VR for Real: Neuigkeiten aus der Welt der Virtual Reality

Unity 5.5: Support für Windows Holographic, Oculus-Touch-Spielbereich & Assassins Creed The VR Experience verfügbar
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In unserer Reihe „VR for Real“ informieren wir euch einmal pro Woche über die neusten Entwicklungen, aktuelle Neuerscheinungen im VR-Gaming-Bereich und all das, was sonst noch bei der Arbeit in der virtuellen Realität Spaß macht. Dieses Mal geht es dabei unter anderem um den Support von Windows Holographic in Unity 5.5, den kleineren Spielbereich bei Oculus Touch und die Verfügbarkeit von Assassins Creed The VR Experience.

Auch diese Woche ist das VR for Real vollgepackt mit allerhand Neuigkeiten aus den Bereichen Hardware, Software und Entertainment im Virtual-Reality-Bereich. Und natürlich darf auch ein kleines Fundstück nicht fehlen, das es ermöglicht, das weiße Haus nur per AR-App und einem 1-Dollar-Schein zu besichtigen.

☆ Oculus Rift, HTC Vive & Co.

In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns mit VR-Hardware – von Oculus Rift über Samsungs Gear VR bis hin zur HTC Vive.

PlayStation-VR-Verkaufszahlen nach unten korrigiert

Wir erinnern uns: Vor kurzem gab ein Bericht von SuperData einen umfangreichen Ausblick auf die möglichen Verkaufszahlen der gängigen Virtual-Reality-Headsets. Der größte Gewinner: die PlayStation VR mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren. Nun hat SuperData diese Zahlen jedoch deutlich nach unten korrigiert; aktuell geht man nur noch von knapp 745.000 verkauften Sony-Headsets in 2016 aus. Damit liegt die PSVR allerdings immer noch deutlich vor den High-End-Headsets Oculus Rift (355.000 Einheiten) und HTC Vive (450.000 Einheiten) und muss sich nur der Gear VR geschlagen geben, deren Verkaufszahlen auf über 2,3 Millionen Headsets geschätzt wird. Mehr Informationen dazu bietet ein Artikel von Jonathan Nafarrete.

ZapBox – eine kostengünstige HoloLens-Style-Mixed-Reality-Experience?

Microsofts HoloLens ist sicher eines der meist erwarteten Headsets, mit dem User in eine ganz neue Mixed-Reality-Erfahrung eintauchen können. Leider muss man sich noch ein wenig gedulden, bis die HoloLens marktreif ist; für die meisten dürfte das knapp 3.000 US-Dollar kostende HoloLens-Dev-Kit zudem aktuell nicht erschwinglich sein. Das britische Start-Up Zappar hat mit ZapBox nun eine kostengünstige Alternative für eine HoloLens-artige Mixed-Reality-Experience vorgestellt. Das Projekt wurde als Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, hat aber bereits kurz nach dem Start das veranschlagte Ziel von 30.000 US-Dollar erreicht.

ZapBox funktioniert ähnlich wie Google Cardboard und nutzt einen sogenannten „Video-See-Through“-Ansatz. Dabei, so sagt Alice Bonasio, greift ein Code auf die Kamera des verwendeten Smartphones zu, um die Umgebung auf passende Pointcodes zu scannen. Diese erlauben laut Bonasio „accurate, real-time mapping of the user’s location in relation to objects (both real and computer-generated)“. Natürlich gibt es noch einige kleinere Probleme, die das Entwickler-Team in Zukunft ausbessern will, allerdings zeigt sich die kostengünstige HoloLens-Alternative durchaus vielversprechend, meint Bonasio. Ihre Eindrücke zu dem Headset hat sie in einem entsprechenden Artikel geschildert; mehr Informationen zu ZapBox sowie ein Demo-Video finden sich auf der zugehörigen Kickstarter-Seite.

