Wissen ist Macht
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Informationsquellen für Entwickler
Softwareentwickler benötigen eine Reihe von Informationen unterschiedlichster Art. Ebenso heterogen sind die Informationsquellen. Für die Vermittlung von Fach- und

Informationsquellen für Entwickler

Softwareentwickler benötigen eine Reihe von Informationen unterschiedlichster Art. Ebenso heterogen sind die Informationsquellen. Für die Vermittlung von Fach- und Grundlagenwissen spielen Bücher und Zeitschriften eine große Rolle. Die Qualität der hier bereitgestellten Informationen ist meist höher als bei anderen Medien. Das liegt u. a. daran, dass für den Konsum dieser Informationen auch unmittelbar ein Entgelt zu entrichten ist. Im Vorfeld der Publizierung wird meist ein mehrstufiger Prozess aus Konzeption, Überarbeitung, Validierung und Endredaktion durchlaufen.

Das Internet dürfte in diesem Segment die größte, ja eine nahezu unerschöpfliche, Informationsquelle darstellen. Zu den gesuchten Themen finden sich jede Art und Qualität von Informationen, z. B. (nicht vollständig):

  • Produktwebseiten von Herstellern mit Anleitungen und Tutorials
  • Newsgroups und Diskussionsforen
  • Private und kommerzielle Webseiten
  • Blogs von Autoren
  • Onlineinformationen von Verlagen und Fachzeitschriften
  • Newsletter

Eine weitere wichtige Informationsquelle sind Schulungen, Konferenzen und Seminare. Hier werden aufbereitete Informationen in kompakter Form geboten. Im Idealfall sind sie auf den Erfahrungshorizont des Interessierten zugeschnitten.

Kann man Wissen produzieren?

Die Antwort muss hier Ja lauten, denn sonst würden wir noch auf den Bäumen sitzen. Spaß beiseite. Die Unternehmung bzw. Organisation kann Individuen unterstützen und den Rahmen für die Generierung von neuem Wissen bereitstellen. Bekannt dafür ist das Modell von
Create the Dynamics of Innovation“, New York Oxford, 1995
„>Nonka und Takeuchi [2], das davon ausgeht, dass Wissen durch die soziale Interaktion von implizitem und explizitem Wissen entsteht. Man spricht auch von Wissenskonvertierung. Betrachten Sie dazu Abbildung 2, die auch als Spirale des Wissens bezeichnet wird. Zu den Feldern der Matrix sind folgende Aussagen zu treffen:

  • Implizit zu implizit (Sozialisation): Dieses findet bei dem direkten Wissensaustausch zwischen Personen statt. Dazu gehört z. B. die Vermittlung technischer Fähigkeiten, wie das Erlernen der Grundzüge einer neuen Programmiersprache.
  • Implizit zu explizit (Explikation): Durch die Dokumentation von Wissen wird implizites Wissen für alle zugänglich. Dieses geschieht beispielsweise bei der Erstellung eines Konzepts. Der Vorgang der Explikation ist der Schlüssel zur Wissensgenerierung. Ein Beispiel: Der Softwarearchitekt entwirft einen ersten konzeptionellen Ansatz der neuen Software.
  • Explizit zu explizit (Kombination): Neues explizites Wissen wird durch Zusammenfassung bereits bekannten expliziten Wissens erzeugt. Das Gesamtwissen der Unternehmung vergrößert sich jedoch nicht, lediglich die Form der Darstellung. Beispielsweise gehört bei einem neuen Projekt das Erstellen eines ersten Prototypen in diese Phase (Kombination bestehender Modulelemente zu einem neuen Produktansatz).
  • Explizit zu implizit: Das dokumentierte Wissen wird beim Einzelnen verarbeitet. Es entspricht dem „Learning by Doing“-Prinzip. Die Umsetzung von Teilen des Konzepts durch einen einzelnen Mitarbeiter, z. B. bei der Programmierung eines Moduls kann, als Beispiel genannt werden.
Abb. 2: Die Spirale des Wissens nach Nonka und Takeuchi [2]

Durch ein mehrfaches Durchlaufen der so genannten Spirale des Wissens werden aus den wiederholten Übergängen von implizitem zu explizitem Wissen (und umgekehrt) neue Erkenntnisse für die Unternehmung bereitgestellt, d. h. es wird organisatorisches Wissen erzeugt. Allgemein kann formuliert werden, dass der Prozess des Wissenserwerbs vom Anfänger bis zum Experten umfassend und mehrstufig ist. Bekannt ist beispielsweise das Fünf-Stufen-Modell von
und dem Wert der Intuition“, Reinbek, 1987
„>Dreyfus und Dreyfus [3]. Die Stufen lauten: Anfänger, fortgeschrittener Anfänger, Kompetenzniveau, Meister und Experte.


Themen der kommenden Seiten:

  • Und was hat das mit Programmieren zu tun?
  • Wissen verwalten – Wissensmanagement
  • Wissensbilanz
  • Wissensmanagement und Softwareentwicklung
  • Ausblick: Wissensmanagement in der Praxis
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