VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

HTC Vive: Kabelloses Add-On-Paket, Oculus: Async Spacewarp gelauncht & SteamVR mit macOS- und Linux-Support?
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal geht es unter anderem um ein kabelloses Add-On-Paket für die HTC Vive, die offizielle Verfügbarkeit von Asynchronous Spacewarp für Oculus Touch und den möglichen macOS- und Linux-Support von SteamVR.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen – und das macht direkt Lust auf Tanzspiele á la Just Dance in VR auszuprobieren. Aber Achtung: Ohrwurmgefahr!

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Remoria VR: Kickstarter-Kampagne für Universal VR Input Device Lignum

Scheinbar werden VR-Controller der neue Innovations-Trend in der VR-Industrie. Nach der Vorstellung von Merge Labs Moonshot-Controller stellt auch Remoria VR ein neues VR-Input-Device vor. Das Lignum genannte Gerät soll als immersiver Controller für Mobile VR dienen und dabei sowohl mit iOS als auch Android kompatibel sein. Dabei handelt es sich um ein kabelloses Bluetooth-4.1-Device, dessen zahlreiche Sensoren Motion- und Ausrichtungs-Tracking bei geringer Latenz bieten sollen. Erhältlich ist Lignum allerdings noch nicht; aktuell will Remoria VR per Kickstarter-Kampagne das nötige Budget sammeln. Mehr Details zu dem Universal VR Input Device bietet die zugehörige Kickstarterseite sowie ein Artikel von Kevin Joyce.

Google Tilt Brush aus HTC Vive Software-Bundle entfernt

Beim Kauf einer HTC Vive erhält bisher jeder Käufer ein kostenloses Software-Bundle bestehend aus drei VR-Titel, darunter Googles Tilt Brush, dazu. Nun hat HTC stillschweigend die App aus dem Bundle entfernt; Grund dafür dürfte laut Peter Graham der auslaufende Vertrag mit Google sein. Weder Google noch HTC haben sich zu der Entfernung der App geäußert; sie kann allerdings weiterhin über Steam erworben werden – allerdings zum doch happigen Preis von knapp 28 Euro.

Kabelloses Add-On-Paket für HTC Vive

Kabel sind nach wie vor einer der größten Nervfaktoren bei der Nutzung von VR-Headsets. HTC hat nun eine Lösung gefunden, um sein High-End-VR-Headset von den lästigen Kabeln zu befreien und so für eine deutlich komfortablere User Experience zu sorgen. Ab sofort kann ein kabelloses Upgrade-Kit für die Vive vorbestellt werden, das von TPCAST entwickelt und als Teil der letzten Runde des Vive X Accelerator Programs gefördert wurde. Das Add-On-Paket kommt mit einem Standard-Akku, der über knapp anderthalb Stunden Laufzeit verfügt; später soll aber auch ein größerer Akku zur Verfügung stehen. Das folgende Video zeigt einen ersten Eindruck von dem Add-On-Paket:

Das Upgrade-Kit kostet umgerechnet rund 220 US-Dollar, soll im ersten Quartal 2017 ausgeliefert werden und steht in limitierter Auflage auf der chinesischen Version der HTC-Website zum Vorbestellen zur Verfügung. Allerdings, so berichtet ein Artikel von Jamie Feltham, war das Update-Kit bereits kurz nach Vorbestellungsstart ausverkauft; ob es noch mal eine weitere Vorbestellungsrunde gibt, ist noch nicht klar.

API Conference 2019

Oliver Drotbohm

REST Beyond the Obvious – API Design for Ever Evolving Systems

mit Oliver Drotbohm (Pivotal Software, Inc.)

Arne Limburg

API-Kompatibilität durch Consumer-Driven Contracts

mit Arne Limburg (OPEN KNOWLEDGE GmbH)

 

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Asynchronous Spacewarp und neues Guardian-Feature für Oculus Touch verfügbar

Alle Zeichen stehen auf „Go“: Im Dezember sollen die neuen Oculus-Controller Oculus Touch im Handel erhältlich sein. In Vorbereitung auf den Launch der Controller hat das Oculus-Entwickler-Team mit der offiziellen Veröffentlichung des auf der Oculus Connect angekündigten Guardian-Features nun einen weiteren Schritt in Richtung einer komfortableren User Experience gemacht. So soll „Guardian“ User warnen, wenn sie sich aus dem zur Verfügung stehenden Room-Scale-Bereich entfernen und verhindern, dass User schmerzhafte Bekanntschaft mit sehr realen Wänden oder Gegenständen schließen.

Noch ein wenig spannender ist allerdings der Launch von Asynchronous Spacewarp, das die Anti-Ruckel-Technologie um Translation-Tracking erweitert und künftig die Nutzung der Oculus Rift mit Lower-End-PCs ermöglicht. Die Async-Spacewarp-Technologie funktioniert, indem der Unterschied zwischen zwei Frames analysiert und daraus abgeleitet wird, um einen neuen synthetischen Frame zu generieren. Damit sinkt die Anzahl der Frames per Second von 90 auf 45, was Ruckeleien oder Geisterbilder verhindern soll. Dazu sagt Oculus-CEO Brendan Iribe in einem Artikel von Paul James:

Spacewarp takes the app’s two previous frames and analyzes the difference, and then calculates that difference to extrapolate and generate a new synthetic frame. […] In short, it does this by halving the app’s framerate to 45 fps when it hits a snag and sandwiches in a synthetically generated frame to return it to 90.

Mehr Informationen dazu bietet der oben genannte Artikel; Async Spacewarp sowie das neue Guardian-Feature stehen mit der aktuellsten Version von Oculus Home zur Verfügung.

