Neuigkeiten rund ums Thema „Data Access“ auf der BASTA! Spring 2016

Neues aus der Welt des Entity Framework
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Eine zentrale Funktion in den meisten .NET- und Web-Anwendungen ist der Zugriff auf Datenbanken und andere Datenquellen. Insbesondere der Datenzugriff stellt dabei eine Herausforderung für Entwickler dar, weil gerade hier viel Entwicklungsarbeit geleistet werden muss und Leistungsengpässe zur Laufzeit in der Datenzugriffschicht entstehen. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Entity Framework, wenn man eine .NET-Anwendung neu entwickelt. Alles weitere dazu und und mehr Neuigkeiten rund ums Thema „Data Access“ gab es heute auf der BASTA! Spring 2016.

Entity Framework richtig einsetzen

Das Dataset stirbt aus und Entity Framework setzt sich als Datenzugriffsframework immer weiter durch. „Es kommt allerdings immer wieder dazu, dass Entity Framework falsch eingesetzt wird,“ gibt Dr. Holger Schwichtenberg (www.IT-Visions.de/5Minds IT-Solutions) zu bedenken. Wie es richtig geht, zeigte er in seiner Session „Entity Framework Tuning“ anhand von typischen Herausforderungen und Stolperfallen, die er bei seinen Kunden regelmäßig vorfindet. Dabei ging es natürlich insbesondere auch um Performancetuning, denn Entity Framework ist nicht langsam. „Wenn man es richtig einsetzt, kann man auch sehr große Datenbanken damit nutzen,“ betont Schwichtenberg und lieferte den Beweis am Praxisbeispiel einer Big-Data-Anwendung.

Neuerungen in Entity Framework Core 1.0

In einer weiteren Session stellte Schwichtenberg außerdem die Neuerungen in Entity Framework Core 1.0 vor. Neben einer höheren Geschwindigkeit, weniger RAM-Bedarf und Plattformunabhängigkeit bietet die neue Version verschiedene neue Features für den Datenbankzugriff, darunter zum Beispiel Batch-Updates, Shadow States, LINQ-Verbesserungen und SQLite-Unterstützung. Einige Funktionen fallen jedoch auch weg, etwa EDMX, DBFirst, ObjectContext und Entity SQL.

Web-APIs auf dem Vormarsch

In heutigen Zeiten stehen mobile Plattformen und moderne Webanwendungen im Fokus. Entwickler müssen daher häufiger denn je Daten über Web-APIs bereitstellen; eine Lösung hierfür ist die Kombination von Entity Framework und ASP.NET Web API. Nach Ansicht von Manfred Steyer (softwarearchitekt.at/www.IT-Visions.de) ergeben sich dabei allerdings auch einige Herausforderungen, die man bedenken muss: Wie ist beispielsweise mit Lazy Loading umzugehen? Wie kann ein Service herausfinden, welche Daten sich auf dem Client geändert haben? Und welche Serialisierungsoptionen sollten gewählt werden? Auf diese und weitere Fragen gab es in seiner Session „Datengetriebene Web-APIs mit Entity Framework“ die passenden Antworten.

Entity Framework in Enterprise-Anwendungen

Laut Jürgen Kotz (primetime-software.de) findet man im Internet zwar genügend Beispiele dafür, was das Entity Framework alles kann, „dafür gibt es aber kaum gute Tipps dazu, wie man das Framework im Kontext einer großen Enterprise-Anwendung einsetzt“. In seiner Session widmete sich Kotz daher genau dieser Thematik und demonstrierte, wie man eine saubere Architektur für eigene Anwendung aufbauen kann. In diesem Zusammenhang klärte er unter anderem, wo die Performancefallen lauern, wann man verteilte Kontexte einsetzt und wie man Daten-Layer mit Interfaces sauber abstrahieren kann.

Next Level Database Development

Application Lifecycle Management, Continuous Delivery und DevOps sind unter Anwendungsentwicklern inzwischen viel beachtete und diskutierte Themen. „Die Datenbankentwickler hinken an dieser Stelle leider ein wenig hinterher“, so Constantin Klein (Freudenberg IT SE & Co. KG). Allerdings bilden gerade die Daten das Herzstück einer Anwendung – Änderungen an Datenbankstrukturen sind daher besonders komplex.

Der erste Schritt, um eine Verbesserung herbeizuführen, ist laut Klein, die Datenbank ebenfalls unter Quellcodeverwaltung zu stellen. So kann nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Teammitgliedern verbessert, sondern auch das Deployment vereinfacht werden. In seiner Session zeigte er, was man beachten muss, wenn man diesen Schritt in die Wege leiten will, und welche Möglichkeiten Visual Studio mit den SQL Server Data Tools (SSDT) bereithalten.

Natürlich hielt die BASTA! Spring noch viele weitere spannende Themen bereit. Wie man bei der heutigen Menge an neuen Technologien, Tools und Modellen Schritt halten kann, lesen sie zum Beispiel hier, neue Infos in Sachen Webanwendungen gibt es außerdem im Beitrag Moderne Web Apps – aktuelle Anforderungen und wie man sie bewältigt.

Aufmacherbild: Data Access concept on blue background with world map and social  von Shutterstock / Urheberrecht: Mathias Rosenthal

 

 

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