Zehn Gründe, warum PHP toll ist
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Kevin Schroeder hat lange für Zend gearbeitet. Doch nach über fünf Jahren verabschiedet er sich in die Selbstständigkeit und wird Mobile-Entwickler. Dennoch wird er sich weiterhin mit serverseitigen

Kevin Schroeder hat lange für Zend gearbeitet. Doch nach über fünf Jahren verabschiedet er sich in die Selbstständigkeit und wird Mobile-Entwickler. Dennoch wird er sich weiterhin mit serverseitigen Architekturen beschäftigen. Und hier bleibt seine Wahl klar bei PHP, denn:

  1. PHP kann lächerlich einfach skalieren: Im Fall, dass ein PHP-Projekt viral bekannt wird, muss man schnell hochskalieren. Dank seiner „Shared Nothing“-Architektur geht das mit PHP sehr leicht. Man kann die Größe des Server-Clusters einfach vergrößern, ohne besonders viel konfigurieren zu müssen.
  2. Man braucht keine Experten: Wenn man sein Team verstärken muss, dann braucht man nicht totale Genies einzustellen. In vielen Fällen funktioniert PHP-Code auch einfach so. Falls man doch auf Genies angewiesen ist, macht man wahrscheinlich irgendetwas falsch. Zumal die Besten und Hellsten meistens teuer, launisch und anfällig für Unterforderung sind. Mit PHP sind allerdings mit gewöhnlichem Code außergewöhnliche Projekte möglich, was bloß auf wenige Programmiersprachen zutrifft.
  3. PHP ist eins mit dem Web: HTTP ist bei weitem nicht perfekt. Doch es ist produktiv und nach wie vor das Web-Protokoll. Und da PHP hauptsächlich über HTTP kommuniziert, ist es die erste Wahl für Web-Projekte.
  4. Wenn man mal was versaut, ist es nicht so schlimm: PHP setzt sich nach jedem Aufruf zurück. Daher beeinflussen einzelne Fehler nicht unbedingt die Stabilität des gesamten Projekts.
  5. Frameworks: Die unfassbar große Menge an Frameworks kann zwar als Mangel angesehen werden, doch ist sie auch eine Stärke: Zend oder Symfony liefern alles für den Enterprise-Einsatz, während Silex oder Slim den schnellen Einstieg ermöglichen und erste Handgriffe erleichtern können.
  6. Beste Dokumentation im WWW: Zwar sieht sie aus, als wäre sie von Tim Burtons Joker gestaltet worden, doch ist ihr Inhalt sehr reichhaltig. Auch die Beispiele sind meist sehr brauchbar und nach einem Login kann man sogar Änderungsvorschläge einreichen.
  7. Eine Menge Blogs: Einen Großteil ihres Rufs holen sich die PHP-Leute durch das Teilen ihres Wissens. Das hat sich herumgesprochen und die meisten halten sich daran.
  8. Die Community: Ob im IRC, via Twitter, in StackOverflow, in Reddit oder sonstwo: Man findet immer jemanden, an den man sich mit seinen Fragen wenden kann. Viele der Menschen sind dabei ungewöhnlich altruistisch
  9. Es kann alles integrieren: PHP wird im Web, in Banken und in Firmen eingesetzt. Daher gab es viele Bemühungen, es mit allen möglichen Anforderungen vertraut zu machen. Memcache oder MongoDB beherrscht PHP mittlerweile sogar nativ.
  10. Dynamisches Typisieren: HTTP arbeitet nicht mit Typen, also verzichtet PHP auch darauf. Wer mit Integern arbeiten will, kann sie einfach auswerfen lassen. Dynamische Typen reduzieren die Menge an Code und Fehlerbedingungen, auf die man prüfen muss.
  11. Es funktioniert einfach: PHP eignet sich schnell, um bestimmte Probleme zu lösen. Für viele Anwendungsfälle trifft es die richtigen Annahmen und diese führen wie eine Abkürzung schneller ans Ziel. Für alle Szenarien, die von Haus aus nicht bedacht sind, gibt es oft bereits funktionierende Workarounds, die sich einfach implementieren lassen.

In Reddit wurden die Punkte schon hart kritisiert. So sind die meisten von ihnen keine PHP-exklusiven Vorteile. Auch die Punkte, dass man keine Genies benötige beziehungsweise dass Fehler selten gravierende Folgen haben, stoßen nicht auf Anklang: Die Server-Performance kann unter Programmierfehlern sehr stark leiden, und dies hat unangenehme Folgen, die nur Experten und Genies überblicken können.

Es wird auch an die Geschichte „A Fractal of Bad Design“ erinnert, die schon im April PHP ins Kreuzfeuer und zugleich in Schutz genommen hatte.

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