Wissen ist Macht
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Abb. 3: Bausteine des Wissensmanagements [4], [5]

Sämtliche Programme, die die Verwaltung von Informationen im Kontext bieten, stellen in gewisser Form Werkzeuge zur Verwaltung von Wissen dar. Ein

Abb. 3: Bausteine des Wissensmanagements [4], [5]

Sämtliche Programme, die die Verwaltung von Informationen im Kontext bieten, stellen in gewisser Form Werkzeuge zur Verwaltung von Wissen dar. Ein Programm zur Durchführung von Buchungen im Rechnungswesen stellt die Informationen zu den Geschäftsvorfällen in einem Unternehmen bereit. E-Mail-Programme verwalten die ein- und ausgehende Post. Mit Software für die Verwaltung von Wissen – also Wissensmanagementsoftware – ist etwas anderes gemeint. Dabei sollen in Anlehnung an
Einschlägige Systeme und deren Einführung“
„>[7] folgende Anforderungen an Wissensmanagementsoftware genannt werden:

  1. Verwaltung, Pflege, Klassifikation und Repräsentation von begrifflichem Wissen.
  2. Darstellung und Aufbereitung der Informationen in unterschiedlichen Perspektiven. Für einen Überblick genügen kurze, hoch verdichtete Informationen, während für einen Experten detaillierte Informationen notwendig sind.
  3. Wissensmanagement soll die Verknüpfung von Inhalten fördern. Damit werden die bereitgestellten Informationen einem größeren Anwenderbereich zugänglich. Neue Erkenntnisse können sich aus der Verbindung von Inhalten ergeben (Wissensgenerierung).

Kommen wir nun zu einigen wesentlichen Softwareklassen für das Wissensmanagement:

  • Dokumentenverwaltung: Die bloße Ablage der Daten in Dateien stellt noch keine qualifizierte Verwaltung der Informationen dar. Dokumentenmanagementsysteme und Dokumentenarchivierungssysteme sind darauf ausgerichtet, Dateien mit unterschiedlichen Formaten über eine einheitliche Schnittstelle verfügbar zu machen. Ebenfalls werden so genannte Metadaten (Erstellungsdatum, Versionsnummer, Schlagwörter) angezeigt und können bearbeitet werden. Derartige Systeme verfügen über komfortable Such- und Filterfunktionen, um schnell die relevanten Dateien zu finden. Erweiterte Funktionen sind eine Benutzer- und Berechtigungsverwaltung.
  • Datenbanksysteme erlauben die Verwaltung großer Datenmengen. Darüber können die Daten untereinander verknüpft werden (Abfragen) und verschiedene Sichtweisen auf die Daten hergestellt werden.
  • Data Warehouse: Das sind spezielle Datenbanken für das Treffen von Managemententscheidungen. Dabei werden nicht nur aktuelle Daten, sondern auch historische Entwicklungen der Datensätze gespeichert. Die Daten in einem Data Warehouse stammen aus verschiedenen Datenbanken.
  • Data-Mining-Tools: Diese dienen dazu, nach Mustern in den Datenbeständen zu suchen. Es handelt sich um ein induktives Verfahren der Wissensgenerierung. Die Daten werden klassifiziert, und aus der Vielzahl der Einzelaussagen werden generelle Aussagen abgeleitet. Die automatisch generierten Aussagen sind von einem Experten zu prüfen.
  • Wissensbasierte Systeme/Expertensysteme: Bestandteile solcher Systeme sind deduktive Verfahren, die mittels allgemeiner Aussagen/Regeln spezielle Fragen beantworten.
  • Computer Supported Collaborative Work (CSCW): Es wird technische Unterstützung für das Arbeiten in Teams geboten. Dabei kann dieses sowohl ein verteiltes Arbeiten in zeitlicher als auch in räumlicher Perspektive bedeuten. Bespiele sind Messaging-Systeme oder virtuelle Arbeits- und Informationsräume.
  • Kreativitäts- und Sitzungsunterstützungssysteme: Sie unterstützen den Prozess der Wissensexplikation und Kommunikation der Sitzungsteilnehmer. Gleichzeitig wird eine Strukturierung der Ergebnisse erleichtert. Dazu zählen z. B. Mind-Mapping-Tools.

Themen der kommenden Seiten:

  • Wissensbilanz
  • Wissensmanagement und Softwareentwicklung
  • Ausblick: Wissensmanagement in der Praxis
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