VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Nintendo: Kein VR-Support, Update: Oculus Home & Trend: VR-Arcades
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Diese Mal dabei sind unter anderem ein Update für Oculus Home, Stereolabs überarbeitete ZED Stereo Camera für besseres Positionstracking auf Mobile-VR-Headsets und eine schokoladige VR-Experience.

Auch diese Woche haben wir wieder eine vollgepackte Ausgabe unserer Reihe „VR for Real“ für euch. Wie gewohnt, gibt es auch dieses Mal Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entwicklung und VR im Entertainment-Sektor. Natürlich darf auch ein kleines VR-Fundstück nicht fehlen – und bei dem wird es diese Woche schokoladig.

Abgesehen davon beschäftigen wir uns dieses Mal unter anderem mit der Ankündigung von Nintendo, erst dann ins VR-Geschäft einzusteigen, wenn VR wirklich zum Mainstream geworden ist, dem neuen Trend VR-Arcades und einem Update für Oculus Home, das der Gear VR und der Oculus Rift das gleiche Interface verpasst.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Oculus Home für Gear VR und Oculus Rift mit gleichem Interface

Zwar laufen sowohl die Oculus Rift als auch die Gear VR auf dem gleichen Ökosystem – Oculus Home – boten dem User aber je nach genutztem Device ein anderes Interface. Mit einem aktuellen Update der Oculus-Home-App wurden die Interfaces für beide Headsets aneinander angepasst; zudem wurden weitere Verbesserungen an der App vorgenommen. Das folgende Video zeigt das neue Aussehen der Oculus-Home-App für die Gear VR und die Oculus Rift:

Samsungs Übernahme von Joyent soll für bessere Mobile-VR-Experiences sorgen

Es war eine der Nachrichten der vergangenen Woche: Samsung hat das Cloud-Computing-Unternehmen Joyent, das unter anderem auch hinter der Entwicklung von Node.js steht, übernommen. Vor allem von dieser Software-Sparte von Joyent verspricht sich Samsung einiges – insbesondere im Bereich Virtual Reality. So will man sich Cloud-Computing vor allem dazu zu Nutze machen, ressourcen-intensive Applikationen besser zu verarbeiten und unabhängig vom Smartphone zu betreiben. Das Mobile Device soll stattdessen als sogenanntes „Interface Device“ dienen, bei dem die VR-Apps auf leistungsstärkeren Geräten ausgeführt und nur auf dem Smartphone-Display angezeigt werden sollen. Natürlich wird es noch einige Zeit dauern, bis es hier sichtbare Ergebnisse geben wird, dann aber, so sagt Jamie Feltham, könnte ein neues Zeitalter der Mobile-VR beginnen.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

VR-Editing-Tools in Adobe Premier Pro

Mit einem aktuellen Update für Adobes Video-Bearbeitungssoftware Premiere Pro stehen auch neue Tools zur Bearbeitung von 360-Grad-Videos und stereoskopischen VR-Videos zur Verfügung. Zwar werden andere Tools benötigt, um einem Video eine 360-Grad-Ansicht zur verpassen, allerdings können solche Videos mit Premiere Pro nun leichter bearbeitet werden. Ebenso steht eine neue „Video is VR“-Option beim Exportieren des Videos zur Verfügung, die automatisch passende Metadaten einfügt, über die Video-Streamingdienste wie YouTube auslesen können, dass das Video in einem spherischen Format vorliegt. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Ben Lang; Premiere Pro steht auf der Adobe-Website zur Verfügung.

Besseres Positionstracking für die Gear VR mit ZED Stereo Camera

Dank externer Sensoren können High-End-VR-Headsets wie die Oculus Rift oder die HTC Vive die Position des Users tracken und ihm mehr Möglichkeiten bieten, sich in der virtuellen Welt zu bewegen. Für die kostengünstigeren Smartphone-basierten Geräte wie die Samsung Gear VR ist das bisher noch nicht möglich; stattdessen ist die Position des Users fix. Dank einer überarbeiteten Version der ZED Stereo Camera des 3D Imagingig Startups Stereolabs sollen nun aber auch einige der Optionen des Positionstrackings auf die Gear VR gebracht werden. Dabei handelt es sich um eine Tiefensensorkamera, die an jedes Mobile-VR-Headset angebracht werden kann und sogar außerhalb geschlossener Räume funktioniert. Wie sie funktioniert, zeigt das folgende Video, mehr Informationen zum Thema bietet der Artikel von Jonathan Nafarrete:

