Neuer Sprachassistent soll intelligente Schnittstelle für alle Anfragen werden

Viv: Siri-Entwickler stellen neue KI vor
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Auf der Disrupt-Konferenz des Technologieblogs TechChrunch stellte Siri-Schöpfer Dag Kittlaus jetzt erstmals ein neues AI-System namens Viv vor. Nutzer sollen sich mit der künstlichen Intelligenz unterhalten können, wie mit einem echten Menschen. Viv beantwortet auch komplexe Fragen und soll als offene Plattform eng mit verschiedensten Drittanbieter-Diensten zusammenarbeiten.

Digitale Sprachassistenten wie Microsofts Cortana, Apples Siri, oder Google Now können nicht nur Witze erzählen, sondern sollen ihren Nutzern im Alltag hilfreich zur Seite stehen. Jetzt bekommen Cortana und Co. Konkurrenz von einem neuen AI-System namens Viv, das von Siri-Schöpfer Dag Kittlaus entwickelt wurde. Viv soll alle bisherigen persönlichen Assistenten in den Schatten stellen und künftig als „intelligente Schnittstelle für alle Anfragen“ dienen.

Viv – neues AI-System als intelligente Schnittstelle für „alles“

Viv basiert auf einer Technologie die Kittlaus als „Dynamic Program Generation“ bezeichnet. Diese soll es dem AI-System ermöglichen, Nutzer-Intentionen zu verstehen und selbstständig Programme zu generieren. Um Anfragen bestmöglich zu beantworten, gleicht die künstliche Intelligenz Fragen nicht mit einem Set von Befehlen ab, sondern analysiert sie. Anschließend schreibt das Tool innerhalb weniger Millisekunden den entsprechenden Befehlscode. Kittlaus erläutert:

Instead of having to write every code instructed, you’re really just describing what you want it to do. The whole idea of Viv is that developers can go in and build any experience that they want.

Unterschiede zu Konkurrenz-Plattformen

Um das Können der neuen KI unter Beweis zu stellen, begann Kittlaus in einer Live-Präsentation zunächst mit einigen gängigen und simplen Fragen, zum Beispiel wie das Wetter heute war. Anfragen wie diese sind natürlich keine wirkliche Herausforderung für einen guten virtuellen Assistenten, wirklich spannend wurde es aber, als Kittlaus weitaus komplexere und spezifischere Anfragen stellte, etwa: „Wird es übermorgen wärmer als 70 Grad Fahrenheit in der Nähe der Golden Gate Bridge nach 17.00 Uhr? Diese und ähnliche nicht minder komplexe Anfragen meisterte Viv überraschend gut, wie im nachfolgenden Video zu sehen ist:

Hierbei stach die KI insbesondere durch die Fähigkeit hervor, aneinandergereihte und aufeinander aufbauende Anfragen zu beantworten, ohne noch einmal den Kontext erfragen zu müssen. Genau hier soll die Stärke von Viv Im Unterschied zu Short-Term-Memory-Plattformen wie Siri liegen.

Ein weiteres Merkmal der Plattform soll zudem die Offenheit gegenüber der Integration von Drittanbieter-Software sein. Laut Kittlaus soll der Ausbau des Dritt-Parteien-Ökosystems entscheidend für den Erfolg von Viv sein. Im Laufe der Zeit soll die KI zur Hauptquelle für Nutzer werden, die durch zahlreiche Erweiterungen die verschiedensten Bedürfnisse von Nutzern befriedigen kann. Kittlaus demonstrierte dies beispielhaft, indem er Viv aufforderte, einem Freund 20 US-Dollar zu zahlen – was die KI über einen integrierten Pay-Button, der durch die Vinmo-Integration zur Verfügung stand, direkt ausführte.

Der Vorteil für Nutzer liegt darin, dass sie die jeweiligen Drittanbieter-Apps nicht auf ihren Geräten installieren müssen, da die AI direkt auf die Webdienste zugreift.

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Dr. Holger Schwichtenberg (www.IT-Visions.de/5Minds IT-Solutions)

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Christian Nagel (CN innovation)

Viv ist über einen Zeitraum von vier Jahren entwickelt worden, besitzt bislang aber noch keine Stimme. Aktuell antwortet die KI mit Bildern bzw. Text auf dem Bildschirm. Laut einem Bericht der Washington Post haben sowohl Google als auch Facebook bereits Interesse daran gezeigt, die Software zu lizensieren. Eine offizielle Bestätigung gibt es hierzu allerdings noch nicht- vielleicht weiß Viv mehr.

KI-Plattformen neuer Trend

Das KI-Plattformen der neue Trend in der Technologie-Welt sind, hat auch Microsoft erkannt. So verkündete CEO Satya Nadella jüngst, dass Bots die Apps der Zukunft sind. Künftig will das Unternehmen eine Reihe von intelligenten Bots an den Start bringen, die mit Nutzern interagieren, wie ein echter Mensch. Das passende Werkzeug für Entwickler liefert der Softwarekonzern in Form des neuen Bot Frameworks. Alle Hintergrundinformationen hierzu finden Interessierte in diesem Beitrag.

Aufmacherbild: Artistic background made of outline of human head von Shutterstock / Urheberrecht: agsandrew

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