VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Occipital: VR Dev Kit für iPhone, PlayStation VR: Lieferengpässe? & VR-Adoptionsrate
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal geht es unter anderem um Occipitals neues VR Dev Kit für iPhones, mögliche Lieferengpässe bei der PlayStation VR und die künftige Adoptionsrate für Virtual Reality.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen – und das nimmt uns diese Woche mit in die Vergangenheit des antiken Griechenlands.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

Occipital stellt neues VR Dev Kit für iPhones vor

Spielen Google und Co. am Virtual-Reality-Markt bereits eine tragende Rolle mit ihren Headsets, ist es bei Apple bisher in Sachen VR sehr ruhig geblieben. Während für Android bereits verschiedene Headsets zur Verfügung stehen, kommen Apple-Nutzer maximal mithilfe von Google Cardboard in den Genuss von VR-Content. Das könnte sich nun aber bald ändern: Das US-amerikanische Unternehmen Occipital hat ein neues VR-Dev-Kit vorgestellt, das sich vor allem an Apple-fokussierte Entwickler richtet.

Highlight des Dev-Kits ist ein Sensor, der Inside-Out-Tracking auf Smartphones – darunter auch iPhones – bringt und an ein entsprechendes Headset angeschlossen ist. Das besondere daran: Der Sensor greift während der Verarbeitung nur auf einen einzigen Mobile-Chip-Core zu und verringert damit das zu schnelle Entleeren der Batterie – eines der größten Probleme bei Mobile-VR-Headsets – maßgeblich. Außerdem soll das System über geringe Latenzzeiten (unter 10ms) verfügen. Das System kostet aktuell 500 US-Dollar; interessierte Entwickler können sich auf der Projektseite um ein Dev-Kit bewerben. Mehr Informationen und einige Beispielbilder zur Funktionalität des Systems bietet ein Artikel von Ian Hamilton.

Weniger Games auf PlayStation VR Demo-Disc in Europa

Schon vor einigen Wochen berichtetet wir darüber, dass die PlayStation VR bei der Veröffentlichung mit einer eigenen Demo-Disc daherkommt. Welche Demo-Versionen darauf enthalten sind, ist aber abhängig davon, wo man wohnt. So erhalten Käufer in den USA gleich doppelt so viele Demos wie Käufer in Europa. Grund dafür ist, so erklärte Sony nun in einer Stellungnahme gegenüber Digital Spy, dass es innerhalb Europas verschiedene Regulationen bezüglich Altersbeschränkungen gäbe. Die auf der europäischen Demo-Disc enthaltenen Games sind darum quasi eine Sammlung der Spiele, die überall in Europa vertrieben werden können, ohne dass es Probleme mit der Altersbeschränkung gibt. Mehr Informationen sowie die vollständigen Listen der Demo-Discs für Europa und die USA finden sich im zugehörigen Artikel von Paul James.

Amazon UK bereitet sich auf Lieferengpässe bei PlayStation VR vor

Wir erinnern uns sicher alle noch an die Lieferschwierigkeiten bei der Oculus Rift, die sich bis in den Sommer zogen. Ein ähnliches Schicksal könnte nun auch Vorbesteller der PlayStation VR ereilen – jedenfalls, wenn sie nicht direkt zu Beginn des Vorbestellungszeitraums zugeschlagen haben. Zumindest, so berichtet etwa Peter Graham, bereitet sich Amazon UK bereits jetzt darauf vor, nicht direkt alle Vorbestellungen des am 13. Oktober erscheinenden Headsets erfüllen zu können. Stattdessen könnte es bis Dezember dauern, bis alle Vorbestellungen tatsächlich an die Käufer ausgeliefert werden, es gilt: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Soll heißen, je früher man sich für die Vorbestellung entschieden hat, desto früher erhält man das Gerät. In Deutschland ist die PlayStation VR aktuell übrigens nicht über Amazon vorbestellbar, sondern nur über MediaMarkt und Saturn – ob diese das Headset pünktlich zum Release-Day liefern, ist aber nicht eindeutig klar.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Update für Unreal Engine 4.13 bringt Daydream-Support

Bereits im August erschien Unreal Engine 4.13. Nun hat Epic Games ein Update für die aktuelle Version der Spieleentwicklungsengine herausgegeben, das einige Fixes mit sich bringt – insbesondere, was die Möglichkeiten für die VR-Entwicklung angeht. So erhält Unreal Engine 4.13 Support für Google Daydream, darüber hinaus sorgt das Update für einige Verbesserungen, die im zugehörigen Changelog zusammengefasst sind.