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Nintendo wartet weiter mit VR-Support

Virtual Reality war das große Thema auf der diesjährigen Electronic Entertainment Expo (E3). Während fast jeder die ein oder andere Neuigkeit im Bereich VR angekündigt hat, herrschte bei Nintendo zu diesem Thema mal wieder großes Schweigen. In einem Interview erklärte Reggie Fils-Aimé, Präsident von Nintendo of America, nun, dass man sich erst ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen wolle, wenn VR Mainstream-Potenzial erreicht hat. Zwar verfolge man die Entwicklung von Virtual Reality bereits seit einiger Zeit, allerdings wolle man sicherstellen, dass der nächste von Nintento veröffentlichte Content auch wirklich massenkompatibel ist. Genau das sei Virtual Reality aber noch nicht. Es wird also noch ein wenig dauern, bis man die bekannten Nintendo-Klassiker auch in VR erleben kann – schade.

Music VR von Harmonix – neue Wege, Musik zu erleben

Viele Menschen hören Musik vor allem nebenbei: während der Arbeit, unterwegs, während man Hausarbeiten erledigt … Harmonix – also das Video-Game-Studio, das unter anderem für die Entwicklung von Rock Band und Guitar Hero verantwortlich – will mit Music VR nun die Art und Weise revolutionieren, wie wir Musik hören. Bei Music VR handelt es um einen Musik-Visualizer, der sich die PlayStation VR zu Nutze macht, um Audio-Tracks in „delightfully engaging immersive experiences“ zu verwandeln. Dabei stehen verschiedene Modi zur Verfügung, mit denen man zum Beispiel selbst zum DJ werden oder seine Lieblingssongs anderweitig in Virtual Reality erleben kann. Einen ersten Eindruck davon, wie das ab Oktober erhältliche Music VR funktioniert, vermittelt der folgende Trailer:

Virtual-Reality-Spielhallen: der neue Trend?

Virtual-Reality-Spielhallen sind ja nun nicht gerade etwas neues; bereits seit einiger Zeit gibt es Spielehallen, die sich ganz der Bereitstellung von VR-Experiences für ihre Besucher widmen. Tatsächlich könnten sogenannte VR-Arcades nun aber zum neuen Trend werden und nach und nach auch in Einkaufszentren Einzug halten – vor allem, weil sie einen einfacheren Zugriff auf die meist kostspieligen immersiven Technologien bieten und so zum Formen eines komplett neuen Entertainment-Bereichs beitragen können.

Mit VR Junkies hat in den USA im Bundesstaat Utah nun die erste VR-Arcade in der University Mall eröffnet und zeigt, wie solch ein Spieleerlebnis umgesetzt werden kann. Momentan stehen dafür drei HTC Vive inklusive sechs verschiedener VR-Erlebnisse zur Verfügung; aktuell wird auf das Eintreffen weiterer Headsets gewartet. Ob sich VR-Arcades wirklich zum neuen Trend entwickeln, bleibt erst mal abzuwarten – immerhin plant das Team von VR Junkies schon die Erweiterung ihres Unternehmens, erklärt Jonathan Nafarrete im zugehörigen Bericht zum Thema.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Schokoladige VR-Experience

Erinnert ihr euch noch an die virtuelle Whisky-Experience, die wir euch vor zwei Wochen vorgestellt haben? Für diejenigen, die sich eher wenig aus Whisky machen und stattdessen vielleicht lieber auf Schokolade stehen, gibt es dank einer neuen Kampagne von Nestlé nun auch eine virtuelle Schoko-Experience. Cailler Chocolate, eine 200 Jahre alte schweizerische Schoko-Marke, stellt ihr Produkt künftig mithilfe von Samsung Gear VR-Headsets in Flughäfen und Einkaufszentren vor. Hintergrund der Marketing-Aktion ist die Ausweitung der Verkaufsregion von Cailler Chocolate in die USA; potenzielle Kunden können die Süßigkeiten dort bald nicht nur probieren, sondern auch per Virtual-Reality-Tour im Detail erleben, wie sie hergestellt werden.

Aufmacherbild: Glasses for virtual reality. Vector illustration. (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Julia Kopacheva

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