Außerdem: Neue Features für Amazon Echo

Inside IoT: KI für Raspberry Pi, Amazon Echo mit Display & Sprachassistent auf Cortana-Basis
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Die Highlights aus dem IoT-Universum: Raspberry Pi mit künstlicher Intelligenz | Amazon Echo Show | Harman Kardon Invoke | Neue Features für Amazon Echo | 250.000 Raspberry Pi Zero W verkauft

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Raspberry Pi mit künstlicher Intelligenz

Google bringt künstliche Intelligenz in die Maker-Community: Die Initiative AIY Projects will Open-Source-AI-Projekte vorstellen, die Maker auf einfache Weise selbst nutzen können. Das erste Projekt nennt sich Voice Kit und setzt auf einen Raspberry Pi, um einen stimmbasierten virtuellen Assistenten zu erstellen. Dafür eignen sich Raspis der Modelle 3 B, 2 oder Zero.

The first open source reference project is the Voice Kit: instructions to build a Voice User Interface (VUI) that can use cloud services (like the new Google Assistant SDK or Cloud Speech API) or run completely on-device. This project extends the functionality of the most popular single board computer used for digital making – the Raspberry Pi.

Das mitgelieferte Voice Hardware Accessory on Top (HAT) enthält Hardware zur Audioaufnahme und -wiedergabe: einfach zu bedienende Anschlüsse für die Dual-Mic-Tochterplatine und den Lautsprecher, GPIO-Pins zum Anschluss von Niederspannungskomponenten wie Mikro-Servos und Sensoren sowie ein optionaler Hohlstecker für spezielle Stromversorgung.

Die Hardware selbst ist dabei nicht das Spannende, sondern die Anbindung an das Google-API. Auf diese Weise wird der Raspberry Pi zur günstigen Google-Home-Alternative. Abonnenten des MagPi Magazine erhalten das Voice Kit automatisch; alle anderen können das Kit u. a. bei Barnes & Nobles oder Tesco erstehen.

Amazon Echo Show [Update vom 10.05.2017]

Laut Berichten des Wall Street Journal könnte Amazon noch heute eine neue Version seines Echo-Lautsprechers vorstellen. Der neue Echo kommt neben einer Kamera mit einem rund 18 cm großen Display, das die gegebenen Antworten zusätzlich visualisiert. So sind etwa auch Videoanrufe oder die dauerhafte Anzeige eines Rezepts mit dem Device möglich. Die abgewandelte Echo-Version soll rund 200 Dollar kosten. Bilder des Echo-Geräts sind bereits Ende letzter Woche durchgesickert:

Update: Genau wie von uns angekündigt, ist gestern Abend der Amazon Echo Show vorgestellt worden. Laut Berichten von The Verge bekommen alle bisherigen Echo-Geräte ein Update, um Telefonate zwischen Alexa-Geräten zu ermöglichen. Einen genauen Termin gibt es dafür aber noch nicht. Die unterstützten Echo-Geräte finden sich in einem Support-DokumentEcho Show kann in den USA für 230 US-Dollar vorbestellt werden; ausgeliefert wird das Gerät am 28. Juni 2017. Wann Echo Show auf den deutschen Markt kommt, ist fraglich.

Harman Kardon: Sprachassistent auf Cortana-Basis

Apple soll bereits an einer Alternative zu Amazon Alexa und Google Home arbeiten – und Microsoft darf auf dem Spielfeld der Sprachassistenten natürlich nicht fehlen. Harman Kardon, Hersteller für Unterhaltungselektronik, hat jetzt mit Invoke ein Device vorgestellt, das in diese Kerbe schlagen soll. Invoke setzt auf Cortana und soll im Herbst 2017 in den USA erscheinen. Einen großen Unterschied zu den bereits auf dem Markt befindlichen Geräten gibt es nicht – so seien Musikwiedergabe, Informationsauskunft und die Steuerung von Smartphone-Funktionen per Cortana möglich. Einziger Unterschied ist die integrierte Skype-Funktion. Ich bin skeptisch, inwieweit Invoke den Markt aufmischen kann…

Harman Kardon Invoke, Quelle: http://www.harmankardon.com/invoke.html

Neue Features für Amazon Echo

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) bietet ab sofort den Vertragsabschluss via Amazon Alexa an. Über den Sprachassistenten können sich Kunden zunächst über passende Angebote informieren, um dann über die Alexa-App den Versicherungsvertrag abzuschließen. Die Integration der Versicherung umfasst auch die fortlaufende Vertragspflege und Abwicklung. Ein Problem bleibt die Identitätsprüfung, da die Bedienung von Alexa nicht an einen konkreten Nutzer gebunden ist. Apple und Google mit Home hingegen arbeiten bereits an der Lösung.

Raspberry Pi Zero W: 250.000 Stück verkauft

Nur neun Wochen nach dem Launch des Raspberry Pi Zero W kann die Raspberry Pi Foundation einen Meilenstein vermelden: Schon 250.000 Stück des Minirechners gingen über die Ladentheke. Zur Erinnerung: Beim Raspi Zero W handelt es sich um den aufgemotzten großen Bruder des Raspberry Pi Zero, der mit WLAN und Bluetooth punkten kann. Gleichzeitig stellt die Foundation auch 13 neue Händler vor; in Deutschland und der Schweiz kann man den Raspberry Pi Zero W jetzt auch über sertronics und pi-shop.ch erwerben.

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