Yahoo erkennt Do Not Track aus dem Internet Explorer 10 nicht an
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Mit dem Internet Explorer 10 hat Microsoft einen mutigen Schachzug gewagt. Der Browser hat per Default den „Do-Not-Track“-Standard aktiviert, der bei Besuch einer Website die Anfrage verschickt, den Besucher

Mit dem Internet Explorer 10 hat Microsoft einen mutigen Schachzug gewagt. Der Browser hat per Default den „Do-Not-Track“-Standard aktiviert, der bei Besuch einer Website die Anfrage verschickt, den Besucher nicht zu tracken. Was man als Todesurteil der personalisierten Werbung sehen könnte, ist jedoch keineswegs verpflichtend: Ob die jeweilige Website der Anfrage auch nachkommt, steht ihr offen.

Nach Erscheinen von Windows 8 hat Yahoo nun bekannt gegeben, besagten Anfragen aus dem neuen Windows-Browser prinzipiell nicht nachzukommen. Das kalifornische Unternehmen ist nämlich der Meinung, dass Do Not Track, wenn aktiv, die Einstellung des einzelnen Nutzers widerspiegeln sollte und nicht die des Softwareherstellers, in diesem Falle Microsoft. Abgesehen davon glaube man an den Wert der personalisierten Erfahrung, die spezifisch auf das Leben der Nutzer zugeschnitten ist:

We fundamentally believe that the online experience is better when it is personalized.

Grundsätzlich unterstütze Yahoo aber den „Do-Not-Track“-Standard, so heißt es im offiziellen Blog. Da es jedoch bislang keine offizielle Implementierung gibt, könne er leicht missbraucht werden – eben wie im Falle des IE 10. Damit man aber eine größere Kontrolle darüber hat, welche Werbeanzeigen man zu Gesicht bekommt, bietet Yahoo den Ad Interest Manager und fördert das Industrie-weite Programm AdChoices, welches den Internetnutzer darüber informiert, wieso er gerade diese Anzeige sieht.

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