Microsofts Entwicklungsplattform .NET bildet mit C# & Visual Studio noch immer ein Dream-Team
Microsofts Entwicklungsplattform .NET bildet mit C# & Visual Studio noch immer ein Dream-Team
Microsoft feiert den 15. Geburtstag der .NET-Plattform, die am 13. Februar 2002 in der Version 1.0 veröffentlicht wurde. In dieser Zeit ist die Plattform zwar älter geworden, aber nicht gealtert. Im Zusammenspiel mit C#, Visual Studio und dem Team Foundation Server ist .NET immer noch fundamental für die Arbeit unzähliger Entwickler und Anwender.
Die erste Version von .NET wurde zusammen mit Visual Studio.NET veröffentlicht und war Teil einer Strategie, die Microsoft als „Next Generation Windows Services“ bezeichnete.
Die Idee dazu wurde als Vision erstmals im Juni 2000 vorgestellt und als Familie von Produkten unter dem Label .NET angekündigt. In der Pressemeldung dazu liest man die Aussagen von Bill Gates im Rückblick mit einem Schmunzeln. Wir wissen jetzt auch, dass nicht alles umgesetzt wurde, was man sich und der Welt versprochen hat – aber hinterher ist man ja immer schlauer, aber vor allem von dem beeindruckt, was erreicht wurde.
Microsoft Chairman Bill Gates, who in January also became chief software architect in order to devote himself fully to this effort, said today that Microsoft and industry partners will pioneer the “Next Generation Internet” through software that breaks down today’s barriers between “digital islands” — computers, devices, Web sites, organizations and industries — to help realize the full potential of the Internet.
“The impact of the Internet has been spectacular to date, but the pace of innovation will accelerate over the next five years,” Gates said. “Our goal is to move beyond today’s world of standalone Web sites to an Internet of interchangeable components where devices and services can be assembled into cohesive, user-driven experiences.”
Was damals als ein Internet „of interchangeable components where devices and services can be assembled into cohesive, user-driven experiences“ bezeichnet wurde, wird von Gates Nachfolger als CEO, Satya Nadella, unter dem Motto „mobile first, cloud first“ und „the mobility of the experience“ zusammengefasst. Aus Nadellas Sicht war die damals formulierte Strategie hilfreich, um vorwärts zu kommen, muss aber heute neu formuliert werden.
While the devices and services description was helpful in starting our transformation, we now need to hone in on our unique strategy.
Im Wandel dieser Visionen hat sich auch das .NET Framework in den vergangenen 15 Jahren gewandelt und ist dabei nicht gealtert oder gar überflüssig geworden. Im Gegenteil ist es immer auf der Höhe der Zeit geblieben und wurde so weiterentwickelt, dass es, wenigstens im Kern, immer auch den neuen Herausforderungen des Marktes gewachsen war.
Und die Entwicklung bleibt nicht bei der aktuellen Version 4.6 stehen. Mit .NET Core 1.0 ist .NET nach 15 Jahren auf der Windows-Plattform – und mit Mono als Begleiter für Linux – an dem Punkt, dass man als .NET-Entwickler auf jeder Plattform für jede Plattform schreiben kann. Dahinter verblasst der Slogan des Wettbewerbers „Write once, run everywhere“. Und ganz so wie Java ist auch .NET heute Open Source – und das hätte man sich in den kühnsten Visionen einer Next Generation von Windows Services nicht vorstellen können.
Von heute aus betrachtet können wir zwar immer noch keine Aussagen über die Zukunft machen, aber es lässt sich guten Gewissens behaupten, dass der nächste Schritt von .NET in die Cloud geht. Und vielleicht sprechen wir dann zum 20. Geburtstag von .NET gar nicht mehr über eine Betriebssystem-Plattform und machen uns keine Gedanken mehr über die Zielplattform. .NET-Entwickler werden dann immer noch auf der .NET-Plattform entwickeln und mit ihrer langen Erfahrung und Kompetenz einfach ihre Ideen und Vision realisieren. Denn das ist sicher – ohne die Entwickler wäre .NET nicht da, wo es heute ist und in fünf Jahren sein wird.
Im Rahmen eines Microsoft Alumni Network Treffens wurde der Geburtstag gefeiert und Richard Campell, .NET Rocks, hat ein kleines Video-Interview mit Anders Hejlsberg gemacht. Hejlsberg hat damals zwar hauptsächlich C# entwickelt, war darüber aber natürlich auch an der Entwicklung des Frameworks beteiligt.