Außerdem: IoT in Deutschland noch Neuland

Inside IoT: Fedora auf Raspberry Pi, neue Microsoft IoT Starter Kits & eine Discokugel für Halloween
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Diese Woche: Fedora kommt auf den Raspberry Pi, es gibt neue Microsoft IoT Starter Kits für den Raspi und das IoT ist noch ein Nischenmarkt in Deutschland. Außerdem gab es eine erneute DDoS-Attacke über IoT-Botnets und wir zeigen euch das beste Raspberry-Pi-basierte Kostüm für Halloween.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Fedora kommt auf den Raspberry Pi

Seit langem ist der Wunsch nach einer Raspberry-Pi-tauglichen Variante der Linux-Distribution Fedora laut – jetzt ist es endlich soweit: Fedora 25 Beta läuft erstmals auf Raspberry Pi 2 und Raspberry Pi 3. Mit inbegriffen sind etwa ein Grafiktreiber mit 3D-Beschleunigung und die Sicherheitserweiterung SELinux. Somit unterscheidet sich Fedora für Raspberry Pi kaum noch von einer für x86-PCs gemachten Fedora-Distribution.

Da allerdings kein Raspi-spezifischer Kernel zum Einsatz kommt, erhalten unter Fedora laufende Einplatinencomputer immer mit einer neuen Fedora-Version ein Update. Derzeit unterstützt das sogenannte ARMv7-Fedora noch nicht den WLAN-Chip des Raspis sowie Ton, Kamera, Media Decode und HATs. Ebenfalls nicht unterstützt werden alte ARMv6-Raspberry-Pis wie Zero, Model A, Model B und das Compute Module. Ausführliche Informationen gibt’s im Blogpost von Fedora.

Raspberry Pi: Neue Microsoft IoT Starter Kits

Microsoft hat zwei neue Starter-Kits für Windows-10-Einsteiger vorgestellt: das Microsoft Internet of Things Pack für Raspberry Pi 3 von Adafruit und das Seeed Grove Starter Kit for IoT based on Raspberry Pi von Seeed Studio. Das Starter-Pack von Adafruit enthält einen Raspberry Pi 3 und verschiedene Utensilien, die beim Start mit Elektronik und Windows 10 IoT Core helfen sollen. Erhältlich ist das Ganze über Adafruit zu einem Preis von rund 115 Dollar. Seeeds Starter-Kit nutzt einen gewöhnlichen Konnektor, um die Verbindung mit der Geräte-Plattform zu erleichtern. Damit ist also keine Lötarbeit notwendig. Zusätzlich gibt es eine ganze Reihe an Erweiterungen, sodass sowohl Anfänger als auch Profis das Seeed-Kit einsetzen können. Über den Microsoft-Store kann man das Kit zu einem Preis von 150 Dollar beziehen.

Microsoft Internet of Things Pack für Raspberry Pi 3 von Adafruit und das Seeed Grove Starter Kit for IoT based on Raspberry Pi von Seeed Studio

Microsoft Internet of Things Pack für Raspberry Pi 3 von Adafruit und das Seeed Grove Starter Kit for IoT based on Raspberry Pi von Seeed Studio

IoT noch Nischenmarkt in Deutschland

Für manche Deutsche ist nicht nur das Internet Neuland, sondern ganz besonders das Internet of Things. Wie eine Studie von Deloitte bestätigt, ist das IoT in Deutschland noch ein Nischenmarkt. Weniger als zehn Prozent aller erwachsenen Internetnutzer besitzen demnach kabellose Lautsprecher – diese zählen im IoT zu den beliebtesten Gegenständen. Ebenfalls haben auch nur vier Prozent einen Fitnesstracker und weitere vier Prozent nutzen Smartwatches.

Magere sieben Prozent der Befragten können sich vorstellen, eine Smartwatch oder einen smarten Lautsprecher zu erwerben. Weitere sechs Prozent haben Interesse an einem Überwachungssystem, weitere vier Prozent an intelligenten Haushaltsgeräten und nur drei Prozent können sich ein intelligentes Licht- oder Heizungssystem vorstellen. Der Hauptgrund für das ablehnende Verhalten sind die hohen Anschaffungskosten, so die Studie.

Auch unter Marketers sieht die Sache nicht viel anders aus: Lediglich 20 Prozent sehen das Internet of Things als digitalen Marketingtrend. Bis zu einer flächendeckenden Akzeptanz des IoT in Deutschland dürfte es noch recht lange dauern: Fast 50 Prozent sagt der Begriff Smart Home nichts und rund 70 Prozent können sich nichts unter einem Connected Car vorstellen.

Erneute DDoS-Attacke über IoT-Botnets

Die Meldungen reißen einfach nicht ab: Erneut traf eine enorme DDoS-Attacke vergangenen Freitag auf den DNS-Serviceanbieter Dyn verschiedene bekannte Webseiten, darunter Twitter, Reddit und PayPal. Ein Teil des Traffic stammte von IoT-Botnets, die per Mirai-Malware generiert wurden. Mirai zeichnet beispielsweise für die Angriffe auf den Sicherheitsforscher Brian Krebs verantwortlich, der Ziel einer DDoS-Attacke mit 620 Gigabit pro Sekunde wurde. Diesmal erfolgte der Angriff über gehackte digitale Videorekorder und Digitalkameras von XiongMai Technologies. Laut Dyn kamen die Angriffe von „tens of millions of IP addresses at the same time“.

Discokugel für Halloween

Am Montag ist Halloween! Wer jetzt noch kein Kostüm hat und auf Raspberry Pi und etwas Bling-Bling steht, sollte hier genau hinschauen. Maker Wolfie hat eine Anleitung erstellt, mit der man sich selbst als wandelnde Discokugel verkleiden kann. Um die Kugel wirklich fancy zu gestalten, benötigt man einen Raspberry Pi mit Falcon Player, der die Lichtschau autonom steuert. Das Kostüm kann sich außerdem mit dem Wifi-Netzwerk verbinden und so auf Signale reagieren. Ganz billig ist das Ganze allerdings nicht: Rund 500 Dollar hat Wolfie in das Kostüm für seine Tochter gesteckt. Die komplette Anleitung mit den einzelnen Komponenten findet sich auf Adafruit.

Halloween als Discokugel? Kein Problem!

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