Gespaltene Meinung über WordPress neuen Standardeditor

WordPress Gutenberg: Das Gute, das Schlechte und die Lösungen
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Gutenberg ist der neue Standardeditor in WordPress (eingeführt am 6. Dezember 2018) und ersetzt den WYSIWYG-Editor TinyMCE, der an einen klassischen Wortprozessor erinnert. Kurz und knapp formuliert, funktioniert der Editor, indem er „Blöcke“ von verschiedenen Inhaltstypen übereinander stapelt. Das macht es Benutzern möglich, eine Form von Inhalt zu erstellen, den man zuvor mit einem benutzerdefinierten Theme oder einem speziellen Pagebuilder Plug-in erstellt hätte.

Das hört sich zunächst nach einer großartigen Verbesserung an, aber der Start des neuen Systems verlief nicht ganz reibungslos, mit einer beträchtlichen Menge negativen Feedbacks. Jetzt, ein paar Monate nach der Veröffentlichung, sind das die großen Fragen:

  • Wie negativ fiel das Feedback aus?
  • Was hat es verursacht ?
  • Und was kann man tun, um Gutenberg zu einem System zu machen, das die Benutzer lieben?

In diesem Beitrag werden wir uns mit den Vor- und Nachteilen von Gutenberg befassen, einschließlich der Ansichten von Benutzern und Branchenexperten, und wir werden prüfen, was getan werden kann, um es zu verbessern.

WordPress Gutenberg: 75% negative Bewertungen

Abb.1: Review-Ergebnisse

Abb. 1: Review-Ergebnisse: 75% negative Reviews (Quelle: envato.com)

Aus der Perspektive eines Endbenutzers sieht die Reaktion auf den neuen Gutenberg-Editor nicht sehr gut aus. Zum Zeitpunkt des Verfassens, steht die Bewertung bei 2 von 5 Sternen, aus insgesamt  2.438 Bewertungen. Nehmen wir an, dass 4 bis 5 Sterne eine positive Bewertung ist, 1 bis 2 Sterne eine negative und das 3 Sterne eine neutrale Wertung ausmachen:

  • 531 oder 22% der Reviewer mögen das Plug-in
  • 1.818 oder 75% mögen es nicht
  • 89 oder 3% sind neutral

Mit anderen Worten:

Grob gesagt, 3 von 4 Reviewern mögen Gutenberg nicht.

Es ist sicherlich möglich, dass diejenigen, die Gutenberg nicht mögen, mehr dazu motiviert sind eine Bewertung zu schreiben und daher die Zahlen verzerrt sein können. Ein zusätzlicher Anhaltspunkt ist jedoch, dass das Classic Editor Plug-in, das den WordPress-Editor wieder in seine ursprüngliche Form zurücksetzt, über 2 Millionen Installationen verfügt. Das Classic Editor Plug-in ist nicht im Lieferumfang von WordPress enthalten – es muss bewusst installiert werden. Daraus lässt sich schließen, dass sich, zumindest vorerst, rund 2 Millionen aktive Benutzer gegen die Verwendung von Gutenberg entschieden haben.

Warum zieht es ein so hoher Anteil der User vor, sich von Gutenberg in seiner jetzigen Form fernzuhalten?

Liest man die Reviews durch, lassen sich die häufigsten Beschwerden mit diesen Punkten zusammenfassen:

  • Automatischer statt optionaler Wechsel der Editoren
  • Kompatibilitätsbruch mit Themes, Plug-ins oder bestehenden Workflows
  • Schwierig und umständlich zu benutzen
  • Nicht produktionsreif aufgrund von Usability-Problemen oder Bugs

Folgende Punkte werden hingegen häufig angepriesen:

  • Einfach zu benutzen
  • Nicht-Entwickler können es zum Erstellen komplexer Layouts benutzen
  • Es bereitet WordPress besser auf die Zukunft vor

Feedback von WordPress-Entwicklern

Was sagen die Branchenexperten über Gutenberg? Im Allgemeinen gab es unter den Fachleuten eine gute Diskussion darüber, wie die Entwicklung und das Release verwaltet wurden, aber was ist mit dem neuen Editor selbst?

