Außerdem: Hewlett Packard Enterprise startet IoT-Plattform

Inside IoT: Pakete per Drohne, Konkurrenz für Amazon Echo & Neues aus der Welt der Mobilität 4.0
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es unter anderem um Testprogramme für die Auslieferung per Drohne von DHL und Amazon, Konkurrenz für Amazon Echo von Google und eine neue IoT-Plattform von Hewlett Packard Enterprise. Außerdem kommt die Swatch mit Bezahlfunktion nach Europa, wir haben News aus der Welt der Mobilität 4.0 für euch und zeigen, wie ihr euch am Pfingstwochenende sinnvoll mit openHAB und Raspberry Pi beschäftigen könnt.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

DHL startet Drohnenlieferung

Für Logistikunternehmen sind die letzten Kilometer in der Paketzustellung besonders schwierig und kostenintensiv. Aus diesem Grund testete die DHL in Reit im Winkl die automatisierte Paketzustellung per Drohne. Die Transportdrohne, Paketkopter genannt, wurde erstmals erfolgreich in die logistischen Abläufe der Paketzustellung eingebunden. Dafür wurde eine spezielle Packstation entwickelt, über die Kunden ihre Sendungen versenden und empfangen können. In der dreimonatigen Testphase wurden 130 autonome Be- und Entladungen durchgeführt. Die Paketdrohne legte pro Strecke acht Kilometer und 1200 Meter Höhe in rund acht Minuten zurück. Laut DHL hätte eine Lieferzeit mit dem Auto im Winter etwa 30 Minuten betragen. Ob und wann eine solche Lieferoption massentauglich sein wird, bleibt abzuwarten.

Amazon Prime Air kommt nach Österreich

Amazon startet ein Forschungszentrum für Drohnen in Österreich. Der Online-Riese will in Graz sein Drohnenprogramm Prime Air weiterentwickeln und u. a. am sogenannten Sense-and-Avoid-Konzept arbeiten. Dabei handelt es sich um Strategien zur Vermeidung von Zusammenstößen mit anderen Flugkörpern oder mit Personen bei der Landung. Um das voranzutreiben, arbeitet Amazon mit der TU Graz zusammen und setzt dabei auf Computervision.

Amazon Echo bekommt Konkurrenz von Google

Man munkelt, dass auf der kommende Woche stattfindenden Google I/O ein Konkurrent für Amazons Sprachassistent Alexa vorgestellt werden könnte. Das Device trägt bislang den internen Projektnamen Chirp und soll dem OnHub-Router ähneln. Über den genauen Funktionsumfang ist bis dato nichts Genaues bekannt, allerdings kann davon ausgegangen werden, dass Chirp ähnliche Features wie Amazon Echo aufweisen wird. So wird das Gerät wohl Musik abspielen, Bücher vorlesen, Kalendereinträge erstellen und Informationen aus dem Web zusammentragen können. Allerdings hat Chirp im Gegensatz zu Alexa einen großen Vorteil: Die Technologie stützt sich auf Dienste und Ergebnisse von Google selbst. Wahrscheinlich ist, dass Chirp durch den Befehl „Ok Google“ aktiviert wird – genau wie bei Android-betriebenen Geräten. Es bleibt also spannend, was Google auf der I/O der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Hewlett Packard Enterprise startet IoT-Plattform

Auf der IoT World 2016 hat Hewlett Packard Enterprise (HPE) ein neues Management-System vorgestellt, das Unternehmen bei der Informationsverarbeitung im Internet of Things unterstützen soll. Die Universal Internet of Things Platform verspricht, jeden Schritt eines Analyseprozesses zu verschlanken – beginnend bei der initialen Datenerfassung. Laut HPE ist es mit der Plattform möglich zu definieren, welche Messwerte gesammelt werden sollen. Diese Informationen werden dann über das am besten passende Netzwerk-Protokoll importiert und anschließend in ein Format konvertiert, das reibungslos weiter verarbeitet werden kann. Die finale Ausgabe erfolgt über oneM2M.

Swatch mit Bezahlfunktion in Europa

Dass Swatch eine Uhr mit Bezahlfunktion auf den Markt bringen will, ist nichts Neues: Bereits im Oktober 2015 wurden in China die Bellamy-Smartwatches vorgestellt. Das NFC-basierte Bezahlsystem wird von Visa unterstützt. Jetzt hat Swatch einen Vertrag mit der Cornèr Bank unterzeichnet, der es ermöglicht, die Uhr auch in der Schweiz zu vertreiben. Ab Mitte Juni sollen Schweizer Kunden für rund 105 Franken kontaktlos via Handgelenk bezahlen können. Die Bezahlung wird dann wie mit einer Prepaid-Bankkarte funktionieren, sodass die Uhr mit Geld „aufgeladen“ werden muss.

Neues aus der Welt der Mobilität 4.0

Autonomes Fahren ist und bleibt ein Trendthema. Das hat mittlerweile auch die deutsche Autoindustrie erkannt: BMW-Vorstandschef Harald Krüger erklärte auf der Hauptversammlung, dass auch BMW an einem autonomen Fahrzeug arbeite. Allerdings gibt sich der Automobilkonzern dafür etwas mehr Zeit als beispielsweise Google oder Tesla: 2021 soll das neue Modell auf den Markt kommen. Das Auto mit dem Namen i Next soll autonome Fahrtechnologie mit der „nächsten Generation der Elektromobilität“ vereinen. Zu den Features zählen außerdem digitale Konnektivität, intelligentes, leichtes Design und eine komplett neue Innenausstattung. Weitere Informationen gibt es derzeit noch nicht. Die Konkurrenz hingegen schläft nicht: Google sucht derzeit nach Testfahrern für seine selbstfahrenden Autos und Elon Musk gab in letzter Zeit vermehrt Hinweise darauf, dass der neue Tesla Model 3 ein autonomes Fahrsystem haben soll.

Blinky LEDs mit openHAB auf Raspberry Pi

Wer am Pfingstwochenende noch nichts vorhat und ein bisschen basteln möchte, dem sei das folgende Tutorial ans Herz gelegt: Erich Styger erklärt erst einmal, wie man das openHAB-Smart-Home-System auf einem Raspberry Pi installiert. Hat man diese Hürde gemeistert, kann man sich daran machen, eine lokale LED zu steuern und zum Leuchten zu bringen. Gelingt einem das, zeigt Styger, wie man jeden GPIO-Pin des Raspberry Pi kontrollieren kann. Viel Spaß!

 

Aufmacherbild: Modern RC Drone / Quadcopter with camera flying on a clear sunny sky sunset background with nice lens flare (modifiziert) von Shutterstock / Urheberrecht: Alexander Kirch

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