WASM + TensorFlow.js

WebAssembly in TensorFlow.js verwendbar: Neues Backend vorgestellt
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WebAssembly ist vor allem für Anwendungsfälle interessant, die eine hohe Rechenleistung erfordern. Machine Learning ist so ein Fall: Was liegt also näher, als beides zu kombinieren? Das ist mit TensorFlow.js nun möglich: Google hat der Library für Machine Learning im Browser ein WASM-Backend spendiert!

WebAssembly (WASM) ist ein neuer Standard, der die klassischen Hochsprachen in den Browser bringt. Programmiersprachen wie C können damit in ein vom Browser lesbares Format kompiliert werden. Der Standard verspricht eine deutlich bessere Performance als JavaScript: WASM-Code soll fast so schnell sein wie native Anwendungen. Von Anfang an wurde WASM darum als Lösung für Anwendungsfälle gehandelt, die besondere Anforderungen an die Leistung stellen; es soll bis zu 20 mal schneller in der Ausführung sein als JavaScript. Zu den Anwendungsfällen, für die WASM darum interessant ist, gehört darum natürlich auch das Machine Learning. Deshalb hat Google die beiden Prinzipien nun zusammen gebracht. TensorFlow.js, die ML-Library für den Browser, unterstützt nun WebAssembly sowohl im Browser als auch serverseitig mit Node.js.

WASM für TensorFlow.js

WASM stellt in TensorFlow.js eine Alternative zu WebGL dar und soll vor allem auf Geräten zum Einsatz kommen, die nicht die nötige Hardware für WebGL besitzen. Durch die optimierte Auslastung der Geräte-Hardware soll so auch auf Devices mit geringerer Leistungsfähigkeit eine Beschleunigung erreicht werden können. Auch sei es auf diese Weise möglich, Anwendungen auf Geräten nutzbar zu machen, die ansonsten gar nicht damit verwendet werden könnten. Insgesamt werde WASM auf etwa 90 Prozent der weltweit verwendeten Geräte unterstützt.

Das WASM-Backend für TensorFlow.js unterstützt jedoch nicht in jeder Hinsicht die gleichen Funktionen wie das WebGL-Backend. Einen Überblick über die Nutzungsmöglichkeiten und sinnvolle Anwendungsfälle für das neue WASM-Backend geben Daniel Smilkov, Nikhil Thorat und Ann Yuan (Software Engineers bei Google) in der Vorstellung der Neuerung.

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