SceneExplorer: Data-Visualisierungs-Tool erleichtert Auffinden von Bugs

Mit wachsender Beliebtheit und leichterem Zugriff in puncto VR-Development steigt auch die Anzahl der an VR-Projekten beteiligten Personen. Wie auch bei anderen Softwareprojekten schleichen sich auch in VR-Projekte schnell Bugs ein, die dann für Probleme sorgen. Um sie leichter aufzufinden, hat das in Kanada ansässige Analytics-Unternehmen CognitiveVR mit SceneExplorer ein neues Data-Visualization-Tool vorgestellt, das direkt zeigt, an welcher Stelle die Probleme liegen. Das Tool zeichnet auf, wie User innerhalb der virtuellen Realität interagieren und überlagert eine Kopie der eigenen VR-Welt mit den gesammelten Daten – quasi eine Google-Street-View-Ansicht für Virtual Reality. Das Tool funktioniert zudem im Web und erlaubt leichtes Teilen zwischen einzelnen Teammitgliedern. Mehr Informationen zu SceneExplorer bieten die Projektseite sowie ein Artikel von Charles Singletary.

Erste VR-Welt-Engine Neos steht zur Verfügung

Spieleengines wie Unreal, Source und RPG Maker bieten Frameworks für visuelle, akustische, AI- sowie weitere wichtige Elemente; zudem lassen sich damit verschiedene Spiele und Spielegenres erstellen und bedienen. Allerdings bieten einige Engines besondere Vorteile für das Erstellen bestimmter Spieletypen. Hier setzt Frooxius mit einer neuen Engine Neos VR an, mit der das Entwickeln von Multi-Player-Interaktionen für Virtual-Reality-Spiele erleichtert werden soll. Im Vordergrund steht die allgemeine Synchronisierungs-Engine, allerdings bietet Neos VR auch einige zusätzliche Features. Die VR-World-Engine steht aktuell als Alpha-Version zum Testen zur Verfügung; mehr Informationen bietet ein Artikel von Charles Singletary sowie die Projektwebsite. Das folgende Video bietet einen ersten Eindruck von Neos VR:

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Linux- und macOS-Support für SteamVR?

Wer Virtual-Reality-Games nutzen will, ist hinsichtlich der Plattformwahl sehr eingeschränkt. Aktuell klappt die Nutzung der gängigen Spieleplattformen nur mit Windows als Betriebssystem, wer macOS oder Linux nutzt, schaute bisher in die Röhre. Valve will das nun ändern und plant, seine VR-Plattform SteamVR auch auf Linux und macOS zu bringen. Angekündigt hat das Joe Ludwig bereits auf den Steam Dev Days im Oktober; geplant ist, den erweiterten Plattform-Support bereits in den nächsten Monaten in einer ersten Beta zu implementieren.

Zwar dürfte diese Ankündigung bei einige Usern auf Begeisterung stoßen, allerdings sollte man sich nicht zu früh freuen. Damit Spiele auf Betriebssystemen außerhalb von Windows genutzt werden können, müssen sie ein Grafik-API wie OpenGL oder Vulkan unterstützen. Die meisten auf SteamVR integrierten Spiele werden derzeit allerdings noch mit den DirectX-APIs gerendert – und die werden exklusiv von Windows unterstützt. Es bleibt also abzuwarten, wie schnell ein solcher Plattform-Support großflächig umgesetzt werden kann; mehr Informationen dazu finden sich in einem Artikel von Paul James.

Rewatch-Funktion für AltspaceVR

Virtual-Reality-Live-Performances immer und immer wieder angucken – das geht dank einer neuen Rewatch-Funktionalität in der Social-VR-Plattform AltspaceVR künftig problemlos. Das neue Feature nennt sich VR Capture und ermöglicht es Content-Creation-Partnern von AltspaceVR, ihre Auftritte inklusive Avatar, Körperbewegungen, Stimme und Musik aufzuzeichnen. Die Performances können dann von Usern der Social-VR-Plattform jederzeit angesehen werden; ein Limit, wie viele User sich eine bestimmte Performance ansehen können, gibt es nicht. Das Feature benötigt darüber hinaus keine zusätzliche Hard- oder Software, bietet sofortiges Playback und streamt die Aufzeichnungen aus der Cloud. Alle weiteren Informationen dazu finden sich im zugehörigen Artikel von Scott Hayden.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Bigscreen: „What Is Love“-Video macht Lust auf VR-Tanz-Games

Kaum ein Song ist so Ohrwurm-verdächtig wie Haddaways „What Is Love?“ – inklusive des Tanzes aus A Night at the Roxbury. Genau der steht im Mittelpunkt des folgenden, in der Virtual-Desktop-Sharing-Applikation Bigscreen aufgenommenen, Videos. Bigscreen bietet viele Möglichkeiten, VR-Content anzusehen, damit zu interagieren und ihn mit Freunden zu teilen. Allerdings kann Bigscreen noch einiges mehr. So bietet die App detaillierte Avatare, die es ermöglichen, Handbewegungen und Gesichtsausdrücke in die virtuelle Realität zu übertragen – wie etwa in dem folgenden Video, das doch direkt Lust auf Tanz-Games wie Just Dance in VR macht. Oder?

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[…] kurzem überraschte HTC mit der Ankündigung, mit TPCAST gemeinsam ein erschwingliches kabelloses Upgrade-Kit für die HTC Vive veröffentlichen zu wollen. Die darauf folgende Skepsis in der VR-Community war groß – […]

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