Entwickler Magazin 4.19

HTTP/3

Erhältlich ab: Juni 2019
Umfang: 100 Seiten
Autoren / Autorinnen:
Olena Bochkor, Tam Hanna, Dr. Veikko Krypczyk, Martin Mohr, Frank Müller, Chi Nhan Nguyen, Nicky Reinert, Golo Roden, Alexander Rudolph, René Schröder, Thomas Schumacher, Sebastian Springer, Daniel Stenberg, Johannes Unterstein

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Magazin

Zahlen & Fakten

Buchtipp: RESTful Go APIs

Methoden

Kolumne: A² — alles Agile
PRINCE2: Änderungen implementieren

Scrum, aber mit Projektleiter?
Agiles Vorgehen bei der Softwareentwicklung in Großunternehmen

Titelthema

HTTP/3 und QUIC
Was steckt hinter dem nächsten großen Update für HTTP?

HTTP/3 — Überblick über wichtige Neuerungen
Infografik

„Die Auswirkungen auf den Stack werden enorm“
Interview mit Daniel Stenberg über den Status von HTTP/3

Web

Im Zusammenhang von Anfang an!
Teil 6: Ionic — ein Framework für das User Interface mobiler Apps

Immer auf dem richtigen Pfad
Formulare und Navigation mit dem Vue Router

Development

Neuronale Netzwerke mit PyTorch
Entwicklung, Training und Deployment von neuronalen Netzwerken

Kolumne: Die Golumne
Im richtigen Context

Nur das Beste für Container
Teil 3: CPU, Multiplexing, Netzwerk, Service Discovery und mehr

Classic Games Reloaded
Willkommen auf dem strategischen Raster

Internet of Things

Roboter steuern, na LOGO!
Mit dem Logikmodul einen Fischertechnik-Roboter steuern

Security

Kryptografie: Was sagt Cäsar?
Teil 1: Grundlagen

Wie brechen die Wellen heute?

Liebe Surferinnen und Surfer,

H…T…T…P…Doppelpunkt…Doppelslash… – so begann für uns alle in den 90ern einst der erste Ritt auf den Wellen des modernen World Wide Web. Warum dieses ominöse Akronym vor dem Namen der Webseite im Browser eingetippt werden muss (ja, es gab eine Zeit, da dies obligatorisch war!) und wofür es eigentlich steht, darüber machte man sich oft keine Vorstellungen. Heute muss man diese Zeichenfolge nicht mehr eingeben, moderne Browser fügen sie automatisch hinzu und Sie, liebe Leser, wissen natürlich, dass HTTP für Hypertext Transfer Protocol steht.

Das Hypertext Transfer Protocol ist quasi unser Surfbrett, das uns möglichst sicher über die Untiefen des Webs gleiten lässt. Während echte Surfbretter traditionell aus Holz gefertigt waren, basiert unser Internetsurfbrett bis dato auf dem TCP (Transmission Control Protocol). Doch wie jeder gute Surfer weiß, gibt es im weiten Ozean nicht nur Schildkröten und freundliche Delphine. Auch Raubfische wie Haie machen die Gestade unsicher und wollen uns bzw. unseren Daten an die Wäsche. Und da die Strömung auch immer stärker wird, brauchen wir von Zeit zu Zeit ein neues, stabileres Brett. In den 90ern waren HTTP/1.0 (1991) bzw. HTTP/1.1 (1999) noch völlig ausreichend. Rund fünfzehn Jahre später jedoch war unser erstes Brett, das wir gehegt und gepflegt hatten, nicht mehr zeitgemäß, HTTP/2 erblickte das Licht der Welt und machte das Zusammenfassen mehrerer Anfragen, eine bessere Datenkompression, die binär kodierte Übertragung von Inhalten und sogenannte Push-Verfahren möglich. Zudem kommt im aktuellen Standard das Sicherheitsprotokoll TLS zum Einsatz, das nach und nach das veraltete SSL ersetzt.

Für die aktuelle Planung zu HTTP/3 ist davon auszugehen, dass das TCP nicht mehr Basis unseres Surfbretts sein wird. Wie einst das Holz durch Hartschaum ersetzt wurde, ist QUIC nun im Rennen, das Transmission Control Protocol zu ersetzen. Welche Änderungen noch in HTTP/3 zu erwarten sind, erfahren Sie in unserem Titelthema mit Infografik.

Vielleicht müssen wir uns in Zukunft über die Funktionsweise des Internets auch gar keine Gedanken mehr machen. Mit Tools wie PyTorch, über das unser Autor Chi Nhan Nguyen schreibt, lassen sich Neuronale Netzwerke entwickeln und trainieren. Möglicherweise werden dann Protokolle und Sicherheitslayer unnötig, weil die Künstliche Intelligenz alles für uns regelt. Wir müssen dann nur noch am Endgerät sitzen und genießen.

Doch bis dahin wird es noch ein weiter Weg sein, und auch dann ist ja die Sicherheitsfrage auf den Wogen des Webs noch nicht in trockenen Tüchern. Die Kryptografie kann für ein gewisses Maß an Sicherheit in unserem geliebten Haifischbecken sorgen, ist aber zuweilen nicht einfach zu durchblicken. Grund genug für unseren Autor Golo Roden, startend im antiken Rom, die Geschichte und die Möglichkeiten der Kunst der Verschlüsselung aufzuarbeiten.

Sind die Wellen mal zu mushy, also zu schwach und kraftlos, um darauf surfen zu können, kann man sich ja auch einmal mit etwas anderem beschäftigen. Warum nicht mit einem Strategie- oder Logikspiel? Alexander Rudolph erklärt in dieser Ausgabe, wie Sie ein solches flugs programmieren können.

Hang Loose,

Ihr Dominik Mohilo, Redakteur Entwickler Magazin
Twitter: @entwickler


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