Tipps & Tricks zur SEO-Optimierung

Besseres Ranking dank Black-Hat-SEO – auf White-Hat-Art
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SEO heißt, seine Website für Suchmaschinen – in den meisten Fällen wohl Google – zu optimieren. Wer bei Google ganz vorne rankt, wird gefunden und hat somit gewonnen. Doch das ist leichter gesagt als getan, vor allem, wenn alle dieselben Taktiken anwenden. Was kann man also tun, um sich von der Masse abzuheben? Ein interessanter Ansatz sind sogenannte Black-Hat-SEO-Strategien, die aber auf White-Hat-Art eingesetzt werden und so Googles Webmaster-Richtlinien nicht verletzen.

Richtig gehört: Black-Hat-SEO, aber auf White-Hat-Art. Wie das gehen soll? Relativ einfach, erklärt Eric Siu. Die Black-Hat-Strategien sollten in die eigenen Link-Building-Kampagnen einfließen, sodass der organische Traffic in die Höhe schießt. Soweit der Plan. Doch was versteht man überhaupt unter Black-Hat-SEO?

Black-Hat-SEO vs. White-Hat-SEO

Unter Black-Hat-SEO versteht man im Gegensatz zu White-Hat-SEO eine Vorgehensweise der Suchmaschinenoptimierung, bei der Googles Webmaster-Richtlinien bewusst verletzt werden. Diese Richtlinien legen fest, welche Maßnahmen Webmaster durchführen können bzw. dürfen, damit ihre Website besser gefunden, indexiert und platziert wird. Auch einige der unerlaubten Verfahren sind darin beschrieben, die etwa zur „endgültigen Entfernung einer Website aus dem Google-Index oder zu einer sonstigen Beeinträchtigung durch automatische oder manuellen Spammaßnahmen führen können.

Black Hats nutzen zur SEO-Optimierung also Spam-Methoden wie etwa das automatisierte Linksetzen, Keyword Stuffing oder Article Spinning. Auf diese Weise wird unliebsame Konkurrenz aus dem Suchmaschinen-Index verbannt, wodurch Black Hats zumindest kurzzeitig eine hohe Linkpopularität erlangen und somit Gewinne einstreichen können. Da das Ganze aber gegen die von Google veröffentlichten Richtlinien verstößt und Betreiber von Black-Hat-SEO früher oder später abgestraft werden, ist es wichtig, den gegebenen Spielraum zu nutzen und Black-Hat-SEO auf die White-Hat-Art durchzuführen.

Zum Weiterlesen: Die beliebtesten SEO-Mythen und Entdeckungen

SEO-Optimierung auf Grey-Hat-Art

Um den eigenen organischen Traffic zu steigern, bietet es sich an, einige der beliebtesten Black-Hat-Strategien so abzuwandeln, dass sie als White-Hat-SEO durchgehen – man könnte also von Grey-Hat-SEO sprechen.

Link Wheels: So bietet es sich zum Beispiel an, Link Wheels zum Link-Building einzusetzen, um die Linkpopularität zu steigern. Je mehr Links auf die eigene Website verweisen, umso besser – stellt man sich dann ein geschlossenes System von Sites vor, die alle aufeinander verweisen, wird deutlich, dass deren Links immer stärker werden.

Link Wheels, Quelle: http://www.sitepoint.com/how-to-rank-using-black-hat-seo-tactics-in-a-white-hat-way/

Link Wheels, Quelle: http://www.sitepoint.com/how-to-rank-using-black-hat-seo-tactics-in-a-white-hat-way/

Das Problem mit Link Wheels ist, dass die verlinkten Websites selbst kaum Content und so dem Nutzer keinen Mehrwert bieten. Allerdings ist das Konzept hinter der Methode nicht schlecht: Die verlinkten Sites müssen nur seriös sein. Möchte man etwa Links zu einer Verkaufsseite von Autos erstellen, bietet es sich an, auf autorisierten Auto-Websites Gastbeiträge zu verfassen, die sich mit verschiedenen Aspekten von Fahrzeugen beschäftigen. Diese Posts lassen sich dann auf die eigene Hauptseite oder -Artikel verlinken und bilden so ein repräsentatives Link Wheel. Am besten verlinkt man die eigene Homepage aber nicht von jeder Speiche des Rads – stattdessen erstellt man besser eine weitere relevante Quelle und verlinkt diese von jedem Artikel aus.

Blended Link-Building: Um das Ranking einer Website zu erhöhen, gilt die Annahme, dass mehr Links auch immer besser sind. Allerdings kommt es viel eher auf die Autorität der jeweiligen Links an: Referenziert eine wichtige Quelle, wie etwa Wikipedia oder die New York Times, auf den eigenen Artikel, wertet Google diesen als genauso wichtig. Black Hats suchen sich dann entweder jemanden, der auf ihre Website verlinkt, oder erstellen die Quellen (wie beim Link Wheel) selbst. Doch das Ganze funktioniert auch legal: Nämlich indem man selbst guten Content erstellt, auf den andere dann verlinken – auf diese Weise optimiert sich der eigene und der referenzierte Content ständig gegenseitig. Aktiv vorantreiben lässt sich das Blended Link-Building, indem man etwa themenähnliche Quellen identifiziert und die Betreiber der Website bittet, auf den eigenen Beitrag zu verlinken. Aber auch Gastposts auf bekannten Sites sowie die Optimierung auf wichtige Keywords sind eine gute Möglichkeit zur Steigerung des Blended Link-Buildings.

Tiered Link-Building: Umso populärer eine Website ist, die auf einen eigenen Beitrag verlinkt, desto stärker ist der Backlink. Das allerdings zu erreichen, ist relativ schwierig. Black Hats erstellen deshalb Links zu Websites, die bereits zu ihnen selbst linken, um die eigene Autorität und das Ranking zu verbessern – das sogenannte Tiered Link-Building.

Tiered Link-Building, Quelle: http://www.sitepoint.com/how-to-rank-using-black-hat-seo-tactics-in-a-white-hat-way/

Tiered Link-Building, Quelle: http://www.sitepoint.com/how-to-rank-using-black-hat-seo-tactics-in-a-white-hat-way/

Wandelt man die Taktik etwas ab und nutzt Gastbeiträge, um auf Quellen zu verlinken, die bereits auf die eigene Site linken, funktioniert das Ganze tadellos. Beim Schreiben von Gastbeiträgen sollte man sich also stets fragen, ob bereits relevanter, auf einen selbst verweisender Content existiert, den man im Post erneut anbringen kann.

Web Scraping: Das Web Scraping galt lange Zeit als die Technik der Wahl bei Black Hats. Dabei werden Inhalte von Websites manuell oder mit Hilfe von Software extrahiert, kopiert und gespeichert sowie ggf. in verändertem Design auf der eigenen Website wiederverwendet. Auch die Kontaktdetails werden so abgegriffen und automatische Link-Anfragen oder Spam-Sites verbreitet. Wendet man Web Scraping allerdings positiv an, kann es einer Website mit Inhalten anderer Websites einen Mehrwert bieten. Spezifisch das Contact Scraping kann genutzt werden, um etwa fehlerhafte Links aufzuspüren und diese direkt an die Webmaster der jeweiligen Site zu melden. Verkäufer nutzen diese Taktik zum Beispiel, um automatisiert Kontaktdaten von Profilen und Websites abzugreifen.

SEO – Do it the right way

Auf den ersten Blick scheint gutes Link-Building einfach zu sein, doch an jeder Ecke lauern Stolpersteine. Auch wenn es Ratschläge en masse gibt, wie man sein Suchmaschinenranking am besten optimiert, bleibt doch eine Frage offen: Wie kann ich mich mit meiner Website von den unzähligen anderen abheben, die doch die gleichen Richtlinien befolgen? Eine Antwort darauf lautet: Nutze Black-Hat-SEO – aber immer auf die White-Hat-Art. Befolgt man die vorgestellten Tipps und handelt integer, kann das der eigenen Website zu einem besserem Ranking, höherem Traffic und gesteigerten Conversions verhelfen.

    Aufmacherbild: Spy glyph icon (modifiziert)  von Shutterstock / Urheberrecht: Aha-Soft

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