XAML Developer Reference
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Wer seine Programmiererkarriere in der Ära vor WPF begonnen hat, machte seine ersten Erfahrungen mit XAML so gut wie immer im grafischen Editor: Man stellte ein Formular zusammen, und der daneben angezeigte

Wer seine Programmiererkarriere in der Ära vor WPF begonnen hat, machte seine ersten Erfahrungen mit XAML so gut wie immer im grafischen Editor: Man stellte ein Formular zusammen, und der daneben angezeigte Code war, nun ja, einfach da.

„XAML Developer Reference“ wendet sich an all jene Entwickler, die mit C# oder VB.NET GUIs zusammenklicken können und jetzt einen Schritt weitergehen wollen. Grundlagen zu C# oder VB.NET sucht man in diesem Buch allerdings vergebens. Stattdessen beginnen Mamta Dalal und Ashish Ghoda ihr Buch mit einer Betrachtung der Struktur von XAML-Dateien.

Darauf folgen zwei Kapitel zu Attributen, Elementen, Properties und Events. Insbesondere die Beschreibungen der Idee hinter den verschiedenen Events und Properties sind stellenweise etwas zu kurz geraten. Im zweiten Teil dreht sich alles um Markup Extensions, Ressourcen, Styles und ihre programmatische Aktivierung durch Triggers. Das im ersten Teil begonnene didaktische Konzept, bestehend aus einer kurzen Erklärung und einem Codebeispiel, kommt auch hier zum Einsatz. Den dritten Teil hat das Autorenteam sinnigerweise „XAML User Interface Controls“ getauft. Das ist auch korrekt: Nach einer detaillierten Einführung in das Layoutsystem stellt das Buch alle wichtigen Widgets vor. Teil vier befasst sich mit Data Binding, Medien, Grafiken und sonstigen Animationen. Die Appendizes stellen dann die wichtigsten Namespaces und Klassen vor und empfehlen einige Tools zum schnelleren Entwickeln.

Obwohl auf dem Buchrücken auch Windows 8 erwähnt wird, enthält das Buch aufgrund des frühen Erscheinungsdatums keine Ausführungen zur neuen Plattform, technisch ist es auf dem Level von Silverlight 5. Jedes vorgestellte Konzept wird auch in Hinsicht auf die Verfügbarkeit in Silverlight beleuchtet. Leider wird dabei nicht nach der mindestens erforderlichen Silverlight-Version unterschieden.

Auch wenn manche Passagen des Buchs für den Geschmack des Rezensenten zu kurz geraten sind, andere wiederum sehr langatmig wirken, macht der Erwerb von „XAML Developer Reference“ Sinn: Erstens ist das Buch quasi „vom Hersteller abgesegnet“, zweitens mit MSDN-Querverweisen gespickt und drittens ein guter Wegweiser durch den XAML-Dschungel.

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