Wissen ist Macht
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Freie Auswahl weiterer interessanter Ansätze
In diesem Abschnitt werden weitere interessante Ansätze und Tools zur Wissensverwaltung, zur Arbeit mit Informationen und zum Wissensmanagement vorgestellt.

Freie Auswahl weiterer interessanter Ansätze

In diesem Abschnitt werden weitere interessante Ansätze und Tools zur Wissensverwaltung, zur Arbeit mit Informationen und zum Wissensmanagement vorgestellt. Ziel ist es, einen breiten Überblick zu geben. Bei der Beschäftigung mit dem Thema sind die folgenden Anwendungen, Tools und Ansätze erwähnenswert:

  • Das Programm lexiCan [10]: Es handelt sich um eine Software zur strukturierten Ablage von Informationen in Form eines Karteikastens (Abb. 6). Für das Erfassen der eigentlichen Inhalte steht ein leistungsfähiger Editor zur Verfügung. Die Inhalte können strukturiert innerhalb eines Baums angeordnet und systematisiert werden. Es ermöglicht die Verwaltung für Quellen (Bücher, Artikel etc.), eine komfortable Suchfunktion und die Möglichkeit, Dateien als Verweise oder Kopien einzubinden. Inhalte eines Themas werden zu einem Wissensgebiet zusammengefasst. Umfangreiche Exportfunktionen (HTML, Word, Help-Datei, PDF) erlauben eine flexible Nutzung des angelegten Wissenspools. Die Software gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: Kostenfrei und zum Testen ist die Standard Edition. Diese Version besitzt alle Funktionen der kostenpflichtigen Pro Edition, ist jedoch auf maximal 50 Begriffe pro Wissensgebiet beschränkt. Für mehrere Benutzer (im Netzwerk) ist die Business Edition gedacht.
  • Das Programm CUEcards [11]: Es handelt sich um ein ähnliches Konzept wie bei der Anwendung lexiCan. Dieser Wissensspeicher ermöglicht es, eine Vielzahl kurzer Textfragmente strukturiert in einer Datei zusammenzufassen. Alle Einträge werden in einer Baumstruktur angeordnet und können per Volltextsuche wieder aufgefunden werden. Die Anwendung eignet sich somit zum Aufbau und zur Pflege von Wissenssammlungen vielfältigster Art, z. B. Tipps-und-Tricks-Sammlungen, Supportdatenbanken, Dokumentationen oder ganz einfach als elektronischer Zettelkasten.
  • Enterprise-Web-Lösungen für Wissensverwaltung, Dokumentenmanagement, Blogs, Wiki-Funktionen und mehr. Diese Produkte werden serverseitig installiert und sind auf Seiten der Anwender mit einem Browser zu bedienen. Dabei erfolgen eine unternehmensspezifische Anpassung und Konfiguration. Ein Beispiel ist das System Just Connect [12].
Abb. 6: Die Anwendung „lexiCan“ hilft der Strukturierung

Auch Softwaresysteme aus anderen Bereichen können einen Beitrag für das Wissensmanagement leisten. Zu nennen wären beispielsweise die folgenden:

  • Weblogs aus dem Bereich der Social Software
  • Vertragsmanagementsysteme und Lernplattformen aus dem Bereich der inhaltsorientierten Systeme
  • Data-Warehouse-Systeme und OLAP-Systeme als typische Führungsinformationssysteme
Fazit

Wissen bedeutet die Informationen, die nach deren Verarbeitung zum Verständnis eines bestimmten Sachverhalts führen. Das haben wir ausführlich im ersten Teil unseres zweiteiligen Streifzugs zum aktuellen Stand des Wissensmanagements herausgestellt. Das Kapital moderner Unternehmen – insbesondere auch Unternehmen im Bereich IT und Softwareentwicklung – ist das Wissen dieser Unternehmen. Verständlich daher, dass größte Anstrengungen unternommen werden, um dieses Wissen zu verwalten, zu speichern und auszubauen.

Auch die bilanztechnische Erfassung des Wissens (Stichwort „Wissensbilanz“) wird in der Forschung zur modernen Betriebswirtschaftslehre und auch zunehmend in der Praxis diskutiert. In dieser Ausgabe des Entwickler Magazins haben wir diese Metaebene verlassen und uns mit konkreten Ansätzen des softwaretechnischen Wissensmanagements auseinandergesetzt.

Im Mittelpunkt standen Content Management-Systeme, Social Software (d. h. Wiki-Systeme) und andere Ansätze zur Wissensverwaltung bzw. zur Arbeit mit dem Wissen, wie Expertensysteme. Das Thema gewinnt weiterhin an Bedeutung, denn die Menge der verfügbaren Daten nimmt zu. Gleichzeitig ist jedoch der „Informationsarmut im Datenüberfluss“ entgegenzuwirken.

Dr. Veikko Krypczyk studierte Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik und promovierte zum Thema Algorithmenentwicklung für Tourenplanungsprobleme. Nebenberuflich arbeitet er als Fachautor und ist begeisterter Programmierer. Sie erreichen ihn per E-Mail an veikko2000 [ätt] yahoo.de.
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