach Angaben von Microsoft erst im kommenden Jahr offiziell fertiggestellt werden, allerdings werden zuvor noch einige weitere Preview-Versionen erscheinen. Alle ausführlichen Informationen rund um die Technical Preview 3 finden sich im Windows-Blog; die Release Notes sind über TechNet einsehbar. Zum Download steht die Windows Server 2016 Technical Preview 3 über das TechNet Evaluation Center bereit.

Aufmacherbild: Aft container ship MSC Bruxelles standing on the roads von Shutterstock / Urheberrecht: VladSV

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