Außerdem: Erstes flächendeckendes IoT-Netzwerk in den Niederlanden

Inside IoT: Internet-of-Voice-Challenge von Raspberry Pi und Amazon Echo & Tesla Autopilot 8.0
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Die Highlights aus dem IoT-Universum. Heute geht es um die Internet-of-Voice-Challenge von Raspberry Pi & Amazon Echo, das erste flächendeckende IoT-Netzwerk in den Niederlanden und Version 8.0 von Teslas Autopilot. Außerdem arbeiten BMW, Intel & Mobileye gemeinsam an einem Connected Car, IoT kommt langsam in Firmen an und wir präsentieren euch ein Tutorial, in dem ihr lernt, Amazon Echo mit IFTTT zu steuern.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Erstes flächendeckendes IoT-Netzwerk in den Niederlanden

Dem niederländischen Telekommunikationsunternehmen KPN ist in der vergangenen Woche ein großer Coup geglückt: Das weltweit erste flächendeckende Netzwerk für das Internet of Things wurde in den Niederlanden eingeschaltet. Dafür wurden Hunderte von bestehenden Mobilfunksendemasten mit LoRa-(Long Rage)-Gateways und -Antennen ausgestattet, um nun Millionen von Devices miteinander zu verbinden. KPN hat bereits Aufträge für 1,5 Millionen Geräte abgeschlossen, die das LoRa-Netzwerk nutzen wollen. Darunter finden sich so prominente Kunden wie der Flughafen Schiphol (Gepäckabfertigung), der Hafen von Rotterdam (Echolote) und der Hauptbahnhof in Utrecht (Weichenstellung). Im Laufe des Jahres sollen vor allem für Consumer noch weitere Applikationen verfügbar gemacht werden.

Last year we identified an increasing demand for low-power network technology for Internet of Things applications. We are responding to this by choosing LoRa, so millions of devices can be connected to the internet in a cost-effective manner.

Tesla Autopilot 8.0 soll in Kürze erscheinen

In den letzten Tagen hatte Tesla relativ wenig zu lachen: Das Unternehmen geriet aufgrund des ersten tödlichen Unfalls mit einem auf Autopilot fahrenden Tesla Model S in die Schlagzeilen. Nun soll in Kürze eine neue Version der Autopilot-Software erscheinen, die wohl unter besonderer Beobachtung stehen dürfte. Autopilot 8.0 bringt einige neue Features, stärkt aber gleichzeitig auch bestehende. So soll das Auto beispielsweise automatisch von der Autobahn abfahren können und auch eine Abbiege- und Spurwechselfunktion soll zum Einsatz kommen. Dazu erwartet die Nutzer noch eine überarbeitete Benutzeroberfläche, so Insider-Berichte von Electrek. Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich der Autopilot noch immer im Beta-Modus befindet und Fahrer deswegen stets die Hände am Lenkrad haben müssen, um im Notfall eingreifen zu können.

BMW, Intel & Mobileye arbeiten an Connected Car

Die drei Unternehmen BMW, Intel und Mobileye haben bekanntgegeben, dass sie gemeinsam an der Umsetzung einer Lösung für autonomes Fahren arbeiten. Bis 2021 soll das Connected Car auf den Markt kommen; ab 2017 soll ein Prototyp für Highly Automated Driving (HAD) für umfangreiche Tests eingesetzt werden. Das bedeutet, dass Fahrer in der Lage sein sollen, sich komplett anderen Dingen widmen zu können und schließlich gar nicht mehr eingreifen müssen. Die gemeinsam entwickelte Technologie soll dann im BMW iNext installiert werden. Jeder der drei Partner steuert dabei eigene Kerntechnologien bei: Mobileye ist zuständig für den Bereich Fernerfassung, Lokalisierung und Fahrer-Richtlinien, während Intel die nötige Rechenleistung sowie Lösungen für Connectivity, Sicherheit, Cloud Computing und Machine-Learning-Komponenten mitbringt; BMW ist verantwortlich für die „klassischen“ Automobiltechnologien.

IoT kommt in Firmen an – vor allem in Deutschland

Das Internet of Things sichert sich langsam, aber sicher seine Position in Unternehmen: Mehr als 65 Prozent aller Firmen weltweit nutzen bereits intelligente Geräte und Sensoren, um Daten zu sammeln, die dann in ihre Betriebsabläufe eingespeist werden. 451 Research befragte 1015 Verantwortliche in verschiedenen Unternehmen zur Ermittlung dieser Daten. Ergebnis: 71,5 Prozent der Befragten erhalten die Mehrheit ihrer IoT-Daten über an Maschinen angebrachte Sensoren. Nur rund 8,5 Prozent generieren ihre Daten über Menschen oder Tiere. Bevorzugtes Equipment ist dabei die vorhandene IT-Ausrüstung (51 Prozent).

Die Studie zeigt aber auch, dass trotzdem noch 30 Prozent der Unternehmen überhaupt keine Daten durch das IoT generieren. Hauptgrund dafür sind Sorgen um die Sicherheit der eigenen Prozesse. Allerdings geben 66 Prozent der Firmen zu bedenken, dass der Einsatz von IoT und die damit verbundene Datenanalyse ihr Betriebsrisiko verringert hat. Weitere 63 Prozent urteilten, dass auf diese Weise die Geschäftsabläufe verbessert und sogar neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt wurden (33 Prozent).

Wie eine Umfrage der Boston Consulting Group zeigt, findet sich vor allem in Deutschland ein großes Interesse am Internet of Things: Über 300 deutsche und amerikanische Firmen wurden zur Digitalisierung am Arbeitsplatz befragt. 17 Prozent der Umfrageteilnehmer antworteten, dass sie bereits vorausschauende Instandhaltungsmaßnahmen in ihren Einrichtungen nutzen. Allerdings planen über 40 Prozent der Deutschen, solche Lösungen in den nächsten ein bis zwei Jahren zu implementieren – in den USA sind es nur 24 Prozent. Zudem wollen 39 Prozent der deutschen Befragten in nächster Zeit autonome Roboter und Assistenzsysteme einsetzen, im Vergleich dazu sind es in den USA gerade einmal 20 Prozent.

So watch out, America. It may be high time to take a page out of Germany’s book as the new age of technology dawns.

Internet-of-Voice-Challenge von Raspberry Pi und Amazon Echo

Der Raspberry Pi wird bereits von vielen als Plattform für das IoT-Hacking genutzt. Spracherkennung kann IoT-Projekten eine weitere Dimension verleihen, weshalb die Raspberry-Pi-Foundation in Zusammenarbeit mit hackster.io und Amazon zu einer Challenge aufruft: Developer sollen ein eigenes „Internet of Voice“-Projekt mit einem Raspberry Pi und dem Alexa Skills Kit (ASK) oder Alexa Voice Service (AVS) entwickeln. Preise werden in zwei Kategorien verliehen: für die beste Verwendung des ASK als wesentlicher Bestandteil des Projekts sowie für die beste Nutzung des AVS. Interessierte können sich über diesen Link anmelden; die Challenge läuft noch bis 1. August.

Amazon Echo mit IFTTT steuern

Bezugnehmend auf die Internet-of-Voice-Challenge möchten wir euch eine kurze Einführung in die Anpassung eines Amazon Echo via IFTTT geben. Patrick Catanzariti erklärt in seinem Tutorial nicht nur die grundlegenden Eigenschaften von If This Then That, sondern zeigt auch verschiedene Beispielanwendungen von Amazon Echo mit IFTTT. Dabei schildert er zunächst, wie man den smarten Lautsprecher mit dem Service verbindet und zieht dann das Beispiel LIFX-Glühbirnen zur Verdeutlichung heran. Dabei kommt zur Sprache, wie sich die Lampen an- und ausschalten und wie sie sich mit einem bestimmten Befehl verbinden lassen. Des Weiteren zeigt Catanzariti, wie man eine To-Do-Liste vom Echo an den eigenen Mail-Account oder ans Spreadsheet schickt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Aufmacherbild: George W. Bailey / Shutterstock.com & goodcat / Shutterstock.com

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