Hören wir uns an, was einige der WP-Entwickler zu sagen haben:

„Das Gutenberg-Release war überstürzt und hat noch einige Ecken und Kanten. Allerdings gehe ich davon aus, dass diese im Laufe des nächsten Jahres oder so bereinigt werden. Es ist zweifellos die Zukunft von WordPress, also muss man sich früher oder später daran gewöhnen.“

Stephen Cronin, WordPress Spezialist bei Envato

„Ich freue mich sehr über das aufkommende Ökosystem aus Gutenberg-Blöcken und Toolkits, die den Leuten dabei helfen werden, noch mehr mit dem neuen Editor zu erreichen. Was für eine tolle Zeit, um ein WordPress-Entwickler zu sein!“

Rich Tabor, Gründer von ThemeBeans

„Ich denke, dass eine Überarbeitung des WordPress-Editors schon lange überfällig war. Während ich kein Problem mit dem Konzept des neuen Blockeditors habe, habe ich viele Probleme mit der aktuellen Implementierung und dem, was in den Core hinzugefügt wurde.

Der Blockeditor hat ein extrem schlechtes UI und UX, und, wie es sogar vom WordPress-Accessibility- Team zugegeben wird, eine schlechte Zugänglichkeit. Ich finde ständig viel zu viele Probleme, wenn ich versuche es zu benutzen/testen, und kombiniert mit der schlechten Benutzerfreundlichkeit, wird es eine ganze Weile dauern, bis ich es überhaupt in Betracht ziehe, es für eine Kundenseite oder sogar meine eigenen Seiten zu verwenden.

Das andere Problem, das ich mit dem Blockeditor habe, ist die Komplexität, die sie für Entwickler eingebracht haben, die etwas für den Blockeditor entwickeln wollen, und auch dadurch, wie sie mit jedem Block umgehen. Man kann nicht einfach das Markup für einen Block ändern, man muss einen kompletten Deprecation-Prozess durchgehen, der es verlangt, dass Entwickler den alten Legacy-Code aufbewahren, damit verhindert werden kann, dass die Blöcke zusammenbrechen. Das bläht WP nur unnötig auf.

Wie ein Großteil der WordPress Community glaube ich, dass der Blockeditor als Plug-in hätte beibehalten werden sollen, zumindest für ein paar Hauptversionen, bis das UI und UX erheblich verbessert worden sind und die meisten Probleme behoben wurden.“

– Anthony Hortin, Maddison Designs

Was uns das Feedback der Benutzer und Entwickler sagt

Wenn wir uns das Feedback sowohl von WordPress Reviewern als auch von Entwicklern ansehen, gibt es ein paar klare Ansätze:

  • Gutenberg hat positive Eigenschaften, die wirklich beliebt sind und geschätzt werden.
  • Gutenberg hat negative Eigenschaften, mit denen man derzeit nicht zufrieden ist.
  • Egal was geschehen mag, Gutenberg bleibt auch weiterhin da.

Angesichts dieser drei Faktoren lautet die eigentliche Frage: Mit welchen Mitteln könnte Gutenberg in den Augen der Mehrheit der Benutzer und Entwickler zu etwas Positivem werden? Sehen wir uns ein paar der wichtigsten Stärken und Schwächen Gutenbergs an, um es herauszufinden.

Warum Gutenberg eine fantastische Ergänzung zu WordPress ist

Ein großer Teil der Aufmerksamkeit lag auf den Sachen, den Leuten nicht gefallen haben, aber wenn man davon ausgeht, dass Gutenberg auch weiterhin hier sein wird, könnte es produktiver sein, sich die Sachen anzusehen, die für Gutenberg sprechen.

Umfangreiche, benutzerdefinierte Layouts ohne Codierung

Wenn ein Benutzer vorher etwas machen wollte, für das der Classic Editor nicht ausgelegt war, musste er dies über eine benutzerdefinierte Codierung via Inline-HTML, ein benutzerdefiniertes Theme oder einen Plug-in einbringen.

Mit Gutenbergs Blocksystem gibt es praktisch unbegrenzte Permutationen, wie Blöcke zusammengesetzt werden können, d. h. der Editor kann den Benutzer auf eine Art und Weise ermächtigen, die bisher mit einer Out-of-the-Box-WordPress-Installation unmöglich war.

Abb. 2:

Abb. 2: Positive Bewertung zur leichten Verwendung (Quelle: envato.com)

Mit einem starken Gutenberg-Editor kann ein Benutzer mehr machen, als nur Artikel für sich selbst zu schreiben – mit einem qualitativen gutenbergkompatiblen Theme als Basis können sie ganze Webseiten bauen, ohne dabei Hilfe zu benötigen.