Udacity und Google arbeiten gemeinsam an Udacity VR Developer Nanodegree

Virtual-Reality-Entwicklung ist bisher noch recht wenigen Entwicklern vorbehalten. Um neue Entwickler besser bei ihren ersten Schritten in der VR-Entwicklung zu unterstützen und sie zu ermutigen, VR-Experiences zu erstellen, arbeiten Google und Udacity künftig gemeinsam am VR Developer Nanodegree. Damit sollen Entwickler lernen, wie 3D-Environments erstellt, bestimmte Verhaltensweisen definiert und VR-Experiences komfortabel, immersiv und performant gestaltet werden können. Mehr Informationen dazu bietet der Blogpost von Nathan Martz im Google-Entwicklerblog sowie das folgende Video, in dem das Projekt vorgestellt wird:

Adoptionsrate von VR wird in 2017 deutlich ansteigen

Virtual Reality gibt es zwar schon seit Jahren, erst in diesem Jahr wurde sie aber dank der Veröffentlichung von Oculus Rift, HTC Vive, PlayStation VR und Co. erst so richtig massentauglich. Kein Wunder also, dass derzeit ein Bericht zur Verbreitung von VR den nächsten jagt. Aktuell stehen die Ergebnisse einer Umfrage zur Verfügung, die das Informations- und Medienunternehmen Nielsen durchgeführt und dafür rund 8.000 Konsumenten befragt hat. Knapp ein Viertel der Befragten gibt an, bis nächstes Jahr ein VR-Headset kaufen oder zumindest nutzen zu wollen, gut 36 Prozent bezeichneten sich bereits als Fans der virtuellen Realität. Generell überwiegt aber noch die Zahl der Fans die der tatsächlichen Experten, wie auch das folgende Bild zeigt:

Fans vs. VR-Experten

Fans vs. VR-Experten, Quelle: VRScout

Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Dieter Holger; der vollständige Report steht auf Nielsens Website zur Verfügung.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Google erweckt Dinosaurier in VR zum Leben

Schon seit einiger Zeit arbeitet Google mit 50 Naturkundemuseen zusammen, um User von Google Cardboard deren Artefakte näher zu bringen – darunter auch 150 verschiedene Dinosaurier, die in der virtuellen Realität zum Leben erweckt werden. Das neuste Feature von Googles Arts & Culture App ist ein Rhomaleosaurus, der in einer 360°-Tour des Natural History Museum of London betrachtet werden kann:

Doch auch eine Reihe weiterer Dinos stehen in der App in VR zur Verfügung; sie steht kostenlos für Android und iOS zum Download zur Verfügung.

Über 600 VR-Games und Apps auf Steam verfügbar

Steam soll der Go-to-Place für Virtual-Reality-Content-Distribution werden – so das Ziel von Valve, dem Unternehmen hinter der Spielevertriebsplattform. Aktuell, so berichtet Ben Lang, stehen dort über 600 Virtual-Reality-Games zur Verfügung und es werden ständig mehr. Ebenso machen VR-kompatible Titel mittlerweile 30 Prozent der Top 10 Best Reviewed Games aus, darunter auch The Lab, das seit Juli die Spitzenposition der beliebtesten Spiele innehat. Mehr Information dazu bietet der oben genannte Artikel, dort findet sich auch eine Übersicht der aktuellen bestbewerteten Games.

Valves Destination App erlaubt das Erkunden der Valve-Lobby

Viele Gamer würden sicher gerne einmal einen Blick in die Büros von Softwareunternehmen Valve in Bellevue, Washington werfen. In die realen Offices gelangt man zwar nicht so ohne weiteres, aber immerhin in der Virtual Reality können ab sofort mit einer HTC Vive oder Oculus Rift und der Destinations-App die Büros des Unternehmens erkundet werden. Vor allem Fans von Valves Spieleklassikern wie Portal oder Left 4 Dead dürften sich, so erklärt Jamie Feltham, über einige Easter Eggs freuen:

The area is also littered with easter eggs from the studio’s own games. Mousepads sporting various logos sit next to Portal props and Left 4 Dead sculptures. If you look hard enough you might even be able to find the company’s Steam controller lying around.

Neben den Valve-Büros können mit der Destinations-App aber auch viele weitere Locations erkundet werden; zudem bietet das kürzlich vorgenommene Update nun auch Public Lobbies zum Treffen von Freunden in der virtuellen Realität an. Alle weiteren Änderungen lassen sich dem Changelog von Destinations entnehmen.

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Acropolis VR Experience – Ausflug ins antike Griechenland

Geschichte spielt beim Virtual-Reality-Bildungsunternehmen Unimersiv seit jeher eine große Rolle. Bereits die ersten VR-Experiences, die von Unimersiv vorgestellt wurden, begaben sich auf Zeitreisen in die Vergangenheit – etwa zu Stonehenge vor 4.000 Jahren oder auf die Titanic. Mit Acropolis VR wurde nun eine neue VR-Experience vorgestellt, die den Besuch einer rekonstruierten Akropolis in der Virtual Reality erlaubt. Benötigt wird eine Gear VR und die Unimersiv-App; die Acropolis VR Experience kann dann als In-App-Purchase für aktuell 1,99 US-Dollar freigeschaltet werden. Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Peter Graham; einen ersten Eindruck von der VR-Experience bietet der entsprechende Trailer:

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