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Rückblick auf die BASTA! 2019 in Mainz

F#, technische Schulden und Serverless: Vier Take-aways von der BASTA!-Hauptkonferenz 2019
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Eine spannende Konferenzwoche liegt hinter uns! Wir werfen einen Blick zurück auf die BASTA! 2019 in Mainz. Hier erfahrt Ihr unter anderem, wie technische Schulden effizient vermieden werden können und was Hund und Katze mit F# gemeinsam haben.

Die drei Hauptkonferenztage der BASTA! 2019 in Mainz sind vorüber. Was haben wir mitgenommen? .NET Core 3.0 stand in vielen Sessions im Fokus, aber in der BASTA!-Welt spielen natürlich auch viele andere Themen eine Rolle. Wie wirkt sich der Umgang mit jahrzehntealtem Legacy-Code aus? Wie können technische Schulden vermieden werden, und wie gelingt der Schritt zu Serverless? Und macht F# eigentlich Spaß? Antworten auf all diese Fragen gibt es in unseren Take-aways.

Take-away #1: Legacy-Code hält sich hartnäckig

Airlines, Banken und Gesundheitssysteme haben etwas gemeinsam: Legacy-Code! Wer sich darum kümmert, hat einen finanziellen Vorteil und ein entsprechendes Interesse daran, die alten Systeme am Leben zu erhalten. Julie Lerman, Software Coach und Keynote-Speakerin am zweiten Hauptkonferenztag, beschrieb Legacy-Code deshalb als „Money Maker“:

Allerdings gab Lerman ihren Zuhörern mit auf den Weg, dass Legacy-Code keineswegs mit Karrierekiller gleichzusetzen sei. Schließlich müssten sich die meisten Entwickler mit Legacy-Anwendungen beschäftigen, wie auch eine Befragung unter den Keynote-Besuchern im vollbesetzten Saal zeigte. Von ihnen gaben ca. 30 % an, über 10 Jahre alten Legacy-Code zu nutzen, und ein paar Dutzend sogar über 20 Jahre alten Code.

Take-away #2: Endlich Serverless – wie gelingt’s?

Die Serverless-Thematik durfte auf der BASTA! 2019 nicht fehlen. „Endlich Serverless: von 0 auf 100 mit Service Fabric Mesh“ – so lautete das Session-Thema von Tobias Meier (BridgingIT GmbH). Das Azure Service Fabric Mesh soll eine serverlose Applikationsplattform für polyglotte Services in Containern bieten. Zu den Vorteilen zählen die Programmiersprachen-Unabhängigkeit, die Skalierung bei Bedarf und die sekundengenaue Abrechnung. Bisher liegt das Service Fabric Mesh allerdings noch als Preview vor.

Take-away #3: F# ist Hund und Katze – und macht Spaß!

Roman Provaznik (CN Group CZ s.r.o.) unternahm mit seinen Session-Besuchern einen unterhaltsamen Ausflug in die Welt von F# und stellte die Vorzüge der Programmiersprache dar. Nicht nur die folgenden Graphiken zur Vielseitigkeit von F# kamen bei der Zuhörerschaft gut an:

Als weiteren Vorteil nannte der F# Lead Developer das starke Ökosystem mit .NET Core 3.0. Schließlich ist F# eine der .NET-Sprachen, und so können innerhalb einer Lösung F# und C# kombiniert werden. Und letztlich gilt dem Speaker zufolge: „It’s fun to write F#!“

Take-away #4: Pull Requests für Clean Code ohne technische Schulden

Was sind technische Schulden, wie entstehen sie und wie gehen wir damit um? Diesem Thema widmete sich Michael Kaufmann (Alegri) in seiner BASTA!-Session:

In Softwareprojekten häuft sich ungetane Arbeit nicht linear an, denn schnell gesellt sich ein Bug zum anderen – im Sinne von Zinsen. Das sind laut Michael Kaufmann technische Schulden, und sie können in eine Abwärtsspirale führen: Durch technische Schulden kann schon ein kleines vom Kunden gewünschtes Feature hohe Kosten und einen großen Zeitaufwand nach sich ziehen. Am Ende der technischen Schulden steht dann womöglich die technische Insolvenz, also ein Neu-Schreiben der Software.

Deshalb gab Michael Kaufmann Tipps für den besseren Umgang mit technischen Schulden, zum Beispiel mit Azure DevOps und dem Open-Source-Tool SonarQube. Vor allem plädierte er jedoch dafür, Schulden von Anfang an zu vermeiden, also Clean Code zu schreiben. Dabei betonte er insbesondere den Review-Prozess, denn „Pull Requests sind das A und O.“ Mindestens zwei Reviewer sollten dabei den Code begutachten, damit er nicht ohne gründliche Prüfung „durchgewunken“ wird.

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