Einfacher Prozess zur Änderung der Inhaltsanordnung

Wollte man im TinyMCE-Editor einen Textabsatz, ein Bild oder eine Überschrift verschieben, musste man hauptsächlich ausschneiden und einfügen und auf das Beste hoffen. Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich schon Leuten dabei geholfen habe, ein Problem auf ihrer Webseite zu lösen, das durch HTML-Code in einem ihrer Beiträge entstanden ist und das dann während des Bearbeitungsprozesses durcheinander geriet.

Abb. 3:

Abb. 3: Neue Form der Inhaltsanordnung (Quelle: envato.com)

Mit dem Blocksystem ist das eine einfache Angelegenheit, indem man entweder die Block-Buttons „Move up“ oder „Move down“ betätigt oder mittels Drag-and-drop die Änderung durchführt. Dies kann Benutzern eine ganze Menge Kopfschmerzen ersparen, wenn sie versuchen ihre Arbeit spontan anzupassen.

Viel Potenzial für Plug-in- und Theme-Entwicklung

Fleißige WP-Entwickler haben bereits hart daran gearbeitet, Plug-ins und Themes zu entwickeln, die Gutenberg wirksam einsetzen und erweitern.

Abb. 4:

Abb. 4: Quelle: themeforest.net

Über das WordPress-API ist es möglich, benutzerdefinierte Blöcke zu erstellen, die als Optionen für Benutzer angezeigt werden. Wie einem das Toolkit „create-guten-block“ bei diesem Prozess helfen kann, haben wir in unserem Kurs „Building Gutenberg Blocks with create-guten-block“ behandelt.

WordPress Themes können jetzt in alle verschiedenen Blocktypen eingreifen, die Gutenberg anbietet, und bieten ein einzigartiges Styling für jeden Block. Man kann sich einige großartige Themes in unserer Zusammenfassung („The Best Gutenberg-Optimized WordPress Themes, Available Now„) ansehen, die genau das machen.

Warum Gutenberg ein Problem für WordPress-Benutzer ist

Die häufigste Beschwerde über Gutenberg scheint zu sein, dass es automatisch installiert wurde, ohne darüber entscheiden zu können. Würde jedoch jeder Gutenberg gegenüber TinyMCE bevorzugen, wäre dies wahrscheinlich kein großes Problem. Warum also bevorzugen Benutzer TinyMCE gegenüber Gutenberg so sehr, dass sie sich wünschen, dass sie die Wahl hätten, Ersteres weiterhin zu verwenden? Wir haben die Gründe bereits angesprochen, aber führen sie noch etwas weiter aus.

Kompatibilität & Workflow-brechende Änderungen

Eine der stärksten Lebenselixierquellen der WordPress-Welt ist das gewaltige und wachsende Ökosystem aus Plug-ins und Themes. Es gibt heute unzählige benutzerdefinierte Seiten-Setups, die mit den Themes und Plug-ins dieses Ökosystems ausgestattet sind, die ausschließlich darauf beruhen, wie der Post Editor, Custom Fields und Metaboxen vor Gutenberg funktioniert haben. Viele Besitzer solcher Webseiten haben die Erfahrung gemacht, dass nach der Ankunft von Gutenberg, die Funktionalität, auf die sie sich bei ihrem Workflow verlassen hatten, einfach nicht mehr funktioniert.

Abb. 5:

Abb. 5: Negative Review (Quelle: envato.com)

Dies wurde durch die Veröffentlichung von Gutenberg auf WP-Plug-in- und Theme-Devs mit lediglich drei Tagen Vorankündigung im Dezember anstelle des zuvor angegebenen Januar-Starttermins und durch einen Entwicklungszyklus, in dem häufige Änderungen die Theme- und Plug-in-Hersteller zwangen, Kompatibilitätsmaßnahmen mehrfach durchzuführen und neu zu implementieren, noch verstärkt. Darüber hinaus gab es beim Start noch eine lange Liste ungelöster Probleme, die in einem späteren Update behoben werden sollten.

All diese Faktoren in Kombination miteinander, machten die erste Erfahrung von Benutzern mit Gutenberg zu einer, die mit technischen Problemen belastet ist.

