Außerdem: The Physical Web in Chrome für Android integriert

Fast Forward: Supportende für SPDY, People-API von Android & Geekmusik
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Damit ihr euch am Wochenende auch noch mit anderen Dingen als dem Valentinstag beschäftigen könnt, haben wir heute ein vollgepacktes Fast Forward für euch. So stellt Chrome den SPDY-Support ein, Azure VMs bekommen eine neue Log-Analytics-Ressource und The Physical Web wurde in Chrome für Android integriert. Außerdem gibt es Microsoft-Apps bald auch auf Acer-Mobilgeräten, das People-API von Android ist erschienen und Windows 3.1 ist im Browser verfügbar. Dann haben wir noch Tipps für bessere Qualität in Visual Studio Team Services und ein schönes Stück Geekmusik für euch.

Chrome stellt SPDY-Support ein

Dass Chrome den Support für das experimentelle Protokoll SPDY einstellen wird, ist keine Überraschung – immerhin verkündete das Entwickler-Team bereits vor knapp einem Jahr den Abschied von SPDY und den Umstieg zum neuen Protokoll-Standard HTTP/2. Nun gibt es aber auch ein definitives Auslaufdatum für den SPDY-Support in Chrome: am 15. Mai soll dieser endgültig eingestellt werden. Server, die bis dahin noch keine HTTP/2-Unterstützung bieten, verteilen ab dann Chrome-Requests über den bisherigen Standard HTTP/1.1; Nutzer müssen dabei jedoch auf die Performance-Vorteile des neuen Protokolls verzichten.

Zeitgleich stellt Chrome auch den Support der TLS-Protokoll-Extension NPN ein, die es Servern erlaubt, zwischen SPDY und HTTP/2-Verbindungen zu verhandeln. Abgelöst wurde die Extension bereits in 2014 durch ALPN und wird schon jetzt in 99 Prozent der Fälle für die Verhandlung zwischen HTTP/2 und Chrome genutzt.

Azure VMs bekommen neue Log-Analytics-Ressource

Mit Log Analytics (OMS) soll die Rechenleistung von Microsofts cloudbasierter Management-Lösung Operations Management Suite direkt ins Azure-Portal gebracht werden. Entwickler sollen so OMS-Workspaces bereitstellen, Workspaces mit Azure-Subscriptions verbinden und Azure Virtual Machines direkt in den OMS-Service integrieren können. Log Analytics unterstützt folgende Betriebssysteme: Ubuntu Server, SUSE Linux Enterprise Server, Red Hat Enterprise Linux Server, Oracle Linux Server, CentOS Linux Server, Amazon Linux Server und Windows Server. Wie man sich das genau vorzustellen hat, zeigt folgendes Video:

The Physical Web in Chrome für Android integriert

The Physical Web will Nutzern einen leichteren Zugang zu digitalen Ressourcen, die mit ihrer aktuellen Umgebung in Verbindung stehen, ermöglichen. Dazu verwendet es Beacons, die über Bluetooth Signale an Smartphones senden. Damit können beispielsweise Lagepläne von Sport-Stadien direkt an die Besucher einer Veranstaltung gesendet werden. The Physical Web setzt dabei darauf, verschiedene Anwendungen über ein gemeinsames Netzwerk verfügbar zu machen. Nun unterstützt auch Chrome für Android die neue Technologie; Chrome für iOS ist bereits damit ausgestattet. Der Rollout für Android-User wird noch eine Weile dauern; danach erhalten Nutzer des Browsers aber automatisch eine Notification, sobald sie erstmalig in Reichweite eines solchen Beacons sind.

Microsoft-Apps bald auch auf Acer-Mobilgeräten

Microsoft hat kürzlich seine Kooperation mit Acer bekanntgegeben. Damit hat sich der Softwarekonzern einen weiteren Hardware-Hersteller ins Boot geholt, der Microsoft-Apps auf Android-Geräten vorinstalliert. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen Acers Android-Smartphones und -Tablets teilweise unter anderem mit Clients für Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, OneDrive und Skype ausgeliefert werden. Weitere Informationen zur neuen Partnerschaft finden Interessierte im Microsoft-Blog.

People-API von Android ist erschienen

Android beginnt aktuell damit, die Abfrageroutinen für die User-Kontaktlisten umzustellen. Bislang mussten mehrere Aufrufe sowohl an das API von Google+ als auch an das Contact-API gesendet werden. Letzteres wird nun langsam durch das People-API ersetzt. Sofern User es der Software erlauben, wird das auf HTTP und JSON basierende API jetzt eine Liste der Kontakte zusammen mit etwaigen verlinkten Profilen zurückliefern. Daten aus verschiedenen Quellen werden so in einer einzigen zusammenhängenden Datenquuelle gebündelt. Wie genau Entwickler diese Operation durchführen können, erläutert Laurence Morony in Androids Entwickler-Blog. Entscheidend ist dabei das people.connections.list-Objekt, dessen Dokumentation – neben anderen weiterführenden Informationen – im Beitrag ebenfalls verlinkt wird.

Visual Studio Team Services: Bessere Qualität durch Pull Requests

Pull Requests kommen dann zum Einsatz, wenn Teile eines Features oder das komplette Feature fertiggestellt sind und diese in das Produkt integriert werden sollen. Für Entwickler sind „Pull Requests“ die Anfrage, ob der eigene Code im Branch-System auf einen anderen Branch gemerged werden darf oder kann; das dient unter dem Strich natürlich der Qualitätssicherung. Welche Qualitätskriterien ein Pull Request überprüft und wie der Workflow genau funktioniert, erklärt Karsten Kempe, MVP für Visual Studio ALM, in diesem kurzen Video:

Nostalgie mit Microsoft: Windows 3.1 im Browser verfügbar

Windows 3.1 wurde am 1. März 1992 veröffentlicht und war erstmals als Update für ein früheres Windows erhältlich. Zu den wichtigsten Neuerungen zählten die standardmäßige Multimedia-Unterstützung, Drag-and-Drop und die Integration der Windows-Registrierungsdatenbank. Mit dieser Version wurden Farbtiefen bis zu 32 Bit unterstützt. Rund 24 Jahre später kann Windows 3.1 wieder im Browser genutzt werden: Jason Scott vom Malware Museum hat unter „The Windows 3.x Showcase“ eine 1.500 Freeware-Programme umfassende Sammlung bereitgestellt. Darunter befinden sich Anwendungen wie Brickbuster, Ms. Chomp oder Windows 95 Demo. Wer also in der Vergangenheit schwelgen möchte, findet hier sicher das Richtige.

Geekmusik

Zum Wochenabschluss ein kleines musikalisches Geek-Schmankerl: Fettes Brot featuring das Geekchester mit „Jein“. Eine Produktion des Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann, für die angeblich ein Jahr Planung und 180 Kilo Elektroschrott nötig waren. Die von Zuschauern zugesendeten Festplatten, Platinen, Modems und Flachbettscanner haben Mitarbeiter der Sendung zu Musikinstrumenten umfunktioniert. So werden beispielsweise die Elektromotoren in den Geräten so angesteuert, dass sie die gewünschten Töne von sich geben. Die Raps von Fettes Brot dazu und schon ergibt sich eine groovende Elektroversion des Hits „Jein“. Schönes Wochenende!


 

Aufmacherbild: Four rock musicians (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Ladislav Krajca

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