Python

Python Steering Council akzeptiert PEP 602

Python erhält kürzeren Release-Zyklus: Jedes Jahr eine neue Major-Version
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Python hat einen Zahn zugelegt: Neue Versionen der Programmiersprache sollen nun jedes Jahr erscheinen, anstatt wie bisher alle 18 Monate. Das wird schon die kommende Major-Version Python 3.9 betreffen, die um sechs Monate vorverlegt wird.

Nach vorangegangenen Diskussionen innerhalb der Community hat Brett Cannon, Python BDFL und Mitglied des Python Steering Council, die Annahme von PEP 602 verkündet. Das bedeutet einen jährlichen und somit verkürzten Release-Zyklus für Major-Versionen der Programmiersprache. Die Ankündigung erfolgte via Python-Mailingliste im Namen des Python Steering Council.

PEP 602 wird allerdings unter der Bedingung akzeptiert, dass weitere Anpassungen durch Python Core Developer Łukasz Langa vorgenommen werden, der das Proposal im Juni dieses Jahres eingereicht hatte. Die geplanten Änderungen betreffen eine Verlängerung der Betaphasen von zwei auf drei Monate sowie die Verdopplung der Release-Candidate-Phase auf zwei Monate.

Wenn der neue Release-Zyklus umgesetzt wird, wird das auch die kommende Version Python 3.9 betreffen. Sie ist dann laut PEP 602 für den 5. Oktober 2020 geplant, d. h. etwa ein Jahr nach dem Release von Python 3.8. Ursprünglich war Python 3.9 in Übereinstimmung mit dem aktuellen 18-monatlichen Release-Zyklus für April 2021 angesetzt.

Steering Council erwartet positive Effekte

Dem Steering Council zufolge wird der aktualisierte Release-Zyklus sowohl der Community als auch den Core Developern einige Vorteile bieten.

Die erhöhte Verlässlichkeit soll Nutzern dabei helfen, sich auf RCs vorzubereiten und zu wissen, wann mit dem Beta-Test begonnen werden kann. Ein weiterer erwarteter Vorteil ist die verbesserte Koordination verwandter Releases mit der finalen Python-Version. Core Developer werden unterdessen eine bessere Planbarkeit erhalten, und neue Features werden sowohl ihnen als auch der Community schneller zur Verfügung stehen.

Abwärtskompatibilität

Zusammen mit dem jährlichen Release-Plan wurden weitere Neuerungen eingebaut. Diese sollen Nutzern entgegenkommen, die ihre Python-Version nicht jedes Jahr aktualisieren können. Deprecations werden nun zwei Releases, also zwei Jahre, andauern – im Gegensatz zu den bisherigen 18 Monaten. Zudem wurde an dem stabilen ABI gearbeitet, um für Erweiterungsmodule besser geeignet zu sein. Das soll die Unterstützung neuer Python-Versionen verbessern.

Doch damit nicht genug: Auch die Diskussion um PEP 387 wird wieder aufgenommen, um eine klarere Richtlinie für Abwärtskompatibilität auszuarbeiten.

Weitere Informationen zur Annahme von PEP 602 gibt es in der Python-Mailingliste.

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