Teil 2: Softwaretechnische Ansätze zur Wissensverwaltung

Wissen ist Macht
Kommentare

Nachdem im ersten Teil der Artikelserie die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements betrachtet wurden, wird es nun deutlich praxisbezogener. Im Fokus stehen konkrete Ansätze zur Verwaltung und Arbeit mit digital verfügbaren Informationen und den zugrundeliegenden Daten. Neben Dokumentenmanagementsystemen werfen wir einen Blick auf Expertensysteme und Software aus dem Bereich des Social Web, sofern es zur Wissensverwaltung eingesetzt werden kann.

Entwickler Magazin

Der Artikel „Wissen ist Macht“ von Veikko Krypczyk ist erstmalig erschienen im Entwickler Magazin 5.2011.

Einen Überblick über die verfügbare Software für das Wissensmanagement zu geben, gestaltet sich äußert schwierig. Wie bereits im ersten Teil der Artikelserie ausgeführt, sind je nach Anforderungen die Schwerpunkte der Software völlig unterschiedlich. Wir gehen zunächst auf die einzelnen Kategorien der Software ein und stellen dazugehörig einzelne Anwendungen und Tools vor. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann dabei nicht erfüllt werden. Um für den jeweiligen Einsatz das richtige Tool zu finden, ist daher eine nochmalige eigene Recherche und Bewertung notwendig. Jedoch wird deutlich, mit welchen Funktionen man mit einer Anwendungen aus einer der vorgestellten Softwarekategorien rechnen kann. Bei einigen Ansätzen (so zum Beispiel den Expertensystemen) geht es nicht um konkrete Softwareprodukte, sondern vielmehr um das Gesamtverständnis. Im konkreten Einzelfall ist eine problembezogene Softwareentwicklung und/oder Anpassung eines bestehenden Systems gefragt. Die Heterogenität der Systeme zeigt, dass Wissensmanagement je nach Kontext unterschiedlich interpretiert wird.

Dokumentenmanagement- und Archivierungssysteme

Dokumentenmanagementsysteme (DMS) sind darauf ausgerichtet, die Inhalte von Dateien verschiedener Formate über eine einheitliche Benutzungsschnittstelle verfügbar zu machen. Als Suchkriterien werden zum einen die Eigenschaften der Dokumente (Erstellungsdatum, Änderungsdatum, Version) verwendet. Weiterhin können die Dokumente verschiedenen Kategorien und Unterkategorien zugeordnet werden. Die Suchfunktion kann verbessert werden, wenn die vorhandenen Dokumenteneigenschaften um weitere so genannte Metadaten erweitert werden. Beispielsweise können die Benutzer beim Einstellen eines Dokuments zur Vergabe von Schlagwörtern aufgefordert werden. Eine Dokumentenmanagementsoftware sollte im Netzwerk verfügbar und für mehrere Benutzer simultan zugänglich sein. Dazu gehört eine umfassende Benutzer- und Berechtigungsverwaltung. DMS bieten meist auch weitergehenden Nutzen, so ist eine Abbildung des betrieblichen Workflow-Prozesses möglich. Aus den genannten Gründen ist die Verwaltung der Informationen in einem DMS daher der einfachen Ablage auf einem Dateiserver vorzuziehen. Aus einer Vielzahl der existierenden DMS stellen wir in den kommenden Textabschnitten die Produkte Microsoft SharePoint und Dokuware vor. Eine Produktübersicht kann man unter [1] finden. Der allgemeine Aufbau eines DMS ist in Abbildung 1 wiedergegeben.

Abb. 1: Allgemeiner Aufbau eines DMS von [13]

Auf den folgenden Seiten erwarten Sie folgende Themen:

  • Dokumentenmanagement mit SharePoint 2010
  • DocuWare
  • Expertensysteme – Systeme der künstlichen Intelligenz
  • MYCIN – Ein Beispiel für ein Expertensystem aus der Medizin
  • Social Software am Beispiel des Wikis
  • Freie Auswahl weiterer interessanter Ansätze
  • Fazit
  • Infos zum Autor
Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -