Agile Leadership - so geht's nicht!

Die Top 5 der Fehler in der agilen Führung
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Das Thema Agile hat in den vergangenen Jahren Organisation – und Managementmethoden zunehmend geprägt. Agile gilt im Zeitalter der Digitalisierung als überlebenswichtig für Unternehmen. Dabei bedeutet Agilität nicht nur einen Wandel in der Organisationsform, sondern auch im Führungsverständnis. Was sind die größten Fallstricke in der agilen Führung?

Schnelligkeit und Flexibilität gelten als Grundvoraussetzungen in der heutige19n Zeit. Wer als Unternehmen langfristig Erfolg haben will, muss agil sein und seine Organisation aktiv an veränderte Bedingungen anpassen. Altbekannte Managementmethoden mit starren Hierarchien und strengen Arbeitsabläufen geraten hier schnell an ihre Grenzen. Doch Agilität betrifft nicht nur die Organisationsstruktur und Prozesse, sondern auch Verhaltensweisen und Einstellungen der Organisationsmitglieder. Ganz besonders Führungskräfte stehen im Agile Umfeld vor radikal veränderten Rahmenbedingungen: Agile Führung erfordert ein neues Führungsverständnis. Was sind die 5 häufigsten Fehler, die einer Agilen Führungskraft unterlaufen können?

1. Fehler: Die Organisationskultur wird nicht erkannt

Laut Ian Mitchel ist einer der häufigsten Fehler des Agilen Leaderships, dass die Fähigkeiten, die in einer agilen Organisationskultur nötig sind, bei den Mitarbeitern nicht vorhanden seien. Wer agil arbeiten möchte, benötigt andere Fähigkeiten als für die Arbeit in der klassischen Hierarchie.

Manager, die ihre Organisation umstellen wollen, sollten daher zunächst prüfen, ob die Mitarbeiter die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Beispielweise seien kommunikative Kompetenzen wichtig, denn nur so seien Mitarbeiter in der Lage sich selbst zu organisieren und selbst zu führen. Außerdem sollten die Mitarbeiter von agilen Kompetenzen überzeugt sein, da es nur so gelinge die Visionen umzusetzen, meint Mitchel. Erst wenn die Mitarbeiter reif für agile Methoden sind, kann eine Transformation auch gelingen.

2. Fehler: Verlagern statt delegieren

Ein weiterer Fehler den Führungskräfte begehen könnten, sieht Mitchel im Versuch, agile Veränderungsprozesse an Mitarbeiter zu übertragen. Da die meisten Unternehmen hierarchisch aufgebaut wurden, ist die Struktur auch weiterhin hierarchisch geprägt. Wichtige Entscheidungen werden an der Spitze getroffen und später die Details den mittleren Managementebenen überlassen, um sie zu ordnen und umzusetzen, meint Mitchel. Dies kann dazu führen, dass Führungskräfte auf der Suche nach agiler Veränderung, das Risiko von einer Person auf die Nächste übertragen. Mitchel warnt vor dieser Haltung, da die Kontrolle des Veränderungsprozesses dadurch entzogen werde: „How can an executive know that a plan is correct, and correctly understood, and correctly acted upon?“

Dennoch sei es empfehlenswert, fachliche Verantwortung dorthin zu verlagern wo die Entscheidungen am besten und am schnellsten getroffen werden können: in selbstorganisierte Teams. Dort wird ohne Angst vor Fehlern neues ausprobiert, Entscheidungen werden selbstverantwortlich gefällt. Zwar ist immer noch die Führungsebene für das Team verantwortlich, allerdings wird damit das Team in die Unternehmenstransformation einbezogen.

3. Fehler: Notwendige Änderungen werden nicht kommuniziert

Zwar ist den meisten Führungskräften bewusst, dass sich etwas ändern muss, doch häufig werden die Änderungen so lange verschoben oder delegiert, bis sie aus dem Blickfeld geraten. Die meisten Leader streben eine agile Veränderung an, dennoch teilen sie ihre Änderungswünsche nicht mit und machen eine Umsetzung der Veränderung in der Praxis nicht möglich.

Führungskräfte sollten daher darauf achten, dass die agile Transformation oberste Priorität hat und dass die Übernahme und Verbesserung agiler Praktiken kein reines theoretisches Nachdenken bleibt, sondern im Arbeitsalltag gelebt wird.

4. Fehler: Die Praxis ändern anstatt die Organisation

Gerade die mittlere Führungsebene tut sich mit agilen Veränderungen schwer, so Ian Mitchel. Führungskräfte erwarten, dass sich bei einer notwendigen Veränderung, in erster Linie die zur Verfügung gestellten Praktiken an das bestehende Geschäft anpassen: „Bring us an agile way-of-working that matches what we already do“. Alles andere werde als nicht effizient angesehen.

Jede Führungskraft muss verstehen und akzeptieren, dass „agile Transformation“ bedeutet, die Organisation zu verändern und nicht die Praxis. Führungskräfte müssen sich bewusst werden, dass eine agile Transformation bei einem selbst beginnt.

5. Fehler: Veraltete Methoden werden nicht überdacht

Im traditionellen Organisationsmanagment sind Manager oft auf Berichte angewiesen, die ihnen einen Überblick verschaffen sollen, was vor sich geht und welche Entscheidungen sie treffen sollten. Diagramme und Zahlen liefern ihnen wesentliche Informationen und sie interpretieren diese Quellen anhand der Indikatoren und Messungen, von denen sie glauben, dass sie die Realität am besten wiederspiegeln. Ihr Weltbild wird durch solche Indikatoren gefiltert und geprägt. Anhand dieser traditionellen Methoden werde aber auch einzelne Transformationsschritt gemessen.

Mitchel plädiert daher an Führungskräfte, dass sie erkennen sollten, das sich auch die Art und Weise, wie Erfolg gemessen wird, ändern muss. Auch die Leistungsindikatoren der Mitarbeiter sollten überarbeitet werden, um eine bessere Teamarbeit zu ermöglichen. Welche Techniken auch immer gewählt werden, Führungskräfte müssen akzeptieren, dass agile Transformation nicht durch alte anachronistische Maßnahmen und Vorgaben gefördert oder abgesichert werden kann.

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2 Kommentare auf "Die Top 5 der Fehler in der agilen Führung"

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Dietmar Hölscher
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Ich glaube hier liegst Du falsch. Es gibt größere Probleme wie z.B. agile Coaches die noch nie wirklicher Teil eines agilen teams auf dauer waren und zwar in allen Rolen.

Charlotte Langu
Gast

Zunächst hätte man hier nochmal Korrektur lesen sollen. Fehler wie „heutige19n Zeit“ sollten nun wirklich auffallen. Außerdem wird der Begriff „agil“ hier meist groß geschrieben und mit einem e wie im Englischen. Das stört den Lesefluss extrem und ist einfach nur falsch. Die inhaltliche Recherche ist aus meiner Sicht auch eher schwach. Nur Ian Mitchel zu zitieren hat wenig mit Journalismus zu tun.

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