Selbst dann, wenn es keine Kompatibilitätsprobleme für Benutzer gab, sahen wir mehrere Berichte von Leuten, die sagten, dass sie den signifikanten Wechsel den bestehenden Workflows, den sie vornehmen müssten, wenn sie von TinyMCE auf Gutenberg wechseln würden, nicht begrüßen.

Steile Lernkurve und Usability-Probleme

Aus der Sicht von WordPress-Entwicklern und Leuten, die WP-Nachrichten verfolgen, ist Gutenberg seit zwei Jahren auf einer Reise.

Aber für den durchschnittlichen Benutzer, der sich bisweilen nur einloggt, um Inhalte hinzuzufügen und um seine Webseite zu aktualisieren, hat das Wort „Gutenberg“ keine besondere Bedeutung. Der Editor, an den sie sich im Laufe der Jahre gewöhnt hatten, ist verschwunden und das neue Interface ist verwirrend und völlig fremd.

Das Blocksystem kann sich vielleicht als eine bessere Erfahrung für Benutzer herausstellen, wenn sie sich damit vertraut gemacht haben oder wenn mehr Verbesserungen an der Benutzerfreundlichkeit und Bugfixes hinzugefügt werden. Aber bis dieser Zeitpunkt eintritt, bleibt es für viele eine Quelle der Enttäuschung und des verlangsamten Workflows.

Möglichkeiten Problemstellen zu vereinfachen

Um Entwickler und Benutzer dazu zu bringen, sich über die Anwesenheit Gutenbergs zu freuen, müssten dessen Schwächen behoben und Stärken betont werden. Es gibt viele Wege, auf denen das bewerkstelligt werden kann, aber hier sind zwei, die einem als hilfreiche Ergänzung für das derzeitige System in den Sinn kommen.

Eine klare Wahl zwischen Classic und Gutenberg anbieten

Eine der häufigsten Beschwerden war es, dass die Leute das Gefühl hatten, dass ihnen keine Wahl gelassen wurde und man ihnen Gutenberg aufgezwungen hat. Diese Bedenken werden zudem durch die Tatsache verschärft, dass sowohl Benutzer als auch Entwickler das Gefühl haben, dass das Gutenberg-Release überstürzt war und dass es derzeit nicht bereit ist für den Produktionseinsatz.

Aus diesem Grund scheint es, dass eines der ersten positiven Dinge, die WordPress tun könnte, ist, die Wahl in einer Weise einzuführen, die dieses Problem lindert, besonders bis Gutenberg zu einem Editor heranreift, der das Gefühl hat, dass es stabil und vollständig ist.

Was ich damit meine, ist mehr zu tun, als nur das Classic-Editor-Plugin im Repository verfügbar zu haben, obwohl das sicherlich ein guter Anfang ist. WordPress ist ein System, das dafür bekannt ist, von Leuten benutzt zu werden, die keine Techniker sind, und in vielen Fällen wird es für Benutzer, die Kompatibilität- oder Benutzerfreundlichkeitsprobleme haben, nicht klar genug sein, dass die Lösung darin besteht, dieses Plug-in zu installieren.

Stattdessen sollte vielleicht vorerst das Classic Editor Plug-in standardmäßig installiert sein, und eine klare Wahl zwischen diesem und Gutenberg sollte in naher Zukunft kontinuierlich innerhalb des WordPress Interfaces angeboten werden.

Die Mitarbeiter von ThemeFusion, den Machern des beliebten Avada-Themes, haben bei der Erstellung von Inhalten für ihre Theme-Nutzer genau diese Art der Auswahl umgesetzt. Wenn Sie auf die Schaltfläche „Add New“ klicken, erscheint eine Dropdown-Liste mit mehreren Optionen für den verfügbaren Editortyp:

Abb. 6:

Abb. 6: Avada-Theme (Quelle: envato.com)

Würde etwas derartiges in WordPress Core implementiert werden, dann könnten Benutzer ihre Inhalte so belassen wie sie sind, während sie „Sandbox“-Beiträge erstellen, in denen sie das neue System im eigenem Tempo erlernen können, die Kompatibilität für die kritischen Aspekte der Seite sichern und Gutenberg schrittweise so einzuführen, wie es für sie am besten passt.

Ein umfangreicheres, interaktives Tutorial für das On-Boarding

Es ist ziemlich aufschlussreich, dass es eine der Hauptbeschwerden in den negativen Rezensionen war, dass Gutenberg schwer zu benutzen ist, während einer der Hauptpunkte der Lobpreisungen in den positiven Rezensionen darin bestand, wie einfach es zu bedienen ist. Vor diesem Hintergrund könnte vielleicht ein erheblicher Teil der negativen in positive Meinungen umgewandelt werden, nur indem man mehr Unterstützung beim Erlernen des neuen Editors leistet.

Für diesen Zweck wäre es sehr nützlich, wenn man einen weitaus ausführlicheren Walkthrough zu Gutenberg macht, als man es derzeit in der ersten Begegnung mit Gutenberg erfährt.

Derzeit sind die On-Boarding-Tipps (zusammengefasst):

  1. Fügen Sie einen Block hinzu, indem Sie auf die Schaltfläche „+“ klicken. Es gibt alle Arten von Blöcken.
  2. Es gibt weitere Einstellungen für Blöcke in der Sidebar.
  3. Klicken Sie auf „Preview“, um eine Vorschau zu sehen.
  4. Sind Sie fertig mit dem Schreiben? Veröffentliche deinen Beitrag.
Abb. 7: On-Boarding

Abb. 7: On-Boarding (Quelle: envato.com)

Dies ist ein radikal neues System, das vielen Anwendern völlig unbekannt ist. Und doch beziehen sich nur zwei der vier On-Boarding-Tipps auf Blöcke. Außerdem sagen diese beiden Tipps sehr wenig darüber aus, wie man Blöcke tatsächlich verwenden kann. Ein umfassenderes Tutorial würde Themen wie die Verwendung von Schaltflächen in der Symbolleiste und Formatierungseinstellungen, das Hinzufügen von Blöcken über oder unter bestehenden Inhalten, das Verschieben von Blöcken, das Löschen von Blöcken, das Ändern von Blocktypen, das Hinzufügen und Ausrichten von Bildern, das Einfügen von Galerien, das Erstellen von mehrspaltigen Layouts und so weiter beinhalten.

Gäbe es eine On-Boarding-Tippserie, die den Benutzer mehr Funktionalität vorführt und ihnen zeigt, wie man coole Inhalte erstellt, die sie vorher noch nicht erstellen konnten, dann wären sie vielleicht viel weniger überfordert und viel mehr von dem Potenzial der Blöcken begeistert.

Wir haben in der Zwischenzeit einen eigenen Leitfaden zusammengestellt, dem man über unseren Kurs „Create Content with WordPress Gutenberg“ folgen kann.

Zum Abschluss: Die guten Nachrichten

Wenn wir uns die Situation Gutenbergs genauer ansehen, ist die gute Nachricht, dass es nicht so aussieht, als ob Beschwerden sich in erster Linie auf die grundlegenden Konzepte beziehen, die Gutenberg zugrunde liegen. Vielmehr geht es in der Regel darum, wie mit dem Start des Editors umgegangen wurde und um Usability-Probleme, die behoben werden könnten.

Wir haben so viele, sehr populäre Pagebuilding Plug-ins gesehen, wie WPBakery und Themes mit integrierten Page Buildern wie Avada, dass es eine große Nachfrage nach einem flexiblen, umfangreichen Content-Creation-Prozess gibt. Es muss nur so gemacht werden, dass die Endbenutzer damit arbeiten können.

Wenn WordPress während der Übergangsphase die Auswahl der Benutzer über ihren Editor vergrößert, den On-Boarding-Prozess verbessert und weiterhin Bugs ausmerzt und die Benutzererfahrung verfeinert, werden wir zweifellos eine blühende Community sehen, die Gutenberg liebt, und selbst die unzufriedensten Kritiker werden sich in nicht all zu ferner Zukunft wieder umentscheiden.

Dieser Artikel erschien zuerst im Englischen, geschrieben von Kezz Bracey, auf envato.com.

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1 Kommentar auf "WordPress Gutenberg: Das Gute, das Schlechte und die Lösungen"

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Gartenblogger
Gast

Hallo,

danke für den interessanten Artikel.
Eine Zeile der Artikels finde ich aber unverständlich:
„Mit dem G-Editor kann man mehr machen, als nur Artikel für sich selbst zu schreiben – man kann ganze Webseiten bauen, ohne dabei Hilfe zu benötigen“.
What!?!? Auf Mio. von Webseiten wurde nicht nur Tagebuch geschrieben und auch ohne G-Editor konnte man bis dato riesige Sites ohne Hilfe errichten

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