Merge VR erweitert sein Einzelhandelsangebot in Europa und Asien

Google Cardboard spielt eine wichtige Rolle, um Usern einen kostengünstigen Einstieg in die vielfältige Welt der Virtual Reality zu bieten. Neben den „Original-Cardboards“ bieten aber auch viele weitere Hersteller entsprechende Headsets an – darunter zum Beispiel Merge VR. Deren Headset war bisher nur in den USA, Kanada und Großbritannien verfügbar, steht ab sofort aber auch im Einzelhandel in vielen weiteren Ländern in Europa und Asien – darunter auch Deutschland – zur Verfügung. Mehr Informationen dazu bietet der zugehörige Artikel von Peter Graham.

☆ Tools für das VR-Development

Hier bieten wir einen Ausblick auf neue Tools sowie Tipps und Kniffe für die Entwicklung im VR-Umfeld.

Unity 5.5 kommt mit HoloLens-Integration

Mit Unity 5.5 steht seit letzter Woche die neuste Version der Spieleentwicklungs-Engine zur Verfügung. Im Gepäck hat sie vor allem auch für VR-Entwickler einige Neurungen und Verbesserungen. Highlight der neusten Unity-Version ist allerdings die Integration von Windows Holographic und damit der vollständige Support von Microsofts HoloLens. Dazu zählt zum Beispiel die direkte Integration der Holographic Emulation in den Unity-Editor; Entwickler können so direkt aus dem Unity Editor heraus Prototypen erstellen, debuggen und Designs interieren. Darüber hinaus bringt Unity 5.5 ein neues Particle-System, Line-Renderer-Komponenten und ein verbessertes Animations-Fenster mit. Alle Änderungen lassen sich den Release Notes entnehmen; mehr Informationen zum Support von Windows Holographic in Unity 5.5 bietet ein Artikel von Peter Graham.

Oculus Touch: Kleinerer Spielbereich als bei der HTC Vive

Roomscale-VR-Experiences sind nach wie vor viel diskutiert – nicht zuletzt angesichts des anstehenden Release der Oculus-Touch-Controller, die auch Oculus-Rift-Usern die langerwartete Roomscale-Experience bescheren sollen. Vor allem gegen die HTC Vive muss man sich dabei behaupten – und das könnte schwerer werden, als es Oculus lieb sein dürfte. Wie ein Artikel von Ian Hamilton nun zeigt, ist der Spielbereich mit Oculus Touch nämlich bedeutend kleiner als bei der Vive. Nutzt man selbige mit zwei HTC Vive Base Stations, ist ein Abstand von bis zu fünf Metern diagonal zwischen beiden Stationen möglich, empfohlen wird ein Spielbereich von 3,5 m x 3,5 m.

Bei den neuen Touch-Controllern sieht das schon ganz anders aus: Selbst wenn man einen zusätzlichen Sensor nutzt, kommt man gerade mal auf ein Spielfeld von 2,5 x 2,5m, hat man nur zwei Sensoren zur Verfügung, fällt das ganze noch mal geringer aus. Zwar muss das nicht zwingend zu einem schlechteren Spielerlebnis führen, allerdings dürften User, die vor allem Roomscale-lastige Spiele nutzen wollen, hier vielleicht doch eher zur HTC Vive greifen. Warten wir ab, wie die ersten Benutzerberichte ausfallen; die Oculus-Touch-Controller stehen ab heute im Einzelhandel zur Verfügung.

Virtual Desktop 1.2 erhält Motion-Controller-Support

Den kompletten Bildschirminhalt in der virtuellen Realität nutzen – das geht etwa mit Virtual Desktop. Wie die VR Nerds berichteten, steht ab Version 1.2 der Anwendung auch Support für Motion Controller wie Oculus Touch oder die Controller der HTC Vive zur Verfügung; zudem bietet Virtual Desktop 1.2 eine Reihe neuer Räume sowie weitere Verbesserungen. Der folgende Trailer bietet einen ersten Eindruck der Neuerungen:

Offiziell erscheint das Update am 6. Dezember und ist für bestehende User kostenlos. Neue User finden Virtual Desktop sowohl auf Steam (Kostenpunkt: 14,99 Euro) oder im Oculus Store (13,99 Euro).

VLC Media Player mit 360-Grad-Video-Support

Der VLC Media Player wird besonders gern genutzt, weil er nahezu jedes Dateiformat abspielen kann. Eine der wenigen Ausnahmen bisher: 360-Grad-Videos und -Bilder. Das soll sich jetzt jedoch ändern, denn mit der neusten Technical Preview des Media Players kommt Support für 360-Grad-Content. VLC 360 macht sich dabei die Spezifikationen von Google für Spatial Media zu Nutze; für die Zukunft plant VLC-Entwickler Video Lan zudem Support für verschiedene VR-Headsets und 3D-Audio-Playback. Alle weiteren Informationen zum Thema finden sich in einem Artikel von Joe Durbin.

☆ VR und Entertainment

Virtual Reality erobert auch immer mehr den Entertainment-Bereich. In diesem Abschnitt geht es darum um die aktuelle Entwicklung von VR für Games sowie Film und Fernsehen.

Rez Infinite für PSVR gewinnt bei Game Awards

Bei den jährlich stattfinden Game Awards wurde dieses Jahr zum ersten Mal der Preis des „Best VR Games“ vergeben. Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatten die hierfür nominierten Spiele allerdings für einige hochgezogene Augenbrauen und viele Diskussionen gesorgt, denn bei allen Games handelt es sich um PlayStation-VR-Titel. Den Preis des besten VR-Games konnte schlussendlich das von Enhance Game entwickelte Rez Infinite für sich verbuchen; in den Kategorien Best Mobile Game und Best Family Game hatte mit Pokemon Go zudem ein Augmented-Reality-Titel die Nase vorn. Mehr Informationen zu den Game Awards bietet der zugehörige Artikel von Joe Durbin.

Assassins Creed VR-Experience für Oculus Rift verfügbar

Bereits im März stellte AMD auf der Game Developers Conference seine Pläne für eine Virtual-Reality-Experience für Assassins Creed vor; nun steht Assassins Creed The VR Experience offiziell zur Verfügung. Die VR-Experiences wurde mithilfe von AMDs Radeon-Technologie entwickelt und gerendert, um das Erstellen von Real-Time-fotorealistischem-VR-Content zu unterstützen. Assassins Creed The VR Experience steht kostenlos für Oculus Rift und Gear VR via der Oculus Video App zur Verfügung, alternativ kann man sie sich auch als 360-Grad-Video auf Facebook ansehen. Einen Eindruck bietet zudem das folgende Video:

☆ VR for Fun

Ein bisschen Spaß darf auch in der Virtual Reality nicht fehlen. Hier stellen wir euch einige unterhaltsame Fundstücke aus allen Themengebieten vor.

Tour durchs Weiße Haus – mit der AR-App 1600 und einem 1-Dollar-Schein

Das weiße Haus dürfte eines der berühmtesten Gebäude in den USA sein. Dessen Besuch ist aber längst nicht für jeden möglich, geschweige denn erschwinglich. Dank der Zusammenarbeit der White House Historical Foundation und Nexus Studios wird die Tour des Weißen Hauses nun aber bedeutend einfacher. Alles, was man dafür braucht, ist die für iOS und Android zur Verfügung stehende Augmented-Reality-App 1600 sowie einen 1-Dollar-Schein. Dieser wird einfach auf den Tisch oder eine andere flache Unterlage gelegt und die App darauf gerichtet; anschließend steht eine vollständig begleitete Führung durch das weiße Haus sowie besondere White-House-Events zur Verfügung. Alle weiteren Informationen dazu gibt’s im zugehörigen Artikel von Kyle Melnick.

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