Außerdem: Particle & Google Cloud Platform arbeiten vernetzt

Inside IoT: Arduino ESLOV IoT Invention Kit, Android Wear 2.0 & Nissans autonomer Stuhl
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Arduino stellt mit dem ESLOV IoT Invention Kit ein eigenes IoT-System vor, Android Wear 2.0 verschiebt sich auf nächstes Jahr und Particle & die Google Cloud Platform arbeiten vernetzt zusammen. Außerdem veröffentlicht Tibco ein IoT-Integration-Kit Open Source, Nissan stellt einen autonomen Stuhl vor und zum Abschluss gibt’s eine Infografik zum Internet of Things.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Arduino stellt IoT-System vor

Sofern ein Mikrocontrollerboard eines Herstellers eine modifizierte Version der Arduino-IDE und ein eigenes Hardwaredesign anbietet, kann dieses von Arduino zertifiziert werden. Genau das ist auch beim ESLOV IoT Invention Kit passiert, das derzeit auf Kickstarter auf Unterstützung wartet. Das Plug-and-Play-Kit ist ein offizielles Arduino-Produkt, das die Möglichkeiten des Internet of Things auf die eigene Hardware bringt und somit das Erstellen von smarten Devices vereinfachen soll.

ESLOV besteht aus intelligenten Modulen, die in Zusammenarbeit schnell und einfach Projekte ermöglichen – ganz ohne Hardware- oder Programmiervorkenntnisse. Auf diese Weise können verschiedene Sensoren und Anschlüsse miteinander verbunden werden. Via Hub wird das Ganze dann mit dem PC verbunden, wo ESLOVs Visual-Code-Editor automatisch jedes Modul erkennt und auf dem Bildschirm darstellt. Verbindungen zwischen den Modulen werden im Editor einfach gezeichnet, aber auch die Programmierung mit dem Arduino Editor ist möglich.

arduino

ESLOV IoT Invention Kit

Insgesamt gibt es 25 Module, darunter Buttons, LEDs, Mikrofone etc., die mit einem ATmega328P-Prozessor versehen sind. Je nach Ausstattung schlägt das Toolkit mit einem Preis von 55 Dollar bis 499 Dollar zu Buche. Bei erfolgreicher Unterstützung soll ESLOV im Juni 2017 ausgeliefert werden.

Android Wear 2.0 kommt nächstes Jahr

Bereits vor einiger Zeit erreichte uns die Ankündigung, dass große Hersteller in diesem Jahr keine neuen Android-Wear-Modelle veröffentlichen wollen. Jetzt vertröstet auch Google Nutzer auf nächstes Jahr: Android Wear 2.0 wird erst 2017 erscheinen; ursprünglich wurde die zweite Hauptversion für den Herbst dieses Jahres angekündigt.

Dafür stellte man nun aber zumindest die dritte Developer Preview für Android Wear 2.0 vor. Eines der wichtigsten Features ist der direkte Zugang zum Play Store. Nutzer können jetzt Apps direkt auf der Smartwatch suchen und installieren. Damit geht einher, dass ab sofort sogenannte Watch-Only-Apps entwickelt werden können. Es ist also nicht länger nötig, eine App zusätzlich auf dem Smartphone zu installieren. Die Uhr wird damit ein eigenständigeres Device. Aber auch die Smart-Reply-Funktion kann sich sehen lassen und soll Nutzern mühsame Tipparbeit ersparen. Alle Neuerungen der dritten Developer Preview von Android Wear 2.0 finden sich im ausführlichen Blogpost.

Particle & Google Cloud Platform arbeiten vernetzt

Die Entwicklung von IoT-Produkten und -Lösungen bedingt die Kombination einer Menge hochkomplexer Technologien. Google will Entwicklern das alles etwas erleichtern und stellt eine direkte Vernetzung zwischen der IoT-Cloud-Plattform Particle und Google Cloud Platform (GCP) vor. Dieser Schritt soll das Zusammenführen von Daten und Datentools wie Google Cloud Dataflow oder Google Big Query erleichtern. Da immer mehr Geräte Particle unterstützen, erhoffen sich die Mountain Viewer durch die Integration weiteren Zulauf:

With this integration, we believe developers and product builders will be able to bring production-quality products to market faster, blending the Particle device ecosystem and platform with GCP’s scalable and innovative data solutions.

Zum Einstieg gibt’s ein Tutorial; ausführliche Informationen können dem zugehörigen Blogpost entnommen werden.

API Summit 2017

Web APIs mit moderner Web-Technologie konsumieren

mit Rainer Stropek (software architects)

API First mit Swagger & Co.

mit Thilo Frotscher (Freiberufler)

Tibco veröffentlicht IoT-Integration-Kit Open Source

Tibco entwickelt Softwareprodukte für die Vernetzung und Integration von Applikationen und Systemen in Enterprise-Umgebungen. Jetzt will das Unternehmen auch im IoT-Business mitmischen und veröffentlicht eine Integration-Engine unter Open-Source-Lizenz. Project Flogo soll dabei zur Laufzeit zwanzigmal weniger Ressourcen als Node.js und sogar fünfzigmal weniger als Java verbrauchen. Dabei sei die Engine aber in der Lage, eine Applikationslogik auszuführen, die von nicht oder nur unregelmäßig verbundenen Geräten benötigt wird. Das Toolset läuft auf allen Devices, die Go unterstützen und soll Entwicklern dabei helfen, Prozesse von Cloud-Servern auf Endpoint-Devices zu verlagern. Damit sinken die Kosten, da keine konstante Konnektivität nötig ist.

Nissan stellt autonomen Stuhl vor

Selbstfahrende Autos? Kann ja jeder. Deshalb hat sich Nissan einfach mal ein bislang unerschlossenes Feld gesucht: Warteschlangen und Sitzmöglichkeiten. Erstens ist nervig und anstrengend und zweitens fehlt dabei meistens. Aus diesem Grund gibt es jetzt den Propilot Chair, der einem zwar nicht das Warten abnimmt, dafür aber das Stehen.

Der Stuhl versüßt den Warteprozess, indem er selbstständig nachrückt. Anhand von Kameras und Drucksensoren erkennt der Propilot Chair den Stuhl vor sich, folgt ihm in einem zuvor festgelegten Abstand und legt einen abgesteckten Weg zurück. So kann auch kein anderer Stuhl überholen. Hat man das Ende der Warteschlange erreicht, fährt der nun leere Stuhl wieder an den Anfang zurück. Die gleiche Technologie wird übrigens auch im Nissan Serena verwendet, der automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und die Spur hält. Gute Werbung für die eigenen autonomen Fahrfunktionen also.

Infografik zum IoT

Wem noch nicht ganz klar ist, was das Internet of Things eigentlich so ganz genau ist, sollte sich die folgende Infografik von RS Components anschauen. Hier zeigt sich, inwieweit das „Internet der Dinge“ entwickelt ist, welches Potenzial in den Technologien steckt und wie es praktisch umsetzbar